AOK gegen verpflichtende Pflegezusatzversicherung

AOK gegen verpflichtende Pflegezusatzversicherung

() – Die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann, hat sich gegen Leistungskürzungen und eine verpflichtende Zusatzversicherung in der Pflege ausgesprochen.

„Ich habe mit dieser Kombination aus Empfehlung einer Zusatzversicherung und Androhung von Leistungskürzungen im bestehenden System Probleme“, sagte Reimann dem Tagesspiegel. Bei einer verpflichtenden Zusatzversicherung stelle sich die Frage nach dem nötigen Sozialausgleich, „für den es auch wieder Steuermittel bräuchte“, sagte Reimann.

Das bisher vorgeschlagene Versicherungsmodell beziehe sich nur auf einen winzigen Ausschnitt des Pflegegeschehens, nämlich die Eigenanteile in Heimen. „Das würde die Absicherung im Alter sicher nicht spektakulär voranbringen“, erklärte die Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes.

Reimann sprach sich auch dagegen aus, in der sozialen Pflegeversicherung eine Karenzzeit einzuführen, womit Pflegebedürftige im ersten Jahr keine Leistungen erhalten würden. Damit stelle man das gesamte Leistungsversprechen der Versicherung infrage. „20 Prozent der Menschen, die einen Pflegegrad bekommen, sterben bereits im ersten Jahr – sie würden also einzahlen, ohne jemals eine Leistung zu erhalten“, so Reimann.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

AOK-Bundesverband, Tagesspiegel

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

Nicht erwähnt

An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?

Berlin

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Carola Reimann, die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, lehnt Leistungskürzungen und eine verpflichtende Zusatzversicherung in der Pflege ab, da sie deren soziale Implikationen und negativen Auswirkungen auf die Versicherten kritisiert.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Hintergrund für das beschriebene Ereignis ist die Diskussion über Leistungskürzungen und die Einführung einer verpflichtenden Zusatzversicherung in der Pflege. Carola Reimann kritisiert diese Vorschläge, da sie der Meinung ist, dass sie soziale Ungleichheiten verstärken und nicht ausreichend auf die realen Bedürfnisse der Pflegebedürftigen eingehen. Sie weist darauf hin, dass viele Menschen, die Anspruch auf Pflegeleistungen haben, bereits im ersten Jahr sterben, was die Fairness solcher Regelungen infrage stellt.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Im Artikel äußert sich Carola Reimann, die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, kritisch zu vorgeschlagenen Leistungskürzungen und einer verpflichtenden Zusatzversicherung in der Pflege, da diese nicht den nötigen sozialen Ausgleich bieten und lediglich einen kleinen Teil des Pflegegeschehens abdecken würden. Sie warnt zudem vor der Einführung einer Karenzzeit, die das Leistungsversprechen der sozialen Pflegeversicherung infrage stellen könnte.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Leistungskürzungen, verpflichtende Zusatzversicherung, fehlender Sozialausgleich, notwendige Steuermittel, unzureichende Absicherung im Alter, Infragestellung des Leistungsversprechens der Versicherung, Pflegebedürftige ohne Leistungen im ersten Jahr, finanzielle Belastung für Pflegebedürftige, potenzieller Verlust für 20 Prozent der Pflegebedürftigen.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Carola Reimann, der Vorstandsvorsitzenden des AOK-Bundesverbandes, zitiert. Sie spricht sich gegen Leistungskürzungen und eine verpflichtende Zusatzversicherung in der Pflege aus und äußert Bedenken bezüglich der sozialen Ungerechtigkeit, die damit verbunden wäre. Reimann betont, dass eine Karenzzeit in der sozialen Pflegeversicherung das Leistungsversprechen infrage stelle und kritisiert, dass viele Pflegebedürftige im ersten Jahr sterben könnten, ohne jemals Leistungen zu erhalten.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur