Pistorius will mehr Staatseinfluss in der Rüstungsindustrie

Pistorius will mehr Staatseinfluss in der Rüstungsindustrie

Berlin () – Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) spricht sich für eine größere Rolle des Staates in der Rüstungsindustrie aus. „Wir brauchen die Staatsbeteiligungen, davon bin ich fest überzeugt – auch, um sicherzustellen, dass Know-how und Arbeitsplätze in Deutschland erhalten bleiben“, sagte der SPD-Politiker dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe).

Es gehe auch darum, Firmen mit Schlüsseltechnologien zu sichern. Die Bundesregierung schaue sich gerade den Panzerbauer KNDS und den Schiffbauer Thyssen-Krupp Marine Systems (TKMS) an. „Da geht es um Fragen, wie hoch ein Staatsanteil sein oder wie schnell es mit einer Beteiligung gehen könnte“, sagte Pistorius.

Scharf kritisierte der Verzögerungen bei Rüstungsprojekten wie der Fregatte 126, die von der niederländischen Damen-Gruppe gebaut werden soll. „Wir reden über eine von der niederländischen Industrie verursachte Verzögerung von mindestens 40 Monaten und müssen verhindern, dass Geld verbrannt wird“, sagte Pistorius. „Deshalb denken wir auch über Alternativen nach, plus möglichen Überbrückungslösungen.“ Es werde „sehr bald“ entschieden, ob Damen den Auftrag behalten könne.

Die Bundesregierung mache Tempo bei der Rüstungsbeschaffung und schließe Verträge in Rekordzahl, sagte Pistorius weiter. In der Industrie gebe es „fast so etwas wie eine ‚Goldgräberstimmung`“. Aber zur Wahrheit gehöre, dass die Industrie nicht immer wie versprochen liefere. Entscheidend sei, dass die Unternehmen in Verträgen nur das zusagten, was sie auch wirklich einhalten könnten und dann auch das lieferten, was sie vertraglich versprochen hätten, betonte der Minister. „Lieferverzögerungen schlagen direkt auf unsere Sicherheit durch.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Boris Pistorius (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

Bundesverteidigungsministerium, Boris Pistorius, SPD, Handelsblatt, Bundesregierung, KNDS, Thyssen-Krupp Marine Systems, Damen-Gruppe

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

Nicht erwähnt

An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Deutschland.

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius plädiert für eine stärkere Staatsbeteiligung in der Rüstungsindustrie, um Know-how und Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern, während er Verzögerungen bei aktuellen Rüstungsprojekten kritisiert und betont, dass die Bundesregierung zügig Verträge abschließt, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Auslöser für die Aussagen von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ist die Notwendigkeit, die Rüstungsindustrie in Deutschland zu stärken und sicherzustellen, dass essenzielle Technologien und Arbeitsplätze erhalten bleiben. Hintergrund sind Verzögerungen bei wichtigen Rüstungsprojekten und die Notwendigkeit, schnellere und zuverlässige Beschaffungsprozesse zu gewährleisten, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Der Artikel beschreibt, dass Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius eine stärkere staatliche Rolle in der Rüstungsindustrie fordert, um Know-how und Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Zudem kritisiert er Verzögerungen bei Rüstungsprojekten und betont die Notwendigkeit, dass Unternehmen zuverlässig liefern, da Lieferverzögerungen die Sicherheit des Landes direkt beeinträchtigen.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: Erhalt von Know-how und Arbeitsplätzen in Deutschland, Sicherung von Firmen mit Schlüsseltechnologien, Verzögerungen bei Rüstungsprojekten, mögliche Alternativen und Überbrückungslösungen, Notwendigkeit für Unternehmen, nur das zuzusagen, was sie einhalten können, Lieferverzögerungen, die direkt auf die Sicherheit wirken.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zitiert. Er fordert eine größere Rolle des Staates in der Rüstungsindustrie, um Know-how und Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern, und kritisiert Verzögerungen bei Rüstungsprojekten, insbesondere bei der Fregatte 126. Pistorius betont, dass Lieferverzögerungen direkt die Sicherheit der Bundeswehr beeinflussen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur