
Düsseldorf () – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht das Land vor großen sicherheitspolitischen Herausforderungen. „Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden“, sagte Merz am Montagabend bei einer Veranstaltung der „Rheinischen Post“ in Düsseldorf.
Der Kanzler warnte zugleich vor der Bedrohung durch Drohnen. Es gebe Überflüge etwa über die kritische Infrastruktur in Dänemark oder Schleswig-Holstein. „Wir wissen auch noch nicht genau, wo sie wirklich herkommen. Die Vermutung liegt nahe, dass sie aus Russland kommen“, sagte Merz. Daher wolle man das Luftsicherheitsgesetz ändern, damit die Bundeswehr gegebenenfalls der Polizei Amtshilfe leisten könne.
„Selbst wenn wir jetzt optimal vorbereitetet wären, wir sind ein dichtbesiedeltes Land“, so Merz. Man könne nicht einfach acht Meter breite Drohnen vom Himmel holen, die dann womöglich in einem Vorgarten, einem Kindergarten oder in ein Krankenhaus stürzen würden. „Da müssen wir schon ein bisschen aufpassen, was wir da machen. Am besten lassen wir sie gar nicht erst in den europäischen Luftraum“, sagte er.
Derzeit würden sich die Machtzentren auf der Welt grundlegend verschieben, sagte der Kanzler weiter. „Wir erleben die Ablösung des Völkerrechts, der regelbasierten Ordnung durch pure Machtpolitik.“ Und diese Machtpolitik gehe einher mit dem Einsatz militärischer Mittel. In Russland sei dies eher ausgeprägt, in China latent vorhanden und auch in den USA sei dies im Inland inzwischen ein Instrument. „Wir sind in einer völlig anderen Welt“, so Merz.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Friedrich Merz am 26.09.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?
Friedrich Merz
Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?
CDU, Rheinische Post, Bundeswehr, Polizei, Russland, China, USA
Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?
- September 2025
An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?
Düsseldorf, Dänemark, Schleswig-Holstein, Russland, Europa
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
Bundeskanzler Friedrich Merz warnt vor großen sicherheitspolitischen Herausforderungen in Deutschland, insbesondere durch Drohnenüberflüge, und fordert eine Änderung des Luftsicherheitsgesetzes, während er die Verschiebung globaler Machtverhältnisse und den Verfall der regelbasierten Ordnung betont.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Hintergrund für die Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz liegt in den wachsenden sicherheitspolitischen Herausforderungen in Europa, insbesondere durch die Bedrohungen aus Russland. Er weist auf die Risiken durch Drohnenüberflüge über kritische Infrastruktur hin und fordert Änderungen im Luftsicherheitsgesetz, um besser auf mögliche Angriffe reagieren zu können. Zudem thematisiert Merz die Verschiebung globaler Machtverhältnisse und den Einfluss militärischer Mittel auf die internationale Ordnung.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Der Artikel beschreibt, dass Bundeskanzler Friedrich Merz die sicherheitspolitischen Herausforderungen Deutschlands betont hat, insbesondere die Bedrohung durch Drohnen, die möglicherweise aus Russland stammen. Er plant, das Luftsicherheitsgesetz zu ändern, um der Bundeswehr eine Unterstützung der Polizei zu ermöglichen, und warnt vor den Gefahren militärischer Machtpolitik weltweit.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind:
Bedrohung durch Drohnen, Änderung des Luftsicherheitsgesetzes, Möglichkeit der Amtshilfe der Bundeswehr, Risiko von Unfällen durch abgeschossene Drohnen, Verschiebung der Machtzentren weltweit, Ablösung des Völkerrechts, Einfluss militärischer Mittel in der internationalen Politik, Veränderung der geopolitischen Lage.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundeskanzler Friedrich Merz zitiert. Er bezeichnet die aktuelle Situation mit den Worten: "Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden," und warnt vor den Bedrohungen durch Drohnen, insbesondere mit dem Hinweis, dass diese möglicherweise aus Russland kommen.
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