Chemische Industrie will stärkeren Fokus auf Wasserstraßen-Ausbau

Chemische Industrie will stärkeren Fokus auf Wasserstraßen-Ausbau

Berlin () – Der Verband der chemischen Industrie (VCI) fordert in einem verkehrspolitischen Grundsatzpapier einen stärkeren Fokus auf den Ausbau der Wasserstraßen. Das zwölfseitige Schreiben geht den Abgeordneten des Verkehrsausschusses des Bundestags zu, wie die „Mediengruppe “ berichtet.

„Alle Verkehrsträger sind für die Chemie- und Pharmaunternehmen unverzichtbar und sollten in Bezug auf ihre gleichermaßen gefördert werden.“ Auf allen Verkehrswegen würden steigende Transportmengen der chemischen Industrie prognostiziert. „Im Fokus der Investitionen dürfen nicht nur Schienen und Straßen stehen – auch in die Wasserstraßen muss verstärkt investiert werden. Für die Chemie bleiben die Wasserstraßen auch in Zukunft ein unverzichtbarer Transportweg, der laut Verkehrsprognose um ein Drittel stärker genutzt wird als heute“, schreibt der VCI.

Im Koalitionsvertrag werden dem Thema Wasserstraße in der Tat gerade mal acht Zeilen gewidmet. „Die Wasserstraße bietet große Chancen und Potenziale für die Zukunft“, so der VCI. „Damit die Chemie die Vorteile von Binnenschiffstransporten voll und in Zukunft noch stärker nutzen kann, müssen sie leistungsfähig und zuverlässig sein. Die Verlässlichkeit von Binnenschiffstransporten leidet heute unter Einschränkungen durch Niedrigwasser, besonders am Rhein, und unter der stark sanierungsbedürftigen Infrastruktur der Kanäle.“

Der VCI fordert „die Modernisierung des Westdeutschen Kanalnetzes mit Sanierung und Ausbau der Schleusen“. Darüber hinaus müssten Kapazitäten zur Entgasung von Tankschiffen und zusätzliche moderne Umschlagpunkte für die Überführung vom Wasser auf Straße und Schiene geschaffen werden. Finanzielle Förderung wünscht man sich zur „Unterstützung und Beschleunigung der Investitionen in Bau und Beschaffung konstruktiv optimierter, niedrigwassertauglicher Binnenschiffe“.

Generell hofft der VCI auf die Gelder des Infrastrukturvermögens. Allerdings müssten die auch korrekt eingesetzt werden. Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des VCI, sagte der Zeitung: „Das Sondervermögen darf nur für zusätzliche Investitionen in die Modernisierung der Verkehrswege genutzt werden. Keinesfalls dürfen diese Gelder regulär eingeplante Haushaltsmittel ersetzen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Durchfahrtsverbot an einem Fluss (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

Verband der chemischen Industrie (VCI), Verkehrsausschuss des Bundestags, Mediengruppe Bayern

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

Nicht erwähnt

An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

Berlin, Rhein, Westdeutsches Kanalnetz

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Der Verband der chemischen Industrie fordert in einem Grundsatzpapier, den Ausbau der Wasserstraßen zu stärken, um den zunehmenden Transportbedarf der Branche zu decken und die Verlässlichkeit von Binnenschiffstransporten zu verbessern.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Auslöser für das Ereignis ist die wachsende Notwendigkeit des Verbands der chemischen Industrie (VCI), auf die steigenden Transportmengen und die unzureichende Infrastruktur der Wasserstraßen aufmerksam zu machen. Besonders durch aktuelle Einschränkungen wie Niedrigwasser am Rhein und sanierungsbedürftige Kanäle sieht der VCI die Notwendigkeit, den Ausbau und die Modernisierung der Wasserstraßen zu fordern, um die Zukunft des Transportwegs Binnenschiff zu sichern.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Der Verband der chemischen Industrie (VCI) hat im Rahmen eines Grundsatzpapiers die politische Diskussion über den Ausbau der Wasserstraßen angestoßen, indem er eine stärkere Förderung dieser Infrastruktur einfordert. Trotz der geringen Berücksichtigung im Koalitionsvertrag betont der VCI die Bedeutung der Wasserstraßen für den Transportsektor und fordert Investitionen zur Modernisierung und Erweiterung der bestehenden Infrastruktur.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:

- steigende Transportmengen der chemischen Industrie,
- Wasserstraßen werden unverzichtbar,
- prognostizierte um ein Drittel höhere Nutzung der Wasserstraßen,
- steigende Anforderungen an die Verlässlichkeit von Binnenschiffstransporten,
- Einschränkungen durch Niedrigwasser,
- modernisierte Infrastruktur notwendig,
- Sanierung und Ausbau von Schleusen gefordert,
- Schaffung moderner Umschlagpunkte,
- finanzielle Förderung für Investitionen gewünscht,
- Einsatz von Infrastrukturmitteln muss korrekt erfolgen.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Verbands der chemischen Industrie (VCI) zitiert. Der Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup äußert, dass das Sondervermögen für die Modernisierung der Verkehrswege genutzt werden sollte und keinesfalls regulär eingeplante Haushaltsmittel ersetzen darf.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur