Selbst auf Drogen testen und für Sicherheit sorgen

In ist die Freigabe von Cannabis umstritten. Jetzt hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) aber einige Eckpunkte für die Legalisierung vorgestellt, wonach der Kauf wie auch der Besitz zukünftig in Grenzen erlaubt sein wird. Verboten bleibt jedoch die Werbung. Wer Cannabis konsumiert und vielleicht zu einer medizinisch-psychologischen Untersuchung, kurz MPU, muss, kann zu Hause selbst einen Test auf Drogen durchführen.

Die neue Drogenpolitik

Die Legalisierung von Cannabis stand sehr lange auf der Agenda der Bundesregierung. Der Gesundheitsminister hat jetzt dem Kabinett seine Eckpunkte vorgelegt und die hat zugestimmt. Dies heißt, in Zukunft ist der Kauf sowie der Besitz von maximal 30 Gramm Cannabis ab 18 grundsätzlich nicht mehr strafbar. Damit wird Cannabis auch nicht mehr als Betäubungsmittel eingestuft. Werden Jugendliche, die noch keine 18 Jahre alt sind, mit Cannabis erwischt, dann gilt ebenfalls Straffreiheit. Allerdings kann es passieren, dass die Jugendlichen an Präventionsmaßnahmen der Jugendämter teilnehmen müssen. Gekauft werden kann das Cannabis nur in Apotheken, um so den Schwarzmarkt besser bekämpfen zu können.

Für wen ist ein Test auf Drogen interessant?

Wer am Straßenverkehr als Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger teilnehmen möchte, sollte immer einen klaren Kopf haben. Aber ist es gefährlich, am Abend vielleicht auf einer Party einen Joint zu rauchen und dann morgens mit dem zur oder mit dem Rad zur Schule zu fahren? Ein einfacher Drogentest kann darüber Auskunft geben. Es gibt Arbeitgeber, die bei ihren Angestellten in regelmäßigen Abständen diesbezüglich Kontrollen durchführen. Auch hier ist ein Test sinnvoll. Um Drogen oder Abbauprodukte im Körper nachweisen zu können, gibt es unterschiedliche Verfahren. Einige dieser Verfahren können Drogen sogar noch nach längerer Zeit im Körper nachweisen.

Die unterschiedlichen Verfahren

Um Drogen im Körper nachweisen zu können, gibt es verschiedene Testverfahren:

Die Laboranalyse

Wird ein Test auf Drogen von einem Richter angeordnet, dann wird in der Regel eine Laboranalyse gemacht. Als Probenmaterial stehen entweder Urin, Haare oder Blut zur Verfügung. Soll ein akuter Konsum festgestellt werden, wird ein Bluttest gemacht. Effizient ist die Haaranalyse, denn damit kann ein Konsum nachgewiesen werden, selbst wenn der schon vier Wochen zurückliegt.

Der Drogenschnelltest

Wer einen Schnelltest machen möchte, kann das entsprechende Testmaterial im Internet kaufen. Hier steht das Ergebnis schon nach wenigen Minuten fest, getestet wird dabei mit Urin oder Speichel. Geeignet ist dieser Test beispielsweise zur Therapiekontrolle.

Das Drogenscreening

Für ein Drogenscreening muss immer ein juristischer oder medizinischer Grund vorliegen. Durchgeführt wird das Screening entweder in Form eines Schnelltests oder als Laboranalyse, die allerdings deutlich aufwendiger ist. Getestet werden Blut, Haare, Speichel oder Urin.

Fazit

Gründe für einen Test auf Drogen gibt es viele. Wer auf der sicheren Seite stehen will, sollte einen solchen Test zu Hause durchführen. Wer sich selbst testen will, sollte sich zunächst über die verschiedenen Formen kundig machen. Einige der Tests sind ausschließlich für den privaten Gebrauch gedacht. Andere wiederum werden von einem Arzt oder einem Richter angeordnet. Je nachdem, welche Situationen vorliegen, gibt es immer wieder unterschiedliche Verfahren. Die Tests, die man im Internet kaufen kann, können übrigens nicht nur Cannabis, sondern auch andere Drogen wie beispielsweise Kokain nachweisen.

Bild: @ depositphotos.com / ra2studio

Selbst auf Drogen testen und für Sicherheit sorgen

Ulrike Dietz
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