Grüne Jugend fordert Reichensteuer und Linksruck

Berlin: Angesichts drohender Verluste bei der Europawahl und eines Rechtsrucks in der Gesellschaft mahnt die Grüne Jugend eine Kurskorrektur der Ampel- und der Grünen an. “Es kann nicht sein, dass eine winzige auf Milliardenvermögen sitzt, während viele Kinder nicht mal ein warmes Mittagessen auf dem Tisch haben”, sagte Grüne-Jugend Bundessprecherin Svenja Appuhn der “Süddeutschen Zeitung”.

“Wir müssen in die Superreichen, also Multimillionäre und Milliardäre, stärker besteuern, die Erbschaftsteuer reformieren und Schlupflöcher schließen, um Ärmere zu entlasten und unsere Daseinsvorsorge endlich gut aufzustellen.”

Vor dem kleinen Parteitag der Grünen am in liefert die Jugendorganisation der Koalition und der Mutterpartei auch mit weiteren Forderungen Diskussionsstoff: “Die ökologischen und sozialen Probleme sind ja längst so groß, dass eine Schönheitskorrektur nicht mehr genug ist”, sagte Co-Bundessprecherin Katharina Stolla. “Unser Ziel ist es, die Daseinsvorsorge – Bereiche wie die Energie, Wasser- und Gesundheitsversorgung – wieder in öffentliche Hand zu überführen und große Wohnungskonzerne zu enteignen.”

Zu den Zielen der Jugendorganisation gehört auch eine Jobgarantie. “Wer in Deutschland arbeiten will, sollte die Möglichkeit bekommen, eine auf das Gemeinwohl ausgerichtete Beschäftigung zu bekommen”, sagte Stolla. Das aktuelle Wirtschaftssystem produziere immer wieder systematische Ungleichheit. “Der Kapitalismus ist aus der Zeit gefallen. Unser Ziel ist ein demokratischer Sozialismus”, so Stolla weiter.

Die Grüne Jugend gilt als Stimmungsbarometer und Kaderschmiede. Sie ist unabhängig, verfügt aber über enge Drähte in die Partei und die Klimabewegung. Führungskräfte der Jugendorganisation machen regelmäßig Karriere in der Mutterpartei. So war die aktuelle Grünen-Co-Chefin Ricarda Lang vor ihrem Wechsel in die Bundesspitze von 2017 bis 2019 Chefin der Grünen Jugend.

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