
Berlin () – Patienten in Deutschland müssen sich nach den Worten von Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) auf mehr Eigenverantwortung einstellen. Frei sagte der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe): „Auch die Leistungen des Gesundheitswesens haben ihren Preis, auch wenn über die Beitragsfinanzierung der Eindruck entstehen mag, dass diese für den einzelnen quasi kostenlos sind.“
Frei ergänzte: „Wir müssen bei der Krankenversicherung mehr auf Eigenverantwortung setzen.“ Wenn jeder Patient selbst entscheiden könne, welchen Facharzt er direkt aufsuche, sei das zu teuer und ineffizient. „Das Primärarzt-Prinzip, bei dem man grundsätzlich zuerst zum Hausarzt gehen muss, haben wir im Koalitionsvertrag verankert. Das brauchen wir als ersten Schritt.“
Rund 500 Milliarden Euro im Jahr würden für Gesundheit ausgegeben, allein die Leistungsausgaben für die gesetzliche Krankenversicherung hätten 2024 bei rund 330 Milliarden Euro gelegen. „Wir haben das teuerste Gesundheitssystem, so viele Arztkontakte wie nirgendwo in Europa und liegen im Spitzenfeld bei der Krankenhausbettenzahl“, so Frei. Inakzeptabel sei zudem, dass die Krankheitstage in Deutschland doppelt so hoch seien wie in Frankreich. „Wir brauchen wesentlich mehr Effektivität im Gesundheitssystem, mehr Zielgenauigkeit“, so der Minister.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Krankenhaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?
Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?
CDU, Rheinische Post, Koalitionsvertrag
Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?
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Berlin
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
Kanzleramtsminister Thorsten Frei fordert in der "Rheinischen Post" mehr Eigenverantwortung der Patienten im deutschen Gesundheitssystem, um dessen Effizienz zu steigern und Kosten zu senken, und betont die Notwendigkeit eines Primärarzt-Prinzips.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Hintergrund für das beschriebene Ereignis ist die steigende Kostenbelastung im deutschen Gesundheitssystem, das mit einer hohen Ausgabenquote und ineffizienter Nutzung konfrontiert ist. Kanzleramtsminister Thorsten Frei betont die Notwendigkeit, die Eigenverantwortung der Patienten zu erhöhen und das Primärarzt-Prinzip einzuführen, um die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) forderte in der "Rheinischen Post" eine stärkere Eigenverantwortung der Patienten im deutschen Gesundheitssystem, um Kosten und Ineffizienz zu reduzieren. Er betonte die Notwendigkeit, das Primärarzt-Prinzip zu stärken, um die steigenden Ausgaben und die hohe Anzahl an Arztkontakten zu bewältigen.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Die im Artikel genannten Folgen oder Konsequenzen sind: mehr Eigenverantwortung der Patienten, teurere und ineffizientere Gesundheitsversorgung bei freier Facharztwahl, Einführung des Primärarzt-Prinzip, Notwendigkeit von mehr Effektivität im Gesundheitssystem, Notwendigkeit von mehr Zielgenauigkeit.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, der Artikel zitiert eine Stellungnahme von Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU). Er betont, dass Patienten in Deutschland mehr Eigenverantwortung im Gesundheitswesen übernehmen müssen, und warnt, dass die Freiheit, den Facharzt direkt zu wählen, teuer und ineffizient sei. Frei fordert die Einführung des Primärarzt-Prinzips als ersten Schritt hin zu einem effektiveren Gesundheitssystem.
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