Koalition einigt sich bei Krankenhausreform

Koalition einigt sich bei Krankenhausreform

Berlin () – Die Koalition hat sich offenbar auf Anpassungen der Krankenhausreform verständigt.

Der entsprechende Gesetzesentwurf, über den das Nachrichtenportal POLITICO berichtet, soll am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. „Das Gelingen der Krankenhausreform hat eine hohe politische Bedeutung“, heißt es in dem Schreiben von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) an das Kanzleramt. Der Entwurf solle „die praktische Umsetzung“ der Reform erleichtern.

Mit dem Gesetz werden laut Vorlage Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt. Dazu gehören die Anpassung von Fristen, die Ausweitung von Ausnahmeregelungen und Kooperationen sowie Änderungen bei Leistungsgruppen und Qualitätskriterien. Die Einführung der neuen Vorhaltevergütung wird um ein Jahr verschoben. Die volle Wirksamkeit tritt damit erst 2030 ein.

Auch die Erreichbarkeitsvorgaben für Ausnahmen und Kooperationen sollen gestrichen werden. Künftig entscheiden die Länder über Ausnahmen „im Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und Ersatzkassen“, um die flächendeckende Versorgung zu sichern. Die vorgesehene Regel, wonach Ausnahmen für bis zu sechs Jahre verlängert werden konnten, entfällt.

Finanziell wird der Krankenhaus-Transformationsfonds (KHTF) neu geordnet. Der – wie ursprünglich vorgesehen – von der gesetzlichen Krankenversicherung zu finanzierende Anteil von 25 Milliarden Euro soll künftig aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ getragen werden. Der Bund stellt nach dem Entwurf in den Jahren 2026 bis 2029 jeweils 3,5 Milliarden Euro und von 2030 bis 2035 jeweils 2,5 Milliarden Euro bereit. Zur Beschleunigung des Transformationsprozesses kündigt die Bundesregierung an, „für das weitere parlamentarische Verfahren die Einführung eines Anreizsystems“ zu prüfen. Der Gesetzentwurf bedarf laut Kabinettsvorlage nicht der Zustimmung des Bundesrates.

4,4/5 (22 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

CDU, Kanzleramt, Landesverbänden der Krankenkassen, Ersatzkassen, Krankenhaus-Transformationsfonds (KHTF), Bundesregierung

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

Nicht erwähnt

An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Die Koalition hat sich auf Anpassungen der Krankenhausreform geeinigt, die Fristen verlängert, Ausnahmeregelungen erweitert und den finanziellen Rahmen des Krankenhaus-Transformationsfonds neu organisiert, mit dem Ziel, die Umsetzung der Reform bis 2030 zu erleichtern.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Hintergrund für die Anpassungen der Krankenhausreform ist die Notwendigkeit, die flächendeckende Gesundheitsversorgung zu sichern und die praktische Umsetzung der Reform zu erleichtern. Insbesondere werden Fristen, Ausnahmen und finanzielle Bedingungen angepasst, um die Reform effektiver zu gestalten und auf die Bedürfnisse der Länder und Krankenkassen einzugehen.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Im Artikel wird berichtet, dass die Koalition Anpassungen zur Krankenhausreform beschlossen hat, die eine hohe politische Bedeutung haben. Gesundheitsministerin Nina Warken betont die Notwendigkeit der Reform, während finanziellen Änderungen und eine Verschiebung der neuen Vorhaltevergütung auf 2030 angekündigt werden.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Anpassung von Fristen, Ausweitung von Ausnahmeregelungen, Änderungen bei Leistungsgruppen, Änderungen bei Qualitätskriterien, Verschiebung der Einführung der neuen Vorhaltevergütung um ein Jahr, Streichung der Erreichbarkeitsvorgaben für Ausnahmen und Kooperationen, Entscheidung über Ausnahmen im Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen, Entfall der Regel zur Verlängerung von Ausnahmen, Neuordnung des Krankenhaus-Transformationsfonds (KHTF), durch das Sondervermögen "Infrastruktur und Klimaneutralität", Bereitstellung von finanziellen Mitteln durch den Bund, Prüfung der Einführung eines Anreizsystems.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zitiert. Sie betont, dass „das Gelingen der Krankenhausreform eine hohe politische Bedeutung“ hat und der Gesetzesentwurf die „praktische Umsetzung“ der Reform erleichtern soll.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur (Alle anzeigen)