
Mannheim () – Die neue Vorsitzende der Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI), Irene Bertschek, will die Schwerpunkte der Regierungskommission auf den Wettlauf bei Schlüsseltechnologien und Digitalisierung setzen.
„Wir müssen hier endlich einseitige Abhängigkeiten von den USA und China überwinden – aber auch genau überlegen, was dafür nötig ist, und was nicht“, sagte sie dem „Handelsblatt“. Die Digital-Ökonomin vom Mannheimer Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) löst an der Spitze der EFI Uwe Cantner ab, der turnusgemäß ausscheidet.
Bei KI sei Deutschland in der Forschung „nicht schlecht, aber andere laufen vorneweg“, mahnte sie. „Hier dürfen wir nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern müssen massiv etwa in Rechenzentren investieren.“ Es könne auch nicht angehen, dass sich Deutschland bei der Bewerbung um die AI Factories der EU national nicht abgestimmt habe – „das mindert unsere Chancen“. Ganz schlecht sei Deutschland auch darin, „unsere Datenschätze zu nutzen, weil wir die DSGVO viel strenger anwenden als etwa Finnland oder Dänemark.“
Bertschek begrüßte, dass die neue Regierung die gesamtwirtschaftlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigern will. „Aber es kommt natürlich darauf an, wofür das Geld ausgegeben wird. Wenn es in alte Technologie wie Verbrenner fließt, ist es innovationspolitisch verloren“, mahnte sie.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?
Irene Bertschek, Uwe Cantner
Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?
Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI), Handelsblatt, Mannheimer Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)
Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?
Nicht erwähnt
An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Mannheim, Deutschland.
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
Irene Bertschek, die neue Vorsitzende der Expertenkommission für Forschung und Innovation, fordert, die Schwerpunkte auf Schlüsseltechnologien und Digitalisierung zu legen, um einseitige Abhängigkeiten von den USA und China zu überwinden, und kritisiert Deutschlands mangelnde Koordination und Nutzung von Datenschätzen im internationalen Wettbewerb um KI und digitale Innovation.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Hintergrund des beschriebenen Ereignisses ist die Notwendigkeit, Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit in Schlüsseltechnologien und der Digitalisierung zu stärken, um einseitigen Abhängigkeiten von den USA und China entgegenzuwirken. Irene Bertschek betont die Dringlichkeit, in moderne Technologien und Infrastrukturen zu investieren, um im internationalen Vergleich nicht hinterherzuhinken.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Der Artikel beschreibt, dass die neue Vorsitzende der Expertenkommission für Forschung und Innovation, Irene Bertschek, mehr Investitionen in Digitalisierung und Schlüsseltechnologien fordert, um die Abhängigkeit von den USA und China zu reduzieren. Sie kritisiert zudem die mangelnde Koordination in der deutschen KI-Strategie und betont die Notwendigkeit, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sinnvoll einzusetzen, um Innovationen voranzutreiben.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: einseitige Abhängigkeiten von den USA und China, geringere Chancen bei der Bewerbung um die AI Factories der EU, Verlust potentialer Innovationen durch Investitionen in alte Technologien, unzureichende Nutzung von Datenschätzen in Deutschland.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Irene Bertschek, der neuen Vorsitzenden der Expertenkommission für Forschung und Innovation, zitiert. Sie betont, dass Deutschland einseitige Abhängigkeiten von den USA und China überwinden müsse und weist darauf hin, dass der Einsatz von Geldern für alte Technologien wie Verbrenner innovationspolitisch verloren sei.
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