Wadephul setzt weiter auf Verhandlungslösung mit dem Iran

Wadephul setzt weiter auf Verhandlungslösung mit dem Iran

Berlin () – Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) setzt weiter auf eine Verhandlungslösung mit dem Iran und verurteilt den Angriff der USA auf iranische Nuklearanlagen nicht.

„Die deutsche Position ist, wir brauchen jetzt endlich Verhandlungen“, sagte Wadephul am Sonntag der ARD. „Ich hoffe, dass der Iran die Dringlichkeit erkennt. Es gibt jede Möglichkeit, diesen Konflikt friedlich und im Einigungswege zu beenden. Wir brauchen dazu eine iranische Bereitschaft, bis zum jetzigen Zeitpunkt gibt es sie bedauerlicherweise nicht.“ Am Freitag hatte sich Wadephul noch mit dem iranischen Außenminister zu Gesprächen in Genf getroffen.

Zu der völkerrechtlichen Zulässigkeit des Angriffs insgesamt und dem Beschuss von Anlagen, die grundsätzlich nach der UN-Charta untersagt sind, will Wadephul sich nicht festlegen. „Wir haben die Aussage des Iran und der Atomenergiebehörde, dass keine Strahlung in einem messbaren Umfang ausgetreten ist. Wir wollen hoffen, dass es dabei bleibt.“

Der iranische Vize-Außenminister Majid Takht-Ravanchi verwies auf eine rein zivile Nutzung des Programms und darauf, dass momentan keine Gesprächsgrundlage gegeben sei. „Es ergibt überhaupt keinen Sinn, weiterzuverhandeln“, sagte er dem TV-Sender. „Wir wollen keine Gespräche, nur um der Gespräche willen.“

Linken-Chef Jan van Aken nennt das Vorgehen der USA und einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. „Das, was Washington da macht, ist genauso völkerrechtswidrig, das drückt die UN-Charta genauso in die Tonne wie das, was Russland in der macht.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Johann Wadephul (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

CDU, ARD, Iran, UN, Atomenergiebehörde, Majid Takht-Ravanchi, USA, Israel, Jan van Aken, Russland

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

Nicht erwähnt.

An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Genf.

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Bundesaußenminister Johann Wadephul plädiert für Verhandlungen mit dem Iran und verurteilt den US-Angriff auf iranische Nuklearanlagen nicht, während der Iran eine weitere Verhandlungsbasis als sinnlos erachtet und die Linke die Aktionen der USA als völkerrechtswidrig kritisiert.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Hintergrund des Ereignisses ist die anhaltende Spannungen zwischen dem Iran und den USA, insbesondere aufgrund des iranischen Nuklearprogramms. Bundesaußenminister Johann Wadephul setzt auf Verhandlungen zur Lösung des Konflikts, während der iranische Vize-Außenminister betont, dass es keine Gesprächsgrundlage gibt. Wadephul äußert sich auch zur völkerrechtlichen Zulässigkeit des US-Angriffs auf iranische Nuklearanlagen, ohne eine klare Position zu beziehen.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Im Artikel wird berichtet, dass Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) weiterhin auf Verhandlungen mit dem Iran setzt und den US-Angriff auf iranische Nuklearanlagen nicht verurteilt. Gleichzeitig kritisiert Linken-Chef Jan van Aken den Angriff als völkerrechtswidrig und vergleicht ihn mit dem Vorgehen Russlands in der Ukraine.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: keine iranische Bereitschaft zu Verhandlungen, möglicherweise keine Gesprächsgrundlage, völkerrechtswidriger Angriffskrieg, ähnliche völkerrechtswidrige Handlungen wie bei Russland in der Ukraine.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zitiert. Er betont, dass Deutschland auf eine Verhandlungslösung mit dem Iran setzt und äußert die Hoffnung, dass der Iran die Dringlichkeit dieser Gespräche erkennt. Wadephul kritisiert den Mangel an Bereitschaft auf iranischer Seite zurzeit.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur
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