
Freiburg () – In der Debatte, ob sich Deutschlands Verteidigungsfähigkeit nur über die Rückkehr zur Wehrpflicht sichern lässt, bezieht nun auch Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa klar Stellung für Freiwilligkeit. Zugleich fordert sie, den freiwilligen Wehrdienst in ein neues Optionsmodell mit Zivil- und Sozialdienst einzubetten.
„Die Zahl derer, die sich für einen freiwilligen Wehrdienst entscheiden, wird nur dann ausreichend schnell steigen, wenn das Konzept des neuen freiwilligen Wehrdienstes als integraler Bestandteil eines freiwilligen Gesellschaftsjahrs für alle gestaltet wird“, schreibt Welskop-Deffaa in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochausgabe).
„Es braucht einen Rechtsanspruch auf Förderung jeder Freiwilligenvereinbarung. Es braucht ein staatlich finanziertes Freiwilligengeld, das für Wehrdienstleistende als Sold nicht höher ist als für Freiwilligendienstleistende im Altenheim“, forderte sie. „Und es braucht eine auffordernde Einladung und eine Beratung aller Schulabgänger zu den drei Säulen, die das Gesellschaftsjahr tragen.“
Aus Sicht der Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes verdienen ein Engagement für die äußere Sicherheit und ein Engagement für die soziale Sicherheit gleiche politische und gesellschaftliche Wertschätzung. Sie warnt davor, die „alten Hierarchien“ zwischen Wehrdienst und „Ersatzdienst“ wiederzubeleben. Wenn sich Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) und Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zusammensetzten „und im Bundeshaushalt 2025 die Weichen für eine auskömmliche Finanzierung aller Freiwilligendienste“ stellten, „dann kann für den Schutz unserer Freiheit Freiwilligkeit zur attraktiven Zauberformel werden“.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeswehr-Soldat mit G36 (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?
Die vollständigen Namen der im Artikel vorkommenden Personen sind:
Eva Welskop-Deffaa, Karin Prien, Boris Pistorius.
Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?
Caritas, Deutscher Caritasverband, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Bundesfamilienministerium, Karin Prien (CDU), Bundesverteidigungsministerium, Boris Pistorius (SPD)
Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?
Nicht erwähnt
An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?
Freiburg, Deutschland
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa plädiert in einem Gastbeitrag für die Freiwilligkeit im Wehrdienst und schlägt vor, diesen in ein umfassendes Gesellschaftsjahr mit Zivil- und Sozialdienst zu integrieren, um die Zahl der Freiwilligen zu steigern und die Wertschätzung für beide Bereiche zu fördern.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Hintergrund für das beschriebene Ereignis ist die Debatte über die Sicherung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands, insbesondere die Frage, ob die Rückkehr zur Wehrpflicht notwendig ist oder ob ein Konzept für freiwilligen Wehrdienst, eingebettet in ein Gesellschaftsjahr, effektiver sein könnte. Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa plädiert für die Gleichwertigkeit von sozialem und militärischem Engagement und fordert eine strukturelle Neugestaltung und Finanzierung dieser Freiwilligendienste.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Im Artikel äußert sich Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa klar für die Freiwilligkeit des Wehrdienstes und schlägt vor, diesen in ein neues Modell mit Zivil- und Sozialdiensten zu integrieren. Sie fordert eine gleichwertige gesellschaftliche Wertschätzung dieser Dienste sowie die notwendige finanzielle Unterstützung durch den Staat.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:
Steigende Zahl der freiwilligen Wehrdienstleistenden, Einbettung des freiwilligen Wehrdienstes in ein Optionsmodell, Rechtsanspruch auf Förderung von Freiwilligenvereinbarungen, staatlich finanziertes Freiwilligengeld, politische und gesellschaftliche Wertschätzung beider Engagements, Vermeidung der Wiederbelebung alter Hierarchien, auskömmliche Finanzierung aller Freiwilligendienste.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa zitiert. Sie spricht sich für die Freiwilligkeit des Wehrdienstes aus und fordert, diesen in ein neues Optionsmodell mit Zivil- und Sozialdienst einzubetten. Welskop-Deffaa betont, dass Engagement für äußere und soziale Sicherheit gleichwertig behandelt werden sollte und verlangt eine staatliche Förderung von Freiwilligendiensten.
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