
London () – Großbritanniens erfolgreichster Schriftsteller Ken Follett sieht sich nach wie vor als Linker.
„Es hat sich an meiner Grundeinstellung nie etwas geändert“, sagte der Verfasser zahlreicher Weltbestseller („Die Säulen der Erde“, „Der dritte Zwilling“) mit einer Gesamtauflage von über 190 Millionen dem „Stern“. „Links zu sein, hat nicht zwingend etwas mit Naivität zu tun“, so der 76-Jährige.
Dass er Rolls Royce fahre und einen luxuriösen Lebensstil pflege, sieht er in keinem Widerspruch dazu. „Wer durch Wohlstand seine Positionen verrät, hat diese nie wirklich ernsthaft vertreten. Dazu gehöre ich nicht. Ich war 30 Jahre alt, als ich Millionär wurde, ich konnte mich früh daran gewöhnen. Wem hilft es, wenn ich Limonade statt Champagner trinke?“
Sein neuer Roman „Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit“ spielt in der Entstehungszeit des bekanntesten prähistorischen Monuments Englands und ist weitgehend fiktiv. „Ich bin bloß Wahrscheinlichkeiten gefolgt“, sagte Follett, der eine Version der Jungsteinzeit erzählt, die mit Frauen als Priesterkaste und normalisierter gleichgeschlechtlichen Sexszenen ungewohnt zeitgenössisch anmutet.
„Wir sind zu lange davon ausgegangen, dass ein Grab, in dem ein Schwert liegt, automatisch das eines Mannes ist“, so Follett. Gentests hätten gezeigt, dass dem keineswegs so war. „Wir Engländer hatten in der Geschichte einige Königinnen, sind aber nie auf die Idee gekommen, dass auch in kleineren Gemeinschaften Frauen die Anführer gewesen sein könnten.“
Wenn er Homosexualität als etwas Normales darstelle, sagte Follett „beruht das auf dem Umstand, dass etwa im alten Griechenland und in anderen frühen Zivilisationen gleichgeschlechtliche Liebe geradezu als edel betrachtet wurde. Ich habe keine Agenda, was LGBTQ anbelangt.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ken Follett (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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Der Text behandelt hauptsächlich die Ansichten von Ken Follett und seine Werke, enthält jedoch keine namentlich genannten Organisationen oder Institutionen.
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London, England, Stonehenge
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Der erfolgreiche britische Schriftsteller Ken Follett bleibt trotz seines luxuriösen Lebensstils einem linken Weltbild treu und reflektiert in seinem neuen Roman über die Rolle von Frauen und Homosexualität in der prähistorischen Gesellschaft.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Hintergrund für das beschriebene Ereignis ist Ken Folletts Stellungnahme zu seiner politischen Überzeugung und den Themen seines neuen Romans "Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit". In einem Interview betont er, dass sein Wohlstand und Lebensstil nicht im Widerspruch zu seinen politischen Ansichten stehen. Zudem thematisiert er in seinem Roman historische Geschlechterrollen und die Normalität von gleichgeschlechtlicher Liebe, was auf eine progressive Sichtweise hinweist.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Der Artikel beschreibt Ken Folletts Position als linker Schriftsteller und seine Sicht auf Wohlstand, den er nicht als Widerspruch zu seinen politischen Überzeugungen sieht. Die Medien reagieren auf seine Aussagen zu Geschlechterrollen und Homosexualität, indem sie seine progressive Darstellung in seinem neuen Roman hervorheben, die von einer zeitgenössischen Perspektive geprägt ist.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
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Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ken Follett zitiert. Er betont, dass sich an seiner Grundeinstellung als Linker nie etwas geändert hat und erklärt, dass Wohlstand und ein luxuriöser Lebensstil nicht im Widerspruch zu seinen politischen Überzeugungen stehen. Zudem spricht er über die Darstellung von Frauen und Homosexualität in seinem neuen Roman und verweist darauf, dass gleichgeschlechtliche Liebe in frühen Zivilisationen als edel angesehen wurde.
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