Arbeitgeberpräsident fordert mehr Lohnabstand

: Die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) hält den Sozialstaat in Deutschland für zu üppig. “Wir haben mit den Sozialleistungen in den letzten Jahren einfach übertrieben. Das muss korrigiert werden”, sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

Insbesondere fordert der BDA einen größeren Abstand zwischen Menschen mit niedrigem Lohn und Bürgergeldempfängern: Dieser Abstand sei “zu niedrig und schrumpft mit jeder Bürgergelderhöhung weiter”, so Dulger. “Der Abstand ist so gering, dass viele nicht mehr das Gefühl haben, dass sich noch lohnt.” Mit dem von der Ampel- eingeführten Bürgergeld sei Deutschland einen Schritt in die falsche Richtung gegangen: “Deutschland ist mit dem Bürgergeld auf dem Weg in Richtung bedingungsloses Grundeinkommen. Ich fordere deshalb eine Grundsanierung des Systems.”

So müsse die etwa einen jährlichen Bericht über die Finanzierung der Sozialsysteme vorlegen: “Meine klare Erwartung ist, dass die Bundesregierung einen jährlichen Bericht darüber ablegen muss, wie nachhaltig die fünf Sozialversicherungen finanziert sind”, forderte der Verbandspräsident. “Dieser müsste dann im debattiert werden.” Es gebe so viele Berichte, aber keinen über die sozialen Sicherungssysteme. “Die Politiker haben Angst um ihre Wiederwahl, wenn sie dieses Thema anfassen”, so Dulger.

Quellenangaben

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch dts Nachrichtenagentur
Bildhinweis: Bauarbeiter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Kontakt:

Newsroom: dts Nachrichtenagentur
Pressekontakt: Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Mansfelder Straße 56

06108 Halle (Saale)

Deutschland

Arbeitgeberpräsident fordert mehr Lohnabstand

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur
×