
Brüssel () – Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas drängt Europa dazu, stärker als bisher die Rolle einer geopolitischen Macht anzunehmen und häufiger Gegenleistungen zu verlangen. „Wir waren lange Zeit die Good Guys“, sagte Kallas der „Zeit“.
An die EU würden andere Länder vor allem dann herantreten, wenn sie Probleme hätten oder Geld bräuchten. Geopolitisch denkende Mächte würden aber in aller Regeln nur helfen, wenn sie dafür eine Gegenleistung bekämen – daran müsse sich künftig auch die EU orientieren.
Wenn etwa Laos, das Hilfsgelder von der EU bekomme, ankündige, Soldaten in die Ukraine zu entsenden, um an der Seite Russlands zu kämpfen, dann müsse man der politischen Führung dort klarmachen, dass das Konsequenzen habe. Das sei aber bisher nicht das „Mindset“ der Europäer gewesen. „Wir müssen also unsere Art zu denken ändern“, sagte sie.
Kallas fordert die EU-Mitgliedsländer dazu auf, die Waffenlieferungen an die Ukraine zu steigern. „Je stärker die Ukraine militärisch ist, desto stärker ist sie auch am Verhandlungstisch.“
Den Aggressor Russland sieht Kallas stark unter Druck. Wladimir Putin glaube zwar, einen längeren Atem zu haben als die Europäer, „aber da täuscht er sich“.
Kriege endeten, wenn einer Kriegspartei die Mittel ausgingen. „Und wir sehen heute, dass es der russischen Wirtschaft nicht gut geht“, sagte Kallas weiter. Der Staat habe seine Geldreserven fast aufgebraucht, 40 Prozent des Haushalts entfielen mittlerweile auf das Militär. Da Russland mit Sanktionen belegt sei, könne es sich im Ausland kein Geld leihen, und China sei nicht willens, Moskau offen unter die Arme zu greifen.
Da Russland bald Probleme bekomme, müsse die EU nun „ein klares Signal“ aussenden, forderte Kallas. Russland habe sich verkalkuliert, die Zeit sei nicht auf seiner Seite.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Kaja Kallas (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?
Kaja Kallas, Wladimir Putin
Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind: EU, Laos, Russland, Ukraine, China.
Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?
Nicht erwähnt.
An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?
Brüssel
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert Europa auf, geopolitisch aktiver zu werden und Gegenleistungen von anderen Ländern einzufordern, während sie betont, dass Russland wirtschaftlich unter Druck steht und die EU ihre Unterstützung für die Ukraine erhöhen sollte.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Hintergrund für Kaja Kallas' Aussagen ist der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, der die geopolitische Rolle der EU in Frage stellt. Kallas plädiert für eine stärkere Durchsetzung europäischer Interessen und die Anpassung der Strategie der EU, um effektiver auf internationale Herausforderungen und Aggressionen, insbesondere seitens Russlands, zu reagieren. Insbesondere fordert sie eine Erhöhung der Waffenlieferungen an die Ukraine und eine klarere Bedingungen für Unterstützung, um beratende Konsequenzen für andere Länder zu verdeutlichen.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Im Artikel äußert Kaja Kallas, die EU-Außenbeauftragte, die Notwendigkeit für die EU, ihre geopolitische Rolle zu stärken und konsequente Gegenleistungen von anderen Ländern zu fordern. Sie fordert zudem eine Erhöhung der Waffenlieferungen an die Ukraine, um deren Verhandlungsposition zu verbessern und betont, dass Russland wirtschaftlichen Druck verspüre, was die EU als Chance nutzen sollte.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind:
Gegenleistungen verlangen, Klarheit für politische Führung in Laos, Änderung des europäischen Mindsets, steigende Waffenlieferungen an die Ukraine, Druck auf Russland durch geopolitische Veränderungen, Russlands Probleme mit der Wirtschaft und den Geldreserven, militärischer Druck auf Russland, klare Signale der EU an Russland.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Kaja Kallas, der EU-Außenbeauftragten, zitiert. Sie fordert Europa dazu auf, seine geopolitische Rolle stärker wahrzunehmen und betont, dass die EU auch Gegenleistungen verlangen müsse, da andere Länder oft nur um Hilfe bitten, wenn sie in Schwierigkeiten sind oder Geld benötigen. Kallas hebt hervor, dass Kriege enden, wenn einer Kriegspartei die Mittel ausgehen, und sie sieht Russland aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten unter Druck.
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