
Berlin () – Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat sich offen dafür gezeigt, ein explizites Recht auf eine Wohnung im Grundgesetz zu verankern. „Das kann man natürlich diskutieren“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben).
Auf die Frage, warum die Politik in den vergangenen Jahren bei der Wohnpolitik versagt habe, verwies Hubertz auf die 90er Jahre, als es die Annahme gegeneben hätte, dass Deutschland fertiggebaut sei. Zudem nannte sie den fehlenden Rechtsanspruch im Grundgesetz. „Das Grundgesetz garantiert keine passende Wohnung“, sagte die SPD-Politikerin. Weil sich aus den Grundrechten und dem Sozialstaatprinzip aber staatliche Verpflichtungen ergeben würden, sehe man die Wohnungspolitik als bundespolitische Aufgabe. Wichtiger als eine Verankerung im Grundgesetz sei aber das Zusammenspiel mit den Akteuren auf dem Wohnungsmarkt, sagte Hubertz und nannte die gemeinwohlorientierten Unternehmen, die Genossenschaften, die kommunalen Wohnungsträger und die privaten Investoren.
Zudem beklagte Hubertz, dass das Bild von Vermietern in Deutschland zu oft pauschal negativ ausfalle. „In Deutschland neigen wir dazu, alles schwarz-weiß zu betrachten: der böse Kapitalist, der böse Vermieter. Es wird viel zu oft pauschalisiert“, sagte sie. Vermieter seien wichtig für das Land und „natürlich nicht alle böse“. Allerdings gebe es auch schwarze Schafe, führte Hubertz aus, und verwies auf Immobilienfonds aus anderen Ländern sowie auf Vermieter, die ihre Wohnungen verkommen lassen würden.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ausgabe des Grundgesetzes in einer Bibliothek (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
Bundesbauministerin Verena Hubertz plädiert für ein Recht auf eine Wohnung im Grundgesetz und thematisiert die Herausforderungen der Wohnungspolitik in Deutschland, während sie das negative Image von Vermietern relativiert und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Wohnungsmarktakteuren als entscheidend ansieht.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Hintergrund für das Ereignis ist die anhaltende Wohnraummangel und die steigenden Mieten in Deutschland, die die Debatte über ein verankertes Recht auf eine Wohnung im Grundgesetz anstoßen. Bundesbauministerin Verena Hubertz kritisiert die aus ihrer Sicht gescheiterte Wohnpolitik der letzten Jahrzehnte und betont, dass die Verankerung eines Rechts auf Wohnung notwendig sei, um staatliche Verpflichtungen zu stärken und die Wohnungsmarktsituation zu verbessern.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Im Artikel äußert Bundesbauministerin Verena Hubertz die Idee, ein Recht auf Wohnung im Grundgesetz zu verankern, und erklärt, dass es an der politischen Umsetzung in der Vergangenheit gefehlt habe. Sie betont die Notwendigkeit des Zusammenarbeitens mit verschiedenen Akteuren im Wohnungsmarkt und kritisiert die einseitige negative Wahrnehmung von Vermietern in der Öffentlichkeit.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: das Grundgesetz garantiert keine passende Wohnung, staatliche Verpflichtungen ergeben sich aus den Grundrechten und dem Sozialstaatprinzip, Wohnungspolitik wird als bundespolitische Aufgabe betrachtet, wichtiges Zusammenspiel mit Akteuren auf dem Wohnungsmarkt, negatives Bild von Vermietern wird pauschalisiert, es gibt sowohl gute als auch schlechte Vermieter.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesbauministerin Verena Hubertz zitiert. Sie spricht sich dafür aus, ein explizites Recht auf eine Wohnung im Grundgesetz zu verankern, und betont, dass die Wohnungspolitik als bundespolitische Aufgabe gesehen werden sollte. Hubertz kritisiert zudem die pauschale negative Sicht auf Vermieter in Deutschland und hebt hervor, dass nicht alle Vermieter "böse" seien.
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