Reiche begrüßt Einigung auf Kraftwerkstrategie

Reiche begrüßt Einigung auf Kraftwerkstrategie

Berlin () – Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat die Einigung des Koalitionsausschusses auf eine Kraftwerkstrategie begrüßt.

„Die Einigung der Koalition bei der Kraftwerkstrategie ist ein dringender Schritt, um Versorgungsfähigkeit zu gewährleisten“, sagte sie am Freitag. „Die kurzfristige Ausschreibung von insgesamt zwölf Gigawatt steuerbarer Kapazitäten sind Grundlage für eine gesicherte Stromversorgung Deutschlands und damit für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie.“

Man gewährleiste damit die Versorgungssicherheit und das Einhalten von Klimaschutzzielen. „Dies ist ein wichtiger erster Schritt bis zur Einführung eines umfassenden, technologieoffenen Kapazitätsmarktes, mit dem wir den Zubau weiterer Kraftwerke und anderer flexibler Kapazitäten anreizen“, so Reiche.

Umweltschützer bemängelten, dass die Kraftwerkstrategie nicht technologieoffen sei. „Der größte Teil der Kapazitäten 2026 wird nicht technologieoffen ausgeschrieben, Batteriespeicher bekommen bei diesen acht Gigawatt also keine Chance“, sagte Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz bei der Deutschen Umwelthilfe (DUH). „Diese planwirtschaftliche Fixierung der auf Gaskraftwerke ist nicht begründbar und muss dringend aufgegeben werden.“

Zerger kritisierte, dass neben der Umstellung auf Wasserstoff zudem die CCS-Technologie zur Abscheidung und Speicherung von CO2 bei den Gaskraftwerken im Rennen bleibe. „Dies droht den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft weiter auszubremsen. Die Bundesregierung muss die Kraftwerksstrategie dringend nachbessern, um unnötige und teure fossile Überkapazitäten und Pfadabhängigkeiten zu vermeiden“, sagte er.

Die Einigung der Koalition sei „eine schwere Schlappe für Wirtschaftsministerin Reiche“ und entlarve gleichzeitig „ihre fossile Agenda“, so Zerger. „Nun ist offensichtlich, dass sie mit ihren ursprünglich geplanten Kapazitäten zwar den Wünschen der Gaslobby gerecht werden wollte, damit aber völlig überzogen und das EU-Recht sowie die Klimaziele aus den Augen verloren hatte“, sagte der Umweltschützer mit Blick auf die zunächst von Reiche angekündigten mindestens 20 Gigawatt Gaskraftwerke. „Die Wirtschaftsministerin muss sich nun fragen lassen, warum sie mit solchen realitätsfernen Vorschlägen Zeit vertrödelt hat.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Katherina Reiche am 13.11.2025

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

CDU, Koalitionsausschuss, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Bundesregierung

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

Das beschriebene Ereignis fand am 13.11.2025 statt.

An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?

Berlin

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) begrüßt die Einigung der Koalition auf eine Kraftwerkstrategie zur Sicherstellung der Stromversorgung in Deutschland, während Umweltschützer kritisieren, dass die Strategie nicht technologieoffen sei und zu einer übermäßigen Abhängigkeit von Gaskraftwerken führe.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Auslöser für die Einigung der Koalition auf die Kraftwerkstrategie war die Notwendigkeit, die Versorgungssicherheitin Deutschland zu gewährleisten und gleichzeitig die Klimaziele einzuhalten. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte die Dringlichkeit dieser Maßnahmen, insbesondere angesichts der geplanten kurzfristigen Ausschreibung von 12 Gigawatt steuerbarer Kapazitäten. Die Strategie wurde jedoch von Umweltschützern kritisiert, da sie nicht technologieoffen sei und eine übermäßige Fixierung auf Gaskraftwerke vornehme.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Die Reaktion auf die Kraftwerkstrategie war gemischt: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche begrüßte die Einigung als wichtigen Schritt zur Sicherstellung der Energieversorgung, während Umweltschützer wie Constantin Zerger die Strategie als nicht technologieoffen kritisierten und eine stärkere Berücksichtigung von alternativen Energiequellen forderten. Zerger bezeichnete die Einigung als "schwere Schlappe" für Reiche und warf ihr vor, die Klimaziele nicht ausreichend zu berücksichtigen.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die genannten Folgen oder Konsequenzen sind:

Versorgungsfähigkeit gewährleisten, gesicherte Stromversorgung Deutschlands, Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, Versorgungssicherheit, Einhalten von Klimaschutzzielen, Anreize für den Zubau weiterer Kraftwerke, planwirtschaftliche Fixierung auf Gaskraftwerke, Verzögerung des Aufbaus einer grünen Wasserstoffwirtschaft, Vermeidung unnötiger und teurer fossiler Überkapazitäten, Nachbesserung der Kraftwerksstrategie, schwere Schlappe für Wirtschaftsministerin Reiche, Entlarvung ihrer fossilen Agenda, realitätsferne Vorschläge.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Katherina Reiche (CDU), der Wirtschaftsministerin, zitiert. Sie begrüßt die Einigung des Koalitionsausschusses auf eine Kraftwerkstrategie als einen „dringenden Schritt, um Versorgungsfähigkeit zu gewährleisten“ und hebt hervor, dass die kurzfristige Ausschreibung von zwölf Gigawatt steuerbaren Kapazitäten die Grundlage für eine gesicherte Stromversorgung Deutschlands bildet.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur
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