Venezuela – ein armes, reiches Land

Zur Vollansicht bitte auf das Bild klicken!

Venezuela – ein armes, reiches Land

3 min

Zwar ist Venezuela nicht das einzige Land der Welt, das von einem vollkommen inkompetenten Präsidenten regiert wird. Einzigartig ist aber, dass der Präsident es geschafft hat, aus einem reichen blühenden Land ein armes abgewirtschaftetes Land zu machen und dass das Volk kaum die Möglichkeit hat, sich dagegen zu wehren. Präsident Nicolás Maduro hat keinen Rückhalt in der Bevölkerung und auch das Parlament will ihn nicht mehr haben, trotzdem sitzt der Mann, der eigentlich ins Gefängnis gehört, immer noch fest im Sattel.

Das Militär als Rückhalt

Maduros Vorgänger Hugo Chávez hat einst die paramilitärischen Revolutionsgarden geschaffen, die es dem Präsidenten und seiner Entourage heute ermöglichen, an der Macht zu bleiben. Die Garden schüchtern die Bürger nicht nur ein, sie greifen sie auch brutal an. In Venezuela regiert mittlerweile die Angst. Die Menschen haben aber nicht nur vor der Brutalität Angst, sie fürchten sich auch davor, hungern zu müssen und keine Gesundheitsvorsorge mehr zu haben.

Venezuela ist pleite

Venezuela ist das rohstoffreichste Land in Lateinamerika, trotzdem steht der Staat heute vor dem Bankrott. Der Sozialismus hat Venezuela in den sicheren Ruin getrieben und hier trifft das Zitat von Winston Churchill zu, der einmal gesagt hat, dass die Tugend des Sozialismus darin besteht, das Elend gleichmäßig zu verteilen. In nur 17 Jahren hat der XXL-Sozialismus das Land ruiniert und eine Hyperinflation gibt ihm jetzt den Rest. Die Justiz tut, was das Regime will, wäre sie neutral, dann würden Maduro und seine Getreuen schon lange hinter Schloss und Riegel sitzen.

Wie soll es weitergehen?

In der vergangenen Woche hat der Oberste Gerichtshof das Parlament vollständig entmachtet, aber dann alles wieder rückgängig gemacht. Maduro regiert nur noch mit Dekreten es und kümmert ihn nicht, dass die Mehrheit des Parlaments gegen ihn ist. Wer kann das Land noch retten? Der Papst aus Argentinien hat es bereits versucht, aber nichts erreicht. Kuba, einst mit Venezuela verbündet, will sich nicht einmischen, denn dort kann man nur mit den Öllieferungen aus Venezuela überleben. Und was machen die Bürger? Sie haben resigniert und wer kann, verlässt das Land.

Bild: © Depositphotos.com / ibrandify

Das könnte Sie auch interessieren:

Donald Trump ist Präsident – wird sich jetzt die Welt verändern? Allen Unkenrufen, Umfragen und Expertenmeinungen zum Trotz, die Amerikaner haben Donald Trump zu ihrem Präsidenten gewählt. Auf ungläubiges Staunen folgt nun die bange Frage: Was wird der Milliardär im Weißen Haus alles anstellen? Wird die Welt wie wir sie kennen, ein friedlicher Ort bleiben und auf was muss man sich jetzt einstellen? Keine Konzepte Der Wahlkampf in den USA war schmutzig und geprägt von Beleidigungen, Bloßstellungen und Androhungen. Beide Seiten, sowohl die Republikaner als auch die Demokraten waren sich nicht zu schade, schmutzige Wäsche zu waschen und unter die Gürtellinie...
Wie gefährlich ist die Außenpolitik von Donald Trump? Er ist nach wie vor umstritten und nicht alle können sich mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump anfreunden. Aber das ausgerechnet der Raketenangriff auf Syrien dem vielfach unbeliebten Staatsoberhaupt Sympathien einbringt, klingt ein wenig komisch. So kommentierte der Sender CNN, dass Donald Trump erst in der Nacht zum wahren Präsidenten der USA geworden ist, als die Raketen aus dem Mittelmeer in Richtung Syrien flogen. Er muss nur einen Krieg anfangen Nicht nur CNN lobte den Präsidenten, auch die „Washington Post“ fand lobende Worte und bemerkte, um ein echter Präsident zu werden, m...
Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.