Millennial Punk – Eine Subkultur in Zeiten der Digitalisierung

Mainz:

Zur Jahrtausendwende wächst eine neue Generation von Punks heran, die sich selbst als Teil der Popkultur begreift. Die sich außerdem spätestens durch 9/11 stark politisiert hat und die bis heute authentisch und aktiv unter anderem gegen Nazis, Sexismus oder Queer-Feindlichkeit kämpft. “Millennial Punk” beleuchtet das vernachlässigte Kapitel einer totgesagten Subkultur, die mehr zu bieten hat als Stachelfrisuren und Dosenbier. Die vierteilige Doku mit 69 Musiker:innen und Aktivist:innen aus der Szene, wie z. B. Die Toten Hosen, die Broilers, WIZO oder die Antilopen Gang und Akne Kid Joe, zeichnet das Porträt einer subversiven Jugendbewegung, die keine Angst vor Veränderungen hat. Die Dokuserie ist eine Zeitreise durch die letzten zweieinhalb Jahrzehnte deutscher Punkrock-Geschichte: Vom ersten Schlachtrufe-BRD-Mixtape bis zum Durchbruch der eigenen Band. Vom 11. September 2001 bis zum Angriffskrieg auf die Ukraine. Von kostspieligen Prepaid-SMS bis hin zu ausufernden Shitstorms im Netz. Von Deutschpunk bis Zeckenrap, aber auch Hip Hop und Techno. Von der Jahrtausendwende bis heute. Alle vier Folgen “Millennial Punk” à 45 Minuten ab 28. Mai 2024 in der ARD Mediathek (https://1.ard.de/punk).

“Millennial Punk” – alle Folgen jetzt streamen

Folge 1: #Throwback – Nostalgie der Nullerjahre

In der ersten Folge dreht sich alles um den Zeitgeist der frühen 2000er. Künstler:innen wie zum Beispiel Akne Kid Joe, Erection und the Toten Crackhuren im Kofferraum erzählen, wie sie Bands wie Die Toten Hosen, WIZO und die Terrorgruppe entdeckt haben. Die alten Helden schwelgen wiederum in Erinnerungen an eine Zeit, in der Punkbands noch gern gesehene Gäste bei VIVA, MTV und in Talkshows wie Arabella waren. Dieser erste Teil der Doku fragt, wie Millennials zwischen Komasaufen, Tamagotchis und Skateboardfahren zum Punk gekommen sind?

Folge 2: #Aktivismus – Die politische DNA von Punk

Neben der verbindet Punks auch ein klares politisches Engagement – Antirassismus ist schon immer der kleinste gemeinsame Nenner der Szene gewesen. In dieser Folge diskutieren unter anderem die Broilers über die Frage, warum Hip Hop für Kids mit Migrationshintergrund attraktiver als Punkrock ist. Birgit und Horst Lohmeyer berichten von ihrem Kampf gegen Rechts in Mecklenburg-Vorpommern. Dariush Beigui, Kapitän des Rettungsschiffs Iuventa, erzählt von seinen dramatischen Seenotrettungseinsätzen auf dem Mittelmeer. Tierschutz-Aktivistin Victoria Müller nimmt die Zuschauer:innen mit in die Ukraine, wo sie zurückgelassene Haustiere rettet und ZSK-Sänger Joshi spricht über die Gründung der Jugendinitiative “Kein Bock auf Nazis”.

Folge 3: #Neuland – Die digitale Revolution

Die dritte Episode widmet sich der Digitalisierung, mit der Millennial Punks aufgewachsen sind. Egal, ob ICQ, MySpace, Facebook, Instagram oder TikTok: Die Sozialen haben Gleichgesinnte unabhängig von ihren Wohnorten zusammengebracht und auch Bands vollkommen neue Möglichkeiten eröffnet. Die Herausgeber:innen der beiden wichtigsten Punk-Magazine Ox und Plastic Bomb erzählen, inwiefern die Printkrise ihre Arbeit verändert hat und WIZO-Sänger Axel erklärt, warum seine Band von illegalen Downloads sogar profitiert hat. Schrottgrenze-Sängerin Saskia Lavaux spricht über die Schattenseiten von Social Media und den Hass im Netz.

Folge 4: #Fortschritt – Neue Genres & Feminismus

Der vierte Teil der Reihe steht im Zeichen der Veränderung. Früher war es undenkbar, Punk und Hip Hop zu mögen – inzwischen sind linke Rap-Acts wie die Antilopen Gang und SWISS & die Andern aus dem Line-up großer Punk-Festivals nicht mehr wegzudenken. Folge 4 zeigt eine Subkultur, die längst nicht mehr nur mit dem Finger auf gesamtgesellschaftliche Missstände zeigt, sondern auch den Sexismus, die Diskriminierung und die Queer-Feindlichkeit in den eigenen Reihen reflektiert. So spricht Rapperin FINNA im Interview über ihre Punksozialisation, “Homo Punk History”-Autor Philipp Meinert und Fat Mike – Sänger der legendären US-Punkband NOFX – beleuchten die queere Seite der Subkultur und #punktoo-Aktivistin Ronja Schwikowski sowie Musikerinnen verschiedener Punkbands werfen einen kritischen Blick auf die sexistischen Strukturen innerhalb der Punkszene.

Millennial Punk – Eine Subkultur in Zeiten der Digitalisierung

Die vierteilige Dokuserie “Millennial Punk – Eine Subkultur in Zeiten der Digitalisierung” ist eine Produktion von Nico Hamm (Produzent), Flo Wildemann (Producer), Diana Ringelsiep und Felix Bundschuh (Drehbuch und Regie) in Zusammenarbeit mit dem SWR. 4 x 45 Minuten, ab 28. Mai 2024 in der ARD Mediathek (https://1.ard.de/punk).

Informationen, kostenloses Bildmaterial und weiterführende Links unter http://swr.li/Millennial-punk-2024 (http://swr.li/millenial-punk-2024), im Pressedossier unter http://swr.li/millennial-punk-dossier-2024 und in der ard-zdf-box zum Downloaden https://share.ard-zdf-box.de/s/DybMmADdn99Not5

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Pressekontakt: Claudia Lemcke
Tel. 06131 929 33293
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Quellenangaben

Bildquelle: SÜDWESTRUNDFUNK / Millennial Punk – Eine Subkultur in Zeiten der Digitalisierung – Ab 27.05 in der / Zur Jahrtausendwende wuchs eine neue Generation von Punks heran, die sich selbst als Teil der Popkultur begriff und spätestens durch 9/11 stark politisiert wurde. “Millennial Punk” beleuchtet das vernachlässigte Kapitel einer totgesagten Subkultur. Der Vierteiler mit 69 Szene-Akteur:innen wie z. B. Die Toten Hosen, Broilers und der Antilopen Gang zeigt eine subversive Jugendbewegung.
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Textquelle: ARD Mediathek, übermittelt durch news aktuell
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