
Berlin () – FDP-Fraktionschef Christian Dürr hat gefordert, das Wachstumspaket der Ampelkoalition noch vor Beschluss des Bundeshaushalts Ende November komplett umzusetzen. „Ich erwarte, dass wir die Wachstumsinitiative, die wir in der Koalition verabredet haben, eins zu eins umsetzen“, sagte Dürr dem „Handelsblatt“. Da müssten alle Bundesminister liefern. „Die Gesetze müssen vor dem Beschluss des Haushalts durch den Bundestag, damit sie zügig in Kraft treten.“
Den Streit um das Rentenpaket II hält der FDP-Fraktionschef für lösbar. „Sicherlich wird es bei den parlamentarischen Verhandlungen noch technische Änderungen geben“, sagte Dürr. „Darüber reden wir jetzt in den Koalitionsfraktionen.“ Zusammen mit dem von Finanzminister Christian Lindner (FDP) vorgelegten Reformplan für die private Alterssicherung könne es „ein gutes Paket“ werden. „Nichtstun ist jedenfalls keine Option. Dann steigen die Rentenbeiträge erst recht.“ Ein Scheitern der Ampelkoalition an der Rentenpolitik erwartet der FDP-Politiker jedoch nicht.
Dürr erklärte die Wirtschaftsreformen zu einer Frage der nationalen Sicherheit. „Über ein wirtschaftlich schwaches Europa freut sich zuerst Russlands Präsident Wladimir Putin“, sagte er. „Wir müssen stark sein, gerade in diesen Zeiten, in denen wir geopolitisch herausgefordert werden.“ Die ökonomische Stärke sei unmittelbar mit der geopolitischen Stärke verbunden. Auf die Frage, ob die FDP trotz der internationalen Krisen die Ampelkoalition infrage stellen könnte, antwortete Dürr: „Unverantwortlich wäre es, die Hände in den Schoß zu legen und nichts für unsere Wirtschaftsstärke und damit unsere Sicherheit zu tun.“
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Christian Dürr (Archiv) |
- Litauen mahnt europäischen "Plan B" für Sicherheit an - 7. Februar 2026
- Weniger Lebensmittelkontrollen wegen Personalmangels - 7. Februar 2026
- Hagel warnt Union: "Leute nicht vor den Kopf stoßen" - 7. Februar 2026
