Israel sieht wenig Spielraum für Verhandlungen über Trump-Plan

Israel sieht wenig Spielraum für Verhandlungen über Trump-Plan

Jerusalem () – Israel setzt nach den Worten von Außenminister Sa`ar auf einen schnellen Erfolg der am Montag in Ägypten beginnenden Verhandlungen über ein Ende des Gaza-Kriegs – sieht für wesentliche Forderungen der Hamas aber keinen Spielraum.

Sa`ar sagte am Sonntag in einem mit der „Bild“ und anderen Axel-Springer-Medien in Jerusalem: „Wir sind entschlossen, so schnell wie möglich ein Abkommen zu erreichen, um unsere Geiseln wieder nach Hause zu bringen. Das würde natürlich auch einen Waffenstillstand bedeuten.“ Im Gegenzug würde Israel seine Truppen einige Kilometer zurückziehen und hunderte Terroristen freilassen.

Der Minister geht davon aus, dass die von US-Präsident Donald Trump genannte Frist von 72 Stunden für die Überstellung der 48 israelischen Geiseln ab dem Moment läuft, „in dem man sich auf ein Abkommen einigt“. Viele Details seines Plans sind bereits ausgearbeitet. „Wenn also guter Wille vorhanden ist, gibt es keinen Grund, warum es nicht sehr schnell gehen sollte. Diese erste Phase von Trumps Plan besteht im Wesentlichen darin, dass alle unsere Geiseln im Austausch gegen inhaftierte Terroristen freigelassen werden.“

Zum Rückzug der Israels aus dem Gaza-Streifen verwies Sa`ar darauf, dass der Trump-Plan in der ersten Phase vorsehe, „dass in bestimmten Teilen des Gazastreifens Israel für eine gewisse Zeit bleiben muss – aus Sicherheitsgründen.“ Weitere Rückzüge seien an Bedingungen wie der Entwaffnung der Hamas geknüpft. Jetzt gehe es aber nur um die erste Phase.

Der Minister warnt vor Naivität im Umgang mit der Hamas: „Wenn man es mit der Hamas zu tun hat, können Dinge, die einfach aussehen, sehr kompliziert sein.“ Er schenkt der Terrororganisation kein Vertrauen: „Nein, ich vertraue der Hamas nicht. Ich vertraue Präsident Trump. Ich vertraue den Vereinigten Staaten von Amerika. Ich vertraue den internationalen Akteuren, die an den Bemühungen beteiligt sind, das Ende des Krieges zu erreichen.“

Für die von der Hamas geforderten Nachverhandlungen über Teile des Trump-Plans wie deren Entwaffnung sieht Sa`ar keinen Spielraum: „Ich habe gelesen, was Präsident Trump gestern geschrieben hat, und ich glaube nicht, dass er dafür viel Geduld haben wird. Er hat sich sehr klar ausgedrückt, und ich muss dem nichts hinzufügen.“

Sollte die Hamas die toten und lebenden Geiseln freigeben, aber ihre Waffen nicht abgeben, müsse Israel seine Verpflichtungen ebenfalls nicht einhalten: „Ein Abkommen ist keine Einbahnstraße. Es ist nicht so, dass Israel sich an Vereinbarungen halten muss, während die Hamas von ihren klar definierten Pflichten befreit würde. Diese sind sehr deutlich formuliert.“ Und weiter: „Dazu gehört die Entwaffnung der Hamas, dass sie ihre Waffen niederlegen muss.“

4,0/5 (30 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Blick von Israel in den Gazastreifen (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Israel, Hamas, USA, Donald Trump, Axel-Springer-Medien.

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

Das beschriebene Ereignis fand am Montag statt, als die Verhandlungen über ein Ende des Gaza-Kriegs in Ägypten begannen. Das Datum ist somit der Sonntag vor diesen Verhandlungen. Ein genaues Datum wurde jedoch nicht angegeben. Daher ist die Antwort:

Nicht erwähnt.

An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

Jerusalem, Ägypten, Gazastreifen.

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Israel strebt laut Außenminister Gideon Sa'ar eine schnelle Einigung in den in Ägypten beginnenden Verhandlungen über einen Waffenstillstand im Gaza-Konflikt an, verweigert jedoch wesentliche Forderungen der Hamas, insbesondere eine Nachverhandlung über deren Entwaffnung.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Hintergrund für das beschriebene Ereignis ist der laufende Gaza-Krieg, in dessen Rahmen Israel versucht, die Geiseln zurückzuholen und einen Waffenstillstand mit der Hamas zu erreichen. Der israelische Außenminister Gideon Sa'ar betont die Entschlossenheit, schnell zu einer Einigung zu kommen, während er den Bedingungen der Hamas skeptisch gegenübersteht und die Notwendigkeit einer Entwaffnung der Organisation hervorhebt. Die Verhandlungen in Ägypten stehen im Zeichen dieser Spannungen und der komplexen politischen Situation.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Der israelische Außenminister Gideon Sa'ar äußerte sich optimistisch bezüglich der bevorstehenden Verhandlungen in Ägypten zur Beendigung des Gaza-Kriegs, betonte jedoch, dass es keinen Spielraum für wesentliche Forderungen der Hamas gebe. Er warnte vor Naivität im Umgang mit der Hamas und stellte klar, dass Israel nur bei Erfüllung seiner Bedingungen, wie der Entwaffnung der Hamas, Zugeständnisse machen werde.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: ein schneller Erfolg der Verhandlungen, ein Waffenstillstand, Rückzug der israelischen Truppen, Freilassung hunderter Terroristen, keine Nachverhandlungen über die Entwaffnung der Hamas, Israel muss seine Verpflichtungen nicht einhalten, Entwaffnung der Hamas ist erforderlich.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Israels Außenminister Gideon Sa'ar zitiert. Er betont, dass Israel entschlossen sei, schnell ein Abkommen zu erreichen, um die Geiseln nach Hause zu bringen, und sieht für die wesentlichen Forderungen der Hamas keinen Spielraum: "Ich vertraue der Hamas nicht [...] Ein Abkommen ist keine Einbahnstraße."

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur (Alle anzeigen)