
Berlin () – Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) sorgt mit seinen Äußerungen zum Genderverbot in seiner Behörde für Empörung.
Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, Sven Lehmann (Grüne), sagte der „Rheinischen Post“ (Dienstag): „Wenn es Kulturstaatsminister Weimer mit seinen Sonntagsreden über den Wert der Freiheit ernst meinen würde, dürfte er keine Sprachverbote verhängen.“
„Wer von `bevormundender Spracherziehung` spricht und im gleichen Atemzug gendergerechte Sprache verbietet, entlarvt sich selbst.“ Er ergänzte: „Es ist an der Zeit, dass Kulturstaatsminister Weimer sich seinen tatsächlichen Aufgaben als Kulturstaatsminister widmet, statt sich fortwährend, als Kulturkampf-Minister zu inszenieren.“
Janis Ehling, Bundesgeschäftsführer der Linken, sagte: „Weimer sollte schleunigst seine ideologische Agenda ablegen und eine neue Platte auflegen, wenn es ihm um die Wahrung der Kultur geht. Statt überall die Axt anzulegen, sollte er den Anspruch haben Kunst und Kultur zu fördern.“
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Es war mir bislang entgangen, dass Kulturstaatsminister Weimer in seiner Amtszeit bereits wesentliche kulturpolitische Fragen wie die Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Künstlerinnen und Künstler, die Sicherung der Marktchancen von Kulturunternehmen angesichts von Künstlicher Intelligenz, die kulturfreundliche Ausgestaltung des Steuerrechts und anderes mehr gelöst hat, sodass er nun Zeit hat, sich der Schreibweise in dienstlichen Schreiben seiner Behörde zu widmen.“
Weimer hatte der „Bild am Sonntag“ gesagt, dass im Kanzleramt in Briefen, E-Mails und Vermerken nicht gegendert werde – und dass erzwungenes Gendern eine Spaltung der Gesellschaft vertiefe.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wolfram Weimer (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?
Wolfram Weimer, Sven Lehmann, Janis Ehling, Olaf Zimmermann
Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?
Wolfram Weimer, Sven Lehmann, Grüne, Janis Ehling, Linke, Olaf Zimmermann, Deutscher Kulturrat, Kanzleramt.
Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?
Nicht erwähnt
An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?
Berlin
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sorgt mit seinen Äußerungen zum Genderverbot in seiner Behörde für Empörung, da Kritiker, darunter Sven Lehmann und Janis Ehling, ihm vorwerfen, kulturelle Belange zu vernachlässigen und Freiheit mit Sprachverboten zu untergraben.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Auslöser für die Empörung um Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sind seine Äußerungen zur Anwendung gendergerechter Sprache in seiner Behörde. Er äußerte sich gegen das Gendern und bezeichnete es als potenziell spaltend für die Gesellschaft. Dies zog Kritik von verschiedenen politischen Akteuren nach sich, die ihm vorwarfen, sich nicht auf wesentliche kulturpolitische Themen zu konzentrieren und stattdessen ideologische Positionen zu vertreten.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Die Reaktionen auf Kulturstaatsminister Wolfram Weimers Äußerungen zum Genderverbot waren stark negativ, wobei Politiker und Medien ihn dafür kritisierten, dass er sich eher auf Sprachverbote konzentriere, anstatt sich mit wichtigen kulturpolitischen Themen zu befassen. Sven Lehmann und Janis Ehling forderten ihn auf, seine ideologische Agenda abzulegen und sich stattdessen für die Förderung von Kunst und Kultur einzusetzen.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: Empörung über Weimers Äußerungen, Forderung nach einer Auseinandersetzung mit seinen Aufgaben, Kritik an seiner ideologischen Agenda, Vorwurf mangelnder Förderung von Kunst und Kultur, Hinweis auf unbehandelte kulturpolitische Fragen.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert. Sven Lehmann, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, äußert sich kritisch zu Wolfram Weimers Äußerungen und sagt, dass er keine Sprachverbote verhängen dürfe, wenn er den Wert der Freiheit ernst meine. Janis Ehling, Bundesgeschäftsführer der Linken, fordert Weimer auf, seine ideologische Agenda abzulegen und sich auf die Förderung von Kunst und Kultur zu konzentrieren.
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