Ramelow nennt Spahns Strategie vor Richterwahl "selten dämlich"

Ramelow nennt Spahns Strategie vor Richterwahl "selten dämlich"

Berlin () – Zwei Tage vor der geplanten Wahl drei neuer Bundesverfassungsrichter durch den Bundestag wächst in der Linken die Kritik am Agieren von CDU und CSU.

Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow warf Unionsfraktionschef Jens Spahn „grottenschlechtes Handwerk“ vor. „Ich bin überhaupt nicht darüber zufrieden, wie CDU und CSU zu Zweidrittel-Mehrheiten im Parlament kommen wollen“, sagte der frühere Thüringer Ministerpräsident dem „Stern“. „Auf diese Art und Weise funktioniert es jedenfalls nicht.“

Laut Ramelow zeigt vor allem Spahn „schlechten Stil“. „Dass jetzt allein die SPD vorgeschickt wird, um mit uns über die Kandidaten der Koalition zu reden, ist selten dämlich“, sagte er. Dadurch könne die für Donnerstag angesetzte Wahl erneut schiefgehen: „Das, was die Union schon beim letzten Mal versemmelt hat, versemmelt sie jetzt einmal mehr.“

Auch die Linken-Fraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek verwies auf die Kooperation ihrer Partei mit der Union in Ostdeutschland. „Jens Spahn weiß selbst am besten, dass seine Partei schon lange mit der Linken zusammenarbeitet, beispielsweise in Sachsen und Thüringen“, sagte sie dem „Stern“. „Mit jeder Dämonisierung von uns manövriert er sich weiter in die Ecke.“ Reichinnek zeigte sich trotzdem verhandlungsbereit. Obwohl die Linke „keine großen Sympathien“ für die Union hege, sei sie bereit, „für den Schutz der Demokratie und Verbesserungen für die Menschen im Land“ Gespräche zu führen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Jens Spahn am 22.09.2025

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

CDU, CSU, Linke, Bundestag, Bodo Ramelow, Jens Spahn, SPD, Stern, Heidi Reichinnek, Sachsen, Thüringen

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

22.09.2025

An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Thüringen, Sachsen.

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Zwei Tage vor der Wahl neuer Bundesverfassungsrichter kritisiert die Linke das Vorgehen von CDU und CSU scharf, insbesondere Jens Spahns Stil, und bietet trotz bestehender Differenzen Gespräche an, um den Schutz der Demokratie zu gewährleisten.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Hintergrund des beschriebenen Ereignisses ist die anstehende Wahl von drei neuen Bundesverfassungsrichtern im Bundestag, bei der die Linke Unzufriedenheit mit der Vorgehensweise von CDU und CSU äußert. Kritik wird insbesondere an Jens Spahn gerichtet, dessen Strategie, um eine Zweidrittel-Mehrheit zu erreichen, als schlecht bewertet wird. Der Streit reflektiert Spannungen zwischen den Parteien und zeigt die Herausforderungen bei der politischen Zusammenarbeit in Deutschland.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Der Artikel beschreibt die wachsende Kritik der Linken an der CDU und CSU im Vorfeld der Wahl neuer Bundesverfassungsrichter, wobei Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow Jens Spahn "grottenschlechtes Handwerk" vorwirft und die Verhandlungsbereitschaft der Linken trotz ihrer Differenzen betont. Ramelow äußert Besorgnis über die Wahlstrategien der Union, die sie bereits bei früheren in Schwierigkeiten gebracht haben.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: Kritik an CDU und CSU, "grottenschlechtes Handwerk", Unzufriedenheit mit dem Vorgehen bei Zweidrittel-Mehrheiten, schlechter Stil von Jens Spahn, mögliche erneute Fehlschläge bei der Wahl, Kooperation der Linken mit der Union in Ostdeutschland, Selbstmanövrierung von Jens Spahn in eine Ecke, verhandlungsbereite Haltung der Linken für den Schutz der Demokratie und Verbesserungen für die Menschen im Land.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bodo Ramelow zitiert. Er kritisiert das Vorgehen von Jens Spahn und der Union als "grottenschlechtes Handwerk" und bemängelt, dass die SPD alleine mit der Linken über die Kandidaten verhandeln solle, was er als "selten dämlich" bezeichnet.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur