MDR-Doku zum 15. Jahrestag des Unglücks von Nachterstedt

Leipzig:

„Der Osten – Entdecke, wo du lebst: Ein Erdrutsch und die langen Folgen – Der Concordiasee“ spürt dem Drama von 2009 nach, als ein Erdrutsch Menschen und Häuser in die Tiefe eines Tagebaurestlochs riss. Zu sehen ist die MDR-Doku bereits jetzt in der ARD Mediathek (https://ots.de/f7p74g) sowie am Dienstag, 16. Juli, um 21.00 Uhr im MDR-Fernsehen.

Auf den ersten Blick wirkt der Concordiasee wie ein perfektes Sommeridyll. Doch die Spuren des 18. Juli 2009 sind immer noch deutlich zu sehen. Über Nacht wurde das Erholungsgebiet zum Schauplatz einer Katastrophe: 4,5 Millionen Kubikmeter Erdreich rutschten auf der Nachterstedter Seite in den See. Ein zweistöckiges Wohnhaus und eine Haushälfte wurden in den Abgrund gerissen. Drei Menschen starben und 41 Anwohner verloren ihr Zuhause.

Zehn lange Jahre blieb der Concordiasee gesperrt. Von Beginn der Katastrophe an begleiteten Kamerateams des MDR die Anwohner und Gutachter vor Ort und dokumentierten den mühsamen Weg der Aufarbeitung und des Neuanfangs. 15 Jahre nach dem Unglück blickt die Sendereihe „Der Osten – Entdecke, wo du lebst“ mit diesem Film auf die Veränderungen an einem Ort, der heute nicht mehr nur für Leid und Verlust steht, sondern auch für Hoffnung und Neuanfang.

„Zum 15. Jahrestag dokumentiert der Film nicht nur das tragische Ereignis, sondern zeigt vor allem, wie der Erdrutsch die Menschen rund um den See noch auf Jahrzehnte beschäftigen wird. Unser Team hat vor Ort einen tollen Gemeinschaftsgeist erlebt“, sagt Christina Herßebroick, Hauptredaktionsleiterin Gesellschaft beim MDR.

Bei sommerlichen Temperaturen lassen die Mitglieder des Wassersportvereins Seeland Harz e.V. ihre Segelboote über das Wasser gleiten, Spaziergänger genießen den Blick auf den See bei einer Tasse Kaffee. Doch die Spuren des 18. Juli 2009 sind nicht zu übersehen: Auf der gegenüberliegenden Seite zeugen Narben im Erdreich von der ungeheuren Naturgewalt.

Monika und Hans Fraust werden die Erinnerungen an den Erdrutsch niemals vergessen. In der Siedlung am Ring wohnten sie damals dem Abgrund am nächsten. Bis zum Unglück lebten sie hier ihren Traum vom Haus am Wasser. Große Pläne waren mit dem See im Vorharz verbunden: Er sollte Touristen anlocken und den Anwohnern eine neue Perspektive bieten. Doch der Erdrutsch machte diese ehrgeizigen Pläne zunichte. In jener Nacht gelang es Monika und Hans Fraust gerade noch rechtzeitig, ihr Haus zu verlassen, bevor es für immer unbewohnbar wurde.

Bis heute ist das komplette Seeufer von Nachterstedt gesperrt. Nur auf der Seite von Schadeleben, das der Unglücksstelle gegenüberliegt, ist das Ufer vor fünf Jahren wieder freigegeben worden. Wie es auf der Nachterstedter Seite weitergeht? Um diese Frage zu beantworten, nehmen Mitarbeiter der LMBV, der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft, das Filmteam mit in die gesperrte Zone.

„Der Osten – Entdecke, wo du lebst: Ein Erdrutsch und die langen Folgen – Der Concordiasee“ ist eine Produktion von TopTen TV für den MDR.

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Bildquelle: Luftbild: Zerstörte Häuser nach dem Erdrutsch am 18. Juli 2009 / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7880 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.
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