
Berlin () – Der Start der elektronischen Patientenakte (ePa) verläuft laut offizieller Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) positiv – trotz immer mehr Widersprüchen von Versicherten.
„Wir sehen eigentlich die Situation als gut an“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Freitag auf Anfrage der . Der Minister rechne weiterhin mit dem bundesweiten „Rollout“ im März oder April. Erst wenn die elektronische Patientenakte sicher laufe, werde sie auch bundesweit eingesetzt.
Zuvor hatten die AOKs mitgeteilt, dass die Widerspruchsquote bei den dort Versicherten aktuell bei 3,8 Prozent liege – das dürfte etwa einer Million Menschen in Deutschland entsprechen. Anfang Januar lag die Quote noch bei 2,7 Prozent. Da die anderen Krankenkassen ähnliche Zahlen melden, rechnen Experten mit aktuell vermutlich etwa drei Millionen Widersprüchen.
Das Bundesgesundheitsministerium hat nach eigenen Angaben keine Erwartung, wie viele Versicherte in den nächsten Wochen und Monaten noch Widerspruch einlegen. „Darüber möchte ich nicht spekulieren“, sagte die Sprecherin am Freitag.
Datenschützer warnen seit Langem unter anderem davor, dass die Elektronische Patientenakte durch die zentrale Speicherung von sensiblen Gesundheitsdaten ein begehrtes Ziel für Hackerangriffe sein könnte. Das Gesundheitsministerium versichert, alles für die Sicherheit zu tun und verweist auf Vorteile, wie beispielsweise einen besseren Überblick über Gesundheitsdaten für Ärzte und Patienten und weniger Doppeluntersuchungen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Gesundheitsministerium (Archiv) |
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