Blaulicht Polizei Bericht Hamburg: 240603-1. Mehr Sicherheit im Hamburger Hafen durch den Einsatz Künstlicher …

Hamburg:

Die Wasserschutzpolizei Hamburg geht neue Wege. Durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz werden die Beamtinnen und Beamten zukünftig bei der Erkennung von undeklarierten Gefahrgütern unterstützt. Die Entwicklung konnte maßgeblich im Rahmen des InnoTecHH Fonds des Amts für IT und Digitalisierung in der Senatskanzlei realisiert werden.

Im Hamburger Hafen wurden im letzten Jahr rund 7,7 Millionen Containereinheiten umgeschlagen. In diesen befinden sich nahezu alle erdenklichen Waren, die weltweit per Schiff transportiert werden. Dazu zählen auch Stoffe, die als Gefahrgüter gelten und vorschriftsmäßig deklariert werden müssen.

Bei den Vorkontrollen, die bisher manuell und aufgrund der großen Anzahl an Containern stichprobenartig erfolgten, stellten die Polizistinnen und Polizisten der Wasserschutzpolizei wiederkehrend fest, dass nicht alle Gefahrgüter, die über den Hamburger Hafen befördert wurden, entsprechend der geltenden Bestimmungen als solche klassifiziert und deklariert worden waren.

Nun konnte eine auf Künstliche Intelligenz (KI) basierende Lösung entwickelt werden. Diese erstellt mittels Algorithmen Empfehlungen für zu kontrollierende Container im Im- und Export.

Anhand der durch die KI erstellten Vorschlagslisten überprüfen die Wasserschutzpolizistinnen und Wasserschutzpolizisten die identifizierten Ladungseinheiten.

Der Einsatz dieser Software kann also undeklariertes Gefahrgut in Containern effizienter aufdecken. Somit wird neben der Sicherheit für den Hamburger Hafen auch die Sicherheit aller an den Beförderungsketten Beteiligten signifikant erhöht.

Staatsrat Jan Pörksen, Chef der Senatskanzlei:

“Der InnoTecHH Fonds bringt Innovation in die Stadt Hamburg und schafft so einen Mehrwert für Beschäftigte sowie Bürgerinnen und Bürger. Mit der KI-Unterstützung zur Deklaration von Gefahrgütern konnten wir gemeinsam mit der den ersten Piloten erfolgreich in das Tagesgeschehen überführen. Ich freue mich, dass wir mit dieser Lösung die Wasserschutzpolizei dabei unterstützen können, für mehr Sicherheit im Hafen zu sorgen. Das kommt der ganzen Stadtgesellschaft zugute.”

Dazu Olaf Hagenloch, stellvertretender Leiter der Wasserschutzpolizei Hamburg:

“Viele von uns haben den schweren Brand eines Containerschiffes im Jahr 2016 noch vor Augen, als die zahlreichen Einsatzkräfte über mehrere Tage das Feuer an Bord versuchten zu löschen. Die Ursache des Brandes waren undeklarierte Gefahrgüter. Dies zeigt, wie wichtig es ist, Gefahrgüter für den sicheren Transport auch als solche zu deklarieren. Durch die KI-Unterstützung haben meine Kolleginnen und Kollegen nun ein innovatives Tool an die Hand bekommen, welches sowohl ihre eigene als auch die Sicherheit des Hafens insgesamt deutlich erhöht. Dafür bin ich sehr dankbar.”

Mit dem InnoTecHH Fonds unterstützt die Senatskanzlei Hamburg Behörden dabei, Innovationsideen mit einem KI-Fokus zu erproben und umzusetzen. Die Ideen stammen dabei von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst. Ziel ist es, agil und niedrigschwellig einen spürbaren Mehrwert für Beschäftigte der Hamburger Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Dafür stellt das Amt für IT und Digitalisierung seit Anfang 2023 Fördermittel und Know-how zur Verfügung.

Mehr zum InnoTecHH Fonds: digital.hamburg.de/digitale-stadt/innotechh-644652

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Hamburg
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Quellenangaben

Textquelle: Polizei Hamburg, übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6337/5792313

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