"The Atlantic"-Chef sieht US-Demokratie ernsthaft gefährdet

"The Atlantic"-Chef sieht US-Demokratie ernsthaft gefährdet

Washington () – Jeffrey Goldberg, Chefredakteur des US-Magazins „The Atlantic“, sieht die Demokratie in den USA ernsthaft gefährdet.

„Die Frage ist, sind wir auf einem Fünftel der Wegstrecke hin zu einer populistisch getriebenen Autokratie? Oder sind wir schon weiter?“, sagte er dem „Spiegel“. Trumps Team kenne das „Drehbuch der Populisten“. „Trump ist dabei, das Regierungssystem von all jenen zu befreien, die ihn zur Rechenschaft ziehen könnten“, so Goldberg weiter. „In kürzester Zeit hat er jeden entfernt, der Korruption innerhalb der Regierung aufdecken könnte.“

Goldberg sieht die sozialen Medien als mitverantwortlich für die Erosion demokratischer Institutionen. „In den USA wurde politische Kompromissfähigkeit einst belohnt; heute lohnt es sich, möglichst weit am Rand zu stehen. Wir wissen nicht, ob die Demokratie das Zeitalter der sozialen Medien überleben wird“, sagte er.

Goldberg gilt als einer der renommiertesten Journalisten der USA. Im März machte er öffentlich, dass er aus Versehen in einen Gruppenchat in der Messaging-App Signal hinzugefügt wurde, in dem hochrangige Regierungsmitglieder einen bevorstehenden Luftschlag gegen die Huthis im Jemen besprachen. Trump lud ihn danach zu einem Interview ins Weiße Haus ein.

„Für Trump sind Geld und Aufmerksamkeit die Kernwährungen“, sagte Goldberg. „Er liebt es einfach, Einfluss zu haben. Wer den Nachrichtenzyklus kontrolliert, ist in seinen Augen ein Gewinner.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Weißes Haus (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind: "The Atlantic", "Spiegel", Weißes Haus, Trump.

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

Nicht erwähnt

An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?

Die beschriebenen Ereignisse finden hauptsächlich in Washington (Weißes Haus) statt.

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Jeffrey Goldberg, Chefredakteur von "The Atlantic", warnt, dass die US-Demokratie durch Populismus und soziale Medien ernsthaft gefährdet ist, während Trump versucht, das Regierungssystem von Rechenschaftspflichtigen zu befreien.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Auslöser für das beschriebene Ereignis ist die Wahrnehmung von Jeffrey Goldberg, dass die Demokratie in den USA durch populistische Tendenzen und den Einfluss sozialer Medien ernsthaft gefährdet ist. Goldberg warnt vor einer möglichen Entwicklung hin zu einer autokratischen Regierungsform, die durch die Aktionen von Trump und die damit verbundene Erosion demokratischer Institutionen vorangetrieben wird.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Im Artikel äußert Jeffrey Goldberg, Chefredakteur von "The Atlantic", ernsthafte Bedenken über die Gefährdung der Demokratie in den USA durch Populismus und soziale Medien, und er kritisiert, dass Trump das Regierungssystem von Kontrollinstanzen befreit. Er warnt, dass die Erosion demokratischer Institutionen eine direkte Folge der extremen politischen Rhetorik und der Dynamik in sozialen Medien ist.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:

Demokratie ernsthaft gefährdet, Weg zu einer populistisch getriebenen Autokratie, Entfernen von Personen, die Korruption aufdecken könnten, Erosion demokratischer Institutionen, Verlust der politischen Kompromissfähigkeit, Unsicherheit über das Überleben der Demokratie im Zeitalter der sozialen Medien.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Jeffrey Goldberg, dem Chefredakteur des US-Magazins "The Atlantic", zitiert. Er äußert, dass die Demokratie in den USA ernsthaft gefährdet sei und fragt sich, ob die USA bereits auf dem Weg zu einer populistisch getriebenen Autokratie seien. Zudem kritisiert er, dass Trump das Regierungssystem von jenen befreit, die ihn zur Rechenschaft ziehen könnten.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur