
Brüssel () – Auf dem EU-Gipfel in Brüssel haben die Staats- und Regierungschefs am Donnerstag die EU-Kommission zu einer Überarbeitung mehrerer Klimaschutzmaßnahmen aufgefordert.
Wie aus dem gemeinsamen Abschlusspapier hervorgeht, soll das Inkrafttreten des neuen Emissionshandelssystems für die Sektoren Gebäude und Verkehr (ETS-2) erleichtert werden. Die Kommission solle „alle relevanten Aspekte“ für eine Überarbeitung vorlegen.
Aus mehreren Mitgliedsstaaten, in denen bislang kein CO2-Preis in den betroffenen Bereichen gilt, war in den vergangenen Wochen Widerstand gegen die Einführung des zweiten Emissionshandels ab 2027 laut geworden. Für sie droht durch den ETS-2 beim Tanken und Heizen ein Preissprung.
Der Emissionshandel sieht vor, dass die Menge der CO2-Zertifikate begrenzt ist und jährlich reduziert wird, steigt durch den Preis der Druck, auf CO2-freie Alternativen umzusteigen. Um den Einstieg durch einen zunächst niedrigeren Preis zu erleichtern, könnten beispielsweise Zertifikate aus späteren Jahren vorgezogen werden.
Die Mitgliedsstaaten sprachen sich am Donnerstag zudem dafür aus, zur Erreichung des Zwischenklimaziels der EU für 2040 vermehrt auf „Gutschriften“ durch andere Länder zu setzen. Das EU-Ziel soll also auch durch zusätzliche CO2-Minderungen außerhalb Europas erreicht werden. Außerdem wollen die Mitgliedstaaten eine „Revisionsklausel“ für das Klimazwischenziel für 2040, das nach Vorstellung der EU-Kommission eine Reduktion der CO2-Emissionen um 90 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 vorsehen soll.
Die Staats- und Regierungschefs pochen zudem auf eine „zügige Vorlage“ eines Vorschlags für die Überarbeitung der CO2-Flottengrenzwerte. Bislang sehen diese vor, dass der Ausstoß von Neuwagen im Schnitt schrittweise sinken muss und der Verkauf von Neuwagen mit CO2-Ausstoß ab 2035 letztlich verhindert wird. Der Europäische Rat forderte die Kommission zur Berücksichtigung von „Technologieneutralität“ auf. Die Flottengrenzwerte machen auch bislang keine Unterscheidung nach Technologien, sie stehen jedoch in der Kritik, weil Neuwagen mit Verbrennermotor die Vorgaben nicht erreichen können.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Fahnen der EU-Mitgliedsländer beim Europäischen Rat am 23.10.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?
Im Artikel kommen keine vollständigen Namen von Personen vor. Der Text bezieht sich ausschließlich auf Institutionen, Länder und allgemeine Begriffe ohne spezifische Nennungen von Personen.
Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?
EU-Kommission, Mitgliedsstaaten, Europäischer Rat
Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?
23.10.2025
An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?
Brüssel
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
Beim EU-Gipfel in Brüssel forderten die Staats- und Regierungschefs die Kommission zur Überarbeitung von Klimaschutzmaßnahmen, um das neue Emissionshandelssystem für Verkehr und Gebäude vorzubereiten und vermehrt auf internationale CO2-Gutschriften zur Erreichung des Klimaziels 2040 zu setzen.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Auslöser für das beschriebene Ereignis ist der Widerstand einiger EU-Mitgliedstaaten gegen die Einführung eines zweiten Emissionshandelssystems (ETS-2) für die Sektoren Gebäude und Verkehr ab 2027, da dies potenziell zu einem Preissprung beim Tanken und Heizen führen könnte. Der EU-Gipfel in Brüssel forderte daher eine Überarbeitung der Klimaschutzmaßnahmen zur Erleichterung des Inkrafttretens und Berücksichtigung technologischer Neutralität.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Im Artikel wird beschrieben, dass die Staats- und Regierungschefs der EU während eines Gipfels die EU-Kommission aufgefordert haben, mehrere Klimaschutzmaßnahmen zu überarbeiten, insbesondere das neue Emissionshandelssystem ETS-2. Es gab Widerstand aus Mitgliedstaaten ohne CO2-Preissystem, da ihnen durch den ETS-2 Preissprünge drohen.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: Preissprung beim Tanken und Heizen, erhöhter Druck auf CO2-freie Alternativen, verstärkte Nutzung von Gutschriften aus anderen Ländern, Revision des Klimazwischenziels für 2040, zügige Vorlage eines Vorschlags für CO2-Flottengrenzwerte, Berücksichtigung von Technologieneutralität.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert, die sich auf die Erarbeitung von Klimaschutzmaßnahmen bezieht. Die Staats- und Regierungschefs der EU haben die Kommission aufgefordert, "alle relevanten Aspekte" für eine Überarbeitung der Maßnahmen vorzulegen und drängen auf eine "zügige Vorlage" eines Vorschlags zur Überarbeitung der CO2-Flottengrenzwerte.
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