
Berlin () – Das Patenschaftsnetzwerk Ortskräfte, das sich um langjährige afghanische Mitarbeiter der Bundeswehr, des Auswärtigen Amtes und des Entwicklungshilfeministeriums kümmert, hat schwere Vorwürfe gegen die schwarz-rote Koalition erhoben. Außenminister Johann Wadephul (CDU) müsse sich „unverzüglich und höchstpersönlich gegenüber der pakistanischen Regierung für einen sofortigen Stopp der Abschiebungen und für eine umgehende sichere Rückkehr aller abgeschobenen ehemaligen afghanischen Ortskräfte nach Pakistan einsetzen“, teilte die Initiative dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben) mit.
„Die Abschiebungen von dutzenden Afghanen mit deutschen Aufnahmezusagen von Pakistan nach Afghanistan sind das Resultat der zutiefst unverantwortlichen Politik der Bundesregierung“, so die Initiative. „Die pakistanische Regierung hatte in den vergangenen Monaten wiederholt angedroht, auch Afghanen mit deutschen Aufnahmezusagen nach Afghanistan abzuschieben, wenn diese nicht endlich nach Deutschland ausgeflogen werden.“ Trotz dieser Drohungen habe die Bundesregierung Ende Mai das für die Erteilung deutscher Visa nötige Behördenpersonal aus Pakistan abgezogen und keine Visa mehr erteilt.
Viele Ortskräfte mit deutschen Aufnahmezusagen warteten deshalb seit acht Monaten oder noch länger. „Eine Abschiebung in die Hände der Taliban bedeutete für viele von ihnen den Tod“, beklagte das Netzwerk. „In unseren Augen erfüllt das Verhalten der Bundesregierung mittlerweile die Straftatbestände der Aussetzung in einer hilflosen Situation und der unterlassenen Hilfeleistung.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Johann Wadephul (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?
Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Patenschaftsnetzwerk Ortskräfte, Bundeswehr, Auswärtiges Amt, Entwicklungshilfeministerium, schwarz-rote Koalition, Johann Wadephul (CDU), pakistanische Regierung, Bundesregierung, Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?
Nicht erwähnt
An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?
Berlin, Pakistan, Afghanistan
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
Das Patenschaftsnetzwerk Ortskräfte erhebt schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung und fordert von Außenminister Johann Wadephul ein sofortiges Eingreifen zur Stoppt der Abschiebungen afghanischer Ortskräfte aus Pakistan, nachdem zahlreiche Afghanen trotz deutscher Aufnahmezusagen dorthin zurückgeschickt wurden.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Das Ereignis steht im Zusammenhang mit den Abschiebungen afghanischer Ortskräfte aus Pakistan nach Afghanistan, die infolge einer als unverantwortlich wahrgenommenen Politik der deutschen Bundesregierung erfolgen. Es wird kritisiert, dass trotz Drohungen der pakistanischen Regierung und einer langen Wartezeit auf Visa, das zuständige Personal abgezogen wurde, was die Rückkehr der Ortskräfte gefährdet. Die Initiative fordert daher einen sofortigen Stopp der Abschiebungen und ein Eingreifen des Außenministers.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Im Artikel wird berichtet, dass das Patenschaftsnetzwerk Ortskräfte der schwarz-roten Koalition vorwirft, Verantwortungslosigkeit gegenüber afghanischen Ortskräften zu zeigen und fordert von Außenminister Johann Wadephul, sich persönlich für die Rückkehr der Abschiebungen nach Pakistan einzusetzen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass viele der betroffenen Afghanen seit Monaten auf Visa warten und eine Abschiebung in Afghanistan für sie lebensbedrohlich wäre.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Abschiebungen von Afghanen mit deutschen Aufnahmezusagen, drohende Abschiebungen durch die pakistanische Regierung, unzureichende Visa-Erteilung durch die Bundesregierung, Wartezeiten von Ortskräften seit acht Monaten oder länger, Gefahr des Todes bei Abschiebung in die Hände der Taliban, mögliche Straftatbestände der Aussetzung in einer hilflosen Situation und unterlassene Hilfeleistung.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird die Stellungnahme des Patenschaftsnetzwerks Ortskräfte zitiert. Die Initiative fordert Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf, sich „unverzüglich und höchstpersönlich“ für den Stopp der Abschiebungen und eine sichere Rückkehr der ehemaligen afghanischen Ortskräfte einzusetzen. Sie kritisiert die Bundesregierung und spricht von einer unverantwortlichen Politik, die zur Gefährdung vieler Ortskräfte führe.
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