“Man kann mir auch mit einem Lächeln im Gesicht zu viel Geld aus der Tasche ziehen.” Kabel Eins-Reporter Peter Giesel …

Unterföhring:

Urlaub: die schönste Zeit des Jahres – bis zu dem Moment, wenn man das erste Mal übers Ohr gehauen wird. Seit zehn Jahren reist -Reporter Peter Giesel für “Achtung Abzocke – Urlaubsbetrügern auf der Spur” (neue Folgen ab 6. Juni immer donnerstags um 20:15 Uhr) mit seinem Team um die Welt und entlarvt Nepp und Gaunereien mit versteckter Kamera. Im Interview verrät der 56-Jährige, ob er privat eigentlich noch gerne verreist, welche Abzocke er besonders frevelhaft findet und warum gerade die Recherchen in Japan sein Herz so berührt haben.

“Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.” Bei Ihnen sind es Geschichten über Abzocke bei Eintrittskarten, Wucher in Restaurants und miese Geldwechselmaschen. Haben Sie überhaupt noch Lust, in den Urlaub zu fahren, Herr Giesel?

Peter Giesel: Das werde ich so oft gefragt! [lacht] Tatsache ist: Je mehr ich reise und je besser ich guten und schlechten Tourismus unterscheiden kann, desto mehr Lust habe ich darauf, andere Länder zu entdecken. Ich mache das inzwischen sogar lieber als noch vor dem Start von “Achtung Abzocke” vor zehn Jahren.

Was ist guter und was schlechter Tourismus?

Peter Giesel: Schlechter Tourismus ist aus meiner Sicht, wenn etwas, für das man als Tourist bezahlt, sein Geld nicht wert ist oder eine Leistung erst gar nicht erbracht wird. Andersherum gibt es aber auch gewisse Tourismuskulturen, in denen man dem Gast noch mehr zugewandt ist und nicht nur als wandelnde Geldbörse gesehen wird.

Eines der Reiseziele der neuen Staffel von “Achtung Abzocke” ist Vietnam, das als eines der sichersten Reiseländer Asiens gilt. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Peter Giesel: An diesem Nimbus möchte ich auch gar nicht rütteln. Wir suchen bei “Achtung Abzocke” ja auch nicht nach Straftaten, sondern wir thematisieren dreiste Tricks, mit denen man sich unfair an Touristen bereichert. Zum Beispiel haben wir in einem Küstenort ein fantastisches Seafood-Restaurant gefunden, das inzwischen von zahlreichen anderen Lokalen kopiert wird. Wenn man sich dann dort mit dem Taxi hinfahren lässt, landet man nicht im Originalrestaurant, sondern in einem der vollkommen überteuerten – und qualitativ minderwertigeren – Abklatschlokale. Das ist eine ganz klassische Touristenfalle. Die muss man kennen – und die kann man nur kennen, wenn man unsere Sendung sieht.

Ihre Recherchen haben Sie in diesem Jahr auch nach Hawaii geführt. Da denkt man erstmal an Wellenreiten, Ukuleleklänge und Hula-Tanz…

Peter Giesel: Ich denke vor allem an meinen leeren Geldbeutel. Denn so teuer wie in Hawaii ist es gefühlt sonst nirgendwo auf der Welt. Und dann kommen die Abzocken noch dazu. Alleine, wenn man die falsche Inselrundfahrt macht, wird man wirklich viel Geld los …

Wie finden Sie denn diese Fälle von dreister Abzocke?

Peter Giesel: Je länger es “Achtung Abzocke” gibt, desto mehr Quellen haben wir. Ganz häufig erhalten wir Hinweise von unseren Zuschauerinnen und Zuschauern. Darüber hinaus scannen wir aber auch weltweit relevante Foren für sicheres Reisen. Übrigens bekommen wir nicht nur Hinweise von unserem Publikum, sondern häufig bedanken sich die Menschen auch bei uns für unsere Tipps. Mein Eindruck ist: “Achtung Abzocke” ist wie ein verfilmter Reiseführer, den die Menschen sich vor ihrer Abreise angucken, bevor sie in den Flieger steigen. Das finde ich fantastisch!

Gibt es Ihrer Erfahrung nach einen Abzocke-Klassiker, der einem im Urlaub immer widerfahren kann, unabhängig davon, wohin die Reise führt?

Peter Giesel: Ganz klar: Rundfahrten, und zwar völlig egal, wo die stattfinden – in Tokio, in Saigon, in Budapest, an der türkischen Riviera. Man bezahlt für eine Sightseeingtour, freut sich darauf und dann geht es von Verkaufsveranstaltung zu Verkaufsveranstaltung. Es soll Menschen geben, die auf sowas stehen, aber für alle anderen ist es einfach nur ein vergeudeter Urlaubstag. Und danach ist man häufig maßlos enttäuscht.

Paris ist in diesem Jahr auch eines Ihrer Reiseziele. Am 20. Juli starten dort die olympischen Sommerspiele. Worauf muss man achten, wenn man in dieser Zeit in die französische Hauptstadt reisen will?

Peter Giesel: Ich würde vor allem am Abend wieder zurückfahren, weil alles andere einfach unbezahlbar ist! [lacht] Man sollte sich echt sehr gut überlegen, ob eine Nacht im Hotel für den achtfach höheren Preis als üblich wirklich in Relation steht … Aber unabhängig davon haben wir zum Beispiel auch eine dreiste Abzocke in den Cafés rund um den Eiffelturm erlebt: Die Kellner geben sich dort selbst und ohne Rücksprache Trinkgeld – und zwar bis zu 25 Prozent! Und das ist umso frevelhafter, weil Trinkgeld in Frankreich ohnehin völlig unüblich ist!

Haben Sie selbst denn ein Lieblingsurlaubsland?

Peter Giesel: Ich fahre mit meiner Familie jedes Jahr einmal an den Gardasee und die Westküste der USA zieht mich auch schon seit Jahrzehnten in ihren Bann. Aber einer meiner neuen Lieblinge ist Japan, das ich für “Achtung Abzocke” das erste Mal bereisen durfte.

Peter Giesel unter Kirschblüten – ein schönes Bild…

Peter Giesel: Das stimmt! [lacht] Die Kirschblütenzeit haben wir zwar leider verpasst, aber Japan ist auch so ein wahnsinnig buntes, freundliches und emotional berührendes Land. Nichts, was Du in Japan siehst, lässt Dich kalt: weder die Freakshows in den Einkaufszentren noch die tollen Tempel, die so viel Ruhe ausstrahlen. Und die Menschen dort sind unfassbar höflich, zuvorkommend und zugewandt.

Und dennoch sind Sie auch dort abgezockt worden?

Peter Giesel: Absolut! Man kann mir auch mit einem Lächeln im Gesicht zu viel Geld für irgendwas aus der Tasche ziehen. Da habe ich zum Beispiel plötzlich in einer Karaokebar das Vier- bis Fünffache der angegebenen Preise gezahlt – und hatte vorher natürlich keine Ahnung. Und zu allem Überfluss konnte ich noch nicht mal mein Lied singen …

Und das wäre gewesen?

Peter Giesel: “Big in Japan” natürlich! [lacht]

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Quellenangaben

Bildquelle: Titel: Achtung Abzocke – Urlaubsbetrügern auf der Spur;
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Fotograf: Kabel Eins;
Dateiname: 2959529.jpg;
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