Grünen-Basis sagt Nein zur Dienstpflicht

Grünen-Basis sagt Nein zur Dienstpflicht

Berlin () – Die Basis der hat sich vor dem Bundesparteitag Ende November in einem Onlinevotum gegen die Behandlung eines Antrags zur Einführung einer gesellschaftlichen Dienstpflicht ausgesprochen.

Der Antrag des bayerischen Grünen-Bundestagsabgeordneten Niklas Wagener sah die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht für junge Männer und Frauen bis zum 28. Lebensjahr vor, bei denen diese zwischen militärischen und zivilen Verwendungen auswählen können. Das Papier des Politikers vom Realoflügel der Grünen wurde von 89 Mitgliedern unterstützt, darunter auch vom Grünen-Politiker Anton Hofreiter, der zum linken Flügel zählt.

„Das Interesse in und Gesellschaft ist groß. Dass es durch eine Verfahrensfrage diesmal nicht zum Schwerpunkt geworden ist, ist schade“, sagte nun Wagener dem „Spiegel“. Über einen Änderungsantrag habe man aber sichergestellt, dass das Thema auf dem Parteitag in Hannover präsent bleibe. „Ich bin sicher, wir Grüne werden diese notwendige Debatte auch über den Parteitag und kurzfristige Entscheidungen hinaus intensiv weiterführen“, sagte der Abgeordnete.

Er verteidigte seinen Vorstoß, der in der Partei für Kritik gesorgt hatte. Die neue Co-Bundessprecherin der Grünen Jugend, Henriette Held, bezeichnete jüngst in der „taz“ den Antrag Wageners als „krassen Einschnitt in unsere Selbstbestimmung“.

Wagener erklärte zur internen Kritik jetzt: „Freiheit lebt davon, dass wir sie gemeinsam tragen. Ein Gesellschaftsjahr stärkt die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie – gegen Bedrohungen von außen, Extremismus von innen und das Gefühl der Hilflosigkeit in Zeiten vieler Krisen.“

Auch ein weiterer Antrag der Grünen-Bundestagsabgeordneten und Verteidigungsexpertin Sara Nanni fand im Onlinevotum vor dem Parteitag nicht die notwendige Zustimmung. Darin wird für einen freiwilligen Dienst plädiert. Auf einer Onlineplattform sollen sich demnach Freiwillige zivile und militärische Fähigkeiten eintragen können, „die im Rahmen von Krisen nützlich sein können“. Auf Instagram bewarb sie ihren Antrag als „eine grüne Antwort auf eine immer absurder und ideologischer werdende Debatte“ zur Wehrpflicht.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Soldaten (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Grüne, Bundesparteitag, Niklas Wagener, Realoflügel, Anton Hofreiter, Grüne Jugend, Henriette Held, Sara Nanni, Bundeswehr, dts Nachrichtenagentur, taz, Spiegel, Instagram.

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

Nicht erwähnt

An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Hannover.

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Die Basis der Grünen hat sich in einem Onlinevotum gegen einen Antrag zur Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht für junge Menschen ausgesprochen, obwohl das Thema weiterhin auf dem bevorstehenden Bundesparteitag präsent bleiben soll.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Auslöser für das Ereignis war der Antrag des Grünen-Bundestagsabgeordneten Niklas Wagener zur Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht für junge Menschen in Deutschland. Dieser wurde vor dem bevorstehenden Bundesparteitag der Grünen im November diskutiert, allerdings stieß er beim Onlinevotum auf erhebliche interne Kritik und wurde von der Basis abgelehnt, was die Debatte über den Dienstpflichtantrag anheizte. Die Spannungen innerhalb der Partei spiegeln wider, wie unterschiedlich die Ansichten über das Thema Dienstpflicht und Selbstbestimmung sind.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Im Artikel wird beschrieben, dass die Basis der Grünen vor dem Bundesparteitag eine Diskussion über einen Antrag zur Einführung einer gesellschaftlichen Dienstpflicht abgelehnt hat, was für Unmut und Kritik innerhalb der Partei sorgte. Der Abgeordnete Niklas Wagener und andere Befürworter betonen jedoch die Notwendigkeit dieser Debatte, während Stimmen aus der Jugend- und Parteiführung Sorgen um die Selbstbestimmung äußern.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Ablehnung des Antrags zur Einführung einer gesellschaftlichen Dienstpflicht, keine Zustimmung zum Antrag für einen freiwilligen Dienst, die Debatte über die Dienstpflicht bleibt präsent, interne Kritik innerhalb der Partei, Wahrnehmung des Antrags als Einschnitt in die Selbstbestimmung, Stärkung der Wehrhaftigkeit der Demokratie in Krisenzeiten.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Niklas Wagener zitiert. Er äußert, dass es schade sei, dass das Thema einer gesellschaftlichen Dienstpflicht aufgrund einer Verfahrensfrage nicht zur Debatte gekommen sei, betont aber, dass das Thema durch einen Änderungsantrag auf dem Parteitag präsent bleiben werde und die Grüne Partei die Debatte intensiv fortführen wird.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur
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