SWR / Jobintegration Geflüchteter läuft im Südwesten besser als im Bundesdurchschnitt

SWR / Jobintegration Geflüchteter läuft im Südwesten besser als im Bundesdurchschnitt

Mainz:

SWR Dokumentation zieht Bilanz 10 Jahre nach Merkels „Wir schaffen das“

In und Baden-Württemberg fassen Geflüchtete deutlich besser Fuß auf dem Arbeitsmarkt als im Bundesdurchschnitt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung IAB, die dem SWR vorliegt.

Die Forschenden haben untersucht, wie sich die 2015 – auf dem Höhepunkt der großen Fluchtbewegung – nach Deutschland gekommenen Schutzsuchenden auf dem Arbeitsmarkt integrieren. Danach waren fünf bis acht Jahre nach dem Zuzug nach Deutschland bundesweit 55,94 Prozent der Flüchtlinge erwerbstätig. In Baden-Württemberg dagegen waren es 71,39 Prozent – der Spitzenwert in Deutschland. Auch Rheinland-Pfalz und Saarland liegen mit 62,51 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Vielen Kommunen im Südwesten fehlen nach eigenen Angaben Mittel zu Integration Geflüchteter. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des SWR in Zusammenarbeit mit den Landkreis- und Städtetagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. So stimmten 79 Prozent der teilnehmenden Kommunen der Aussage voll oder teilweise zu, dass bei Ihnen aktuell zur angemessenen Versorgung Geflüchteter mit Wohnraum fehlten. Im Bereich Schule bestätigten 58 Prozent der befragten Kommunen voll oder teilweise, dass hier Mittel wie etwa Geld, Räume oder Fachkräfte fehlten.

Diese Zahlen wurden für den Dokumentation „Geflüchtet – und was dann? 10 Jahre ‚Wir schaffen das'“ erhoben, die der SWR am Donnerstag, 21. August, um 21 Uhr zeigt. Für diesen Film haben die Autoren Thomas Schneider und Kai Diezemann an vielen Orten im Südwesten recherchiert, wie die Integration derer vorangekommen ist, die seit 2015 als Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Die Dokumentation trifft Menschen, die das Geschehen in unterschiedlichen Rollen erlebt haben: Kommunalpolitiker wie der Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd Richard Arnold oder der langjährige Landrat des Kreises Germersheim Fritz Brechtel; Flüchtlinge wie die syrische Familie Abo Rajabeh, die inzwischen deutsche Staatsbürger sind; Helfer wie die Familie Weber, die viele Jahre lang einen Mann aus Somalia in ihrem Haus aufgenommen hatten. Mit ihren Erfahrungen zeichnet der Film ein vielschichtiges Bild vom Gelingen und Scheitern der Integration, von Willkommenskultur und Fehlentwicklungen.

Nach der Ausstrahlung ist der Film in der ARD Mediathek zu sehen.

Foto auf www.ARD-foto.de

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Pressekontakt: Sibylle Schreckenberger
Tel. 06131 929 32755
sibylle.schreckenberger@SWR.de

Quellenangaben

Bildquelle: SWR GEFLÜCHET UND WAS DANN?, „10 Jahre „Wir schaffen das““, am Donnerstag (21.08.25) um 21:00 Uhr im SWR.
Es war ein großes Versprechen der damaligen Bundeskanzlerin: ,,Wir schaffen das“: Die drei Worte von Angela Merkel aus dem Sommer 2015 erregen bis heute viele Gemüter. In den Jahren 2015 und 2016 nahm Deutschland mehr als 1,2 Millionen Flüchtlinge und Asylsuchende auf. Zehn Jahre später geht die SWR Story der Frage nach, was denn seither geschafft wurde – und wie gut die Integration geflüchteter Menschen im Südwesten gelungen ist.
Familie Abo Rajabeh aus Syrien
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