Erzeugerpreise in der Landwirtschaft steigen langsamer

Wiesbaden: Der Anstieg der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte hat sich den vierten Monat in Folge abgeschwächt. Im Januar waren die um 25,4 höher als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit.

Im Dezember hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei +29,8 Prozent gelegen, im November bei +31,9 Prozent. Gegenüber dem Vormonat fielen die Preise im Januar um 1,9 Prozent. Die Preise für pflanzliche Produkte erhöhten sich mit +10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat weniger stark als die Preise für tierische Erzeugnisse (+36,3 Prozent). Im Dezember hatten die Veränderungsraten +13,4 Prozent für pflanzliche Erzeugnisse und +42,3 Prozent für tierische Erzeugnisse betragen.

Im Vergleich zum Vormonat waren pflanzliche Produkte im Januar um 2,1 Prozent und tierische Erzeugnisse um 1,6 Prozent billiger. Der Preisanstieg bei pflanzlichen Produkten im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die steigenden Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im Januar um 67,5 Prozent höher. Im Dezember hatte die Preissteigerung allerdings noch 74,5 Prozent betragen.

Auch der Preisanstieg beim Getreide ist mit +7,2 Prozent gegenüber Januar 2022 im Vergleich zum Dezember 2022 (+11,5 Prozent gegenüber Dezember 2021) weiter zurückgegangen. Die Erzeugerpreise für Obst waren im Januar um 4,2 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Preisrückgänge gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -18,2 Prozent. Beim Gemüse (+31,4 Prozent) stiegen insbesondere die Preise für Salat (+37,2 Prozent) und Kohlgemüse (+29,7 Prozent).

Das Handelsgewächs Raps verbilligte sich im Januar um 18,6 Prozent. Im Dezember hatte die Vorjahresveränderung -14,9 Prozent betragen. Bei tierischen Erzeugnissen gab es im Januar einen Preisanstieg von 36,3 Prozent. Der Milchpreis lag im Januar um 36,2 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Der seit Anfang 2022 kontinuierlich zunehmende Preisanstieg bei Eiern setzte sich auch im Januar mit +45,0 Prozent fort. Im Dezember hatte die Veränderung noch +44,1 Prozent betragen. Bei den Preisen für gab es im Januar einen Anstieg von 35,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Dezember 2022 hatte die Preissteigerung 38,1 Prozent betragen.

Dabei stiegen die Preise für Schlachtschweine um 62,0 Prozent, für Rinder um 8,3 Prozent. Die Preise für Geflügel waren um 31,4 Prozent höher. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Preisentwicklung bei Hähnchen (+29,7 Prozent).

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