Ramelow will nicht erneut Bundestagsmandat kandidieren

Ramelow will nicht erneut Bundestagsmandat kandidieren

Berlin () – Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) will bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr antreten. Diese Legislaturperiode werde seine letzte sein, sagte er dem „Interview der Woche“ der ARD. „Das war eindeutig und ganz klar. Es wird meine letzte Aufgabe im öffentlichen Raum als Parteivertreter, als Parlamentsvertreter sein.“

Eigentlich hatte er schon länger den Plan gefasst, in den Ruhestand zu gehen, „bis die Silberlocke mich bequatscht hatte, dass wir Rentnerbrigade noch mal uns einmischen“, sagte Ramelow. Gregor Gysi hatte im Bundestagswahlkampf die „Mission Silberlocke“ gestartet, bei der er selbst, Bodo Ramelow und Dietmar Bartsch mit Direktmandatgewinn die Linke notfalls über die Grundmandatklausel in den Bundestag hieven sollten.

Ramelow erklärte, dass er für seinen Vorschlag, über die deutsche Flagge und Hymne abstimmen zu lassen, den „größten Shitstorm meines Lebens“ bekommen habe. Dabei habe er gar nichts gegen die Flagge. „Ich weiß, dass Schwarz-Rot-Gold die Farben der Freiheit sind. Aber ich möchte, dass darüber geredet wird.“ Andernfalls erwartet Ramelow, dass immer mehr Menschen etwa die umgedrehte Deutschlandfahne oder die Reichskriegsflagge hissen. Auf diese Weise provozieren immer mehr Rechtsextreme und sogenannte Reichsbürger.

Der Linken-Politiker beklagte, dass der Ton in den Bundestagssitzungen noch rauer geworden sei, seitdem sich die AfD-Fraktion bei der letzten stark vergrößert hat. „Die Stimmungslage im Plenum ist das Problem, bei dem mit Zwischenrufen, mit Provokationen eine Stimmung erzeugt wird, die am Ende keinem Diskurs dient, sondern nur der Eigendarstellung“, so Ramelow.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bodo Ramelow (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

Bundestags, Bodo Ramelow, Linke, ARD, Gregor Gysi, Dietmar Bartsch, AfD, Reichsbürger

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) kündigte an, bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr anzutreten, und betonte, dass seine letzte Legislaturperiode angebrochen sei, während er über die zunehmenden Provokationen im Bundestag durch die AfD sowie über Kontroversen zu seiner Flaggen- und Hymnenabstimmung reflektierte.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Bodo Ramelow kündigte seinen Rückzug aus der Politik an, da die aktuelle Legislaturperiode seine letzte sein wird. Er hatte ursprünglich für den Ruhestand, wurde aber von Gregor Gysi motiviert, sich im Wahlkampf einzubringen. Ramelow kritisierte zudem den rauen Ton im Bundestag, der durch die verstärkte Präsenz der AfD und provokante Zwischenrufe beeinflusst wird.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Im Artikel äußert Bodo Ramelow, dass seine letzte Legislaturperiode im Bundestag ansteht und er bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten wird. Er beklagt den raueren Ton im Bundestag, insbesondere durch die AfD, und berichtet von einem großen Shitstorm im Zusammenhang mit seinem Vorschlag zur deutschen Flagge und Hymne, was darauf hinweist, dass sein Anliegen kontrovers wahrgenommen wurde.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:

Ramelow tritt nicht mehr bei der nächsten Bundestagswahl an, es wird seine letzte legislativen Amtszeit sein, er erhielt den größten Shitstorm seines Lebens für seinen Vorschlag zur Abstimmung über die Flagge und Hymne, immer mehr Menschen könnten umgedrehte Deutschlandfahnen oder Reichskriegsflaggen hissen, Provozierung durch Rechtsextreme und Reichsbürger, der Ton in den Bundestagssitzungen ist rauer geworden, die Stimmungslage im Plenum ist problematisch.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bodo Ramelow zitiert. Er kündigt an, dass er bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr antreten wird, und beschreibt diese Legislaturperiode als seine letzte Aufgabe im öffentlichen Raum als Parteivertreter. Ramelow äußert zudem, dass er für seinen Vorschlag, über die deutsche Flagge und Hymne abstimmen zu lassen, den "größten Shitstorm meines Lebens" erhalten hat.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur