Steht Österreich vor Neuwahlen?

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Steht Österreich vor Neuwahlen?

Ulrike Dietz
3 min

Sebastian Kurz ist Außenminister, gerade einmal 30 Jahre alt und könnte der nächste Kanzler Österreichs werden. Es sind die ewigen Streitigkeiten in der Großen Koalition, die ständige Einmischungen der Landesfürsten und der immer größer werdende Einfluss der Lobbyisten, die für einen zunehmenden Druck in der Regierung gesorgt haben. Sebastian Kurz will sich diesem Druck nun nicht länger beugen, er will für Österreich einen Neuanfang mit ihm als Kanzler.

Jung, dynamisch, weltoffen

Der jetzige Außenminister hat lange still gehalten, aber jetzt kommt Sebastian Kurz aus der Deckung und will zunächst an die Spitze seiner Partei, der ÖVP, um dann im Herbst zum Kanzler der Alpenrepublik gewählt zu werden. Kurz ist jung, er ist weltoffen, dynamisch und sehr erfolgreich, aber er spielt auch ein sehr riskantes Spiel. Wenn alles wie geplant klappt, dann wird er einer der neuen Stars in der Politik, wenn es schiefgeht, dann wird er schnell auf einem Abstellgleis landen. Allerdings stehen seine Chancen gut, denn in der ÖVP gibt es aktuell zu Kurz keine echte Alternative und wenn die Partei an der Macht bleiben möchte, dann müssen sie Kurz zu ihrem Vorsitzenden wählen und seine Bedingungen akzeptieren.

Keine homogene Partei

Die ÖVP ist schon seit einiger Zeit keine homogene Partei mehr, sondern vielmehr ein undurchsichtiges Gemisch aus Interessenverbänden und Lobbyisten. Der letzte Parteichef hat es nicht geschafft, die Partei zu einen, denn die Macht der oft zweifelhaften Landesfürsten ist einfach zu groß. Sebastian Kurz möchte das nun ändern und die Partei wird ihm folgen müssen, wenn sie die nächste Wahl gewinnen will. Die Wahl würde der Agonie beenden, in der sich die beiden Koalitionsparteien ÖVP und SPÖ befinden, denn bislang hatten die Koalitionspartner nichts Besseres zu tun, als sich gegenseitig zu beschimpfen und zu verleumden. Wichtige Themen wie die Rentenreform und die Arbeitslosigkeit und auch das Flüchtlingsproblem blieben dabei auf der Strecke.

Ein radikaler Neuanfang

Mit Bangen sieht Europa dieser Wahl entgegen, denn es ist nicht auszuschließen, dass sowohl die ÖVP als auch die SPÖ mit der rechtspopulistischen FPÖ koalieren könnten. Die Chancen für eine solche Verbindung sind sehr groß. Viele Österreicher wird eine mögliche Koalition weniger interessieren, sie fordern einen radikalen Neuanfang für ihr Land, vielleicht mit einem jungen Politiker wie Sebastian Kurz.

Bild: © Depositphotos.com / Fredex


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Ulrike Dietz
Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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