DGB kritisiert Linnemann-Vorstoß gegen telefonische Krankschreibung

DGB kritisiert Linnemann-Vorstoß gegen telefonische Krankschreibung

Berlin () – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann ins gebrachte mögliche Abschaffung der telefonischen Krankschreibung scharf kritisiert.

„Das ist eine völlig haltlose Unterstellung ohne jede Grundlage und zeigt, dass der CDU-Generalsekretär keine Ahnung von der Lebensrealität arbeitender Menschen hat“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel dem Tagesspiegel. Linnemann verstehe seine Rolle falsch, wenn er sich an die Seite prominenter Arbeitgeberfunktionäre begebe und alle Beschäftigten unter Generalverdacht stelle, die telefonische Krankschreibung zu missbrauchen.

„Die telefonische Krankschreibung hat sich bewährt“, sagte Piel. Sie erleichtere die Gesundheitsversorgung, reduziere Stress und schütze vor Ansteckung in vollen Wartezimmern. „Das viel größere Problem ist doch, dass bei steigenden Arbeitsbelastungen immer mehr Beschäftigte häufig krank zur gehen und damit sich und andere gefährden“, sagte Piel. „Statt böswilliger Unterstellungen brauchen Beschäftigte , die ihre Verantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz ernst nehmen.“

Linnemann hatte sich am Rande einer Klausurtagung der CDU Rheinland-Pfalz am Mittwoch angesichts der steigenden Lohnnebenkosten für Reformen bei den Sozialversicherungen ausgesprochen. „Wir werden auch darüber reden, ob die telefonische Krankschreibung so sinnvoll ist oder ob man nicht sagt, wenn man krank ist, muss man zum Arzt gehen“, sagte der CDU-Politiker. Arbeitgeberverbandschef Steffen Kampeter hat sich wiederholt ebenfalls für eine Abschaffung ausgesprochen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), CDU, Carsten Linnemann, Anja Piel, Tagesspiegel, CDU Rheinland-Pfalz, Steffen Kampeter

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

Nicht erwähnt

An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

- Berlin
- Rheinland-Pfalz

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisiert die von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann geforderte Abschaffung der telefonischen Krankschreibung scharf und betont, dass diese sich bewährt hat, während Linnemann die Notwendigkeit reformistischer Maßnahmen im Sozialversicherungssystem anführt.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Auslöser für die Diskussion um die telefonische Krankschreibung war eine Äußerung von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, der im Kontext steigender Lohnnebenkosten Reformen im Gesundheitswesen forderte und die Wirksamkeit der telefonischen Krankschreibung infrage stellte. Dieser Vorschlag rief scharfen Widerspruch vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) hervor, der die Sichtweise als ungerechtfertigt und realitätsfern kritisierte.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann angestrebte Abschaffung der telefonischen Krankschreibung stark kritisiert und als unangemessene Unterstellung abgelehnt. Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied, betonte, dass die telefonische Krankschreibung sich bewährt habe und stattdessen die steigende Arbeitsbelastung das größere Problem darstellt.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die im Artikel genannten Folgen oder Konsequenzen sind:

Kritik am Vorschlag von Carsten Linnemann, Missverständnis der Lebensrealität arbeitender Menschen, Generalverdacht gegenüber Beschäftigten, Abschaffung der telefonischen Krankschreibung könnte Gesundheitsversorgung erschweren, erhöhte Stressbelastung, Ansteckungsgefahr in vollen Wartezimmern, steigende Arbeitsbelastungen führen dazu, dass immer mehr Beschäftigte krank zur Arbeit gehen, Gefährdung von sich und anderen, Bedürfnisse der Beschäftigten nach verantwortungsvollen Arbeitgebern in Bezug auf Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied, zitiert. Sie kritisiert die Überlegungen von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zur möglichen Abschaffung der telefonischen Krankschreibung als "völlig haltlose Unterstellung" und betont, dass diese Regelung sich bewährt hat, da sie die Gesundheitsversorgung erleichtert und Stress reduziert. Piel fordert stattdessen, dass Arbeitgeber ihre Verantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz ernst nehmen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur
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