G20: Hofreiter ermahnt Merz zur Reparatur von Deutschlands Ansehen

G20: Hofreiter ermahnt Merz zur Reparatur von Deutschlands Ansehen

Berlin () – Der Grünen-Politiker Anton Hofreiter hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgefordert, seine Bemerkung über Brasilien an diesem Samstag beim Treffen mit dessen Präsident Luiz Inácio Lula da Silva während des G20-Gipfels in Südafrika zu revidieren. „Friedrich Merz steht beim G20-Gipfel in der Verantwortung, den Schaden, den er mit seinen Äußerungen zu Brasilien angerichtet hat, zu begrenzen“, sagte Hofreiter dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). „Es geht darum, das internationale Ansehen Deutschlands so gut wie möglich zu reparieren.“

Hofreiter sagte, es sei wichtig, dass der Kanzler in Johannesburg Gespräche auf Augenhöhe führe. „Deutschland muss weltweit enger mit demokratischen Staaten zusammenarbeiten, und mit Ländern, die sich nicht von den USA oder China erpressen lassen wollen.“ Der Vorsitzende des Bundestags-Europaausschusses erklärte, für den Multilateralismus sei die Abwesenheit der Präsidenten der USA und Chinas „eine Chance, die der Kanzler in Südafrika ergreifen sollte“.

Der Außenpolitiker Jürgen Hardt (CDU) sagte dem RND, die G20-Treffen seien immer sinnvoll. „Jeder Regierungschef muss für sich selbst entscheiden, ob er teilnimmt“, so Hardt. Die Ebene der technischen Abstimmung dürfe nicht unterschätzt werden. Bei G20 gehe es auch um wenig ideologische Abstimmungen zur reibungsloseren in unterschiedlichen Bereichen. „Dafür braucht man kein Staatsoberhaupt am Verhandlungstisch.“ Die politische Ebene sei in Johannesburg immer noch gut besetzt „und der Kanzler tut gut daran, diese Chance nicht auszulassen“, sagte der CDU-Politiker.

Merz hatte über den Austragungsort der Weltklimakonferenz im nordbrasilianischen Belém gesagt, alle mitgereisten Journalisten seien froh gewesen, „dass wir vor allen Dingen von diesem Ort, an dem wir da waren“ wieder nach Deutschland zurückgekehrt seien. Lula da Silva hatte daraufhin gekontert, Berlin habe nicht einmal zehn Prozent der Qualität von Belém.

4,1/5 (22 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Anton Hofreiter (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

CDU, G20, Deutschland, USA, China, Bundestags-Europaausschuss, RND, Weltklimakonferenz.

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

Das beschriebene Ereignis fand während des G20-Gipfels in Südafrika statt, der vermutlich am Wochenende um den 26. und 27. August 2023 stattgefunden hat, da der Text den Samstag erwähnt. Daher lautet die Antwort:

26. und 27. August 2023.

An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Südafrika, Johannesburg, Belém.

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Grünen-Politiker Anton Hofreiter fordert Bundeskanzler Friedrich Merz auf, seine kritischen Äußerungen über Brasilien vor dem G20-Gipfel zu revidieren, um den internationalen Ruf Deutschlands zu wahren und die Zusammenarbeit mit demokratischen Staaten zu fördern.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Hintergrund des Ereignisses ist eine umstrittene Äußerung von Friedrich Merz über Brasilien während des G20-Gipfels, die als unangemessen empfunden wurde. Anton Hofreiter forderte Merz auf, diese Bemerkung zu revidieren, um den internationalen Ruf Deutschlands zu wahren und bessere Beziehungen zu demokratischen Staaten zu fördern.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Der Grünen-Politiker Anton Hofreiter kritisiert Bundeskanzler Friedrich Merz für seine Äußerungen über Brasilien beim G20-Gipfel und fordert ihn auf, den entstandenen Schaden zu begrenzen, um das internationale Ansehen Deutschlands zu wahren. CDU-Politiker Jürgen Hardt betont, dass G20-Treffen trotz der Abwesenheit der amerikanischen und chinesischen Präsidenten wichtig sind, um technische Abstimmungen zu ermöglichen, und nennt die Teilnahme des Kanzlers an diesen Gesprächen entscheidend.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind:

Schaden für das internationale Ansehen Deutschlands, Verantwortung von Merz beim G20-Gipfel, Notwendigkeit von Gesprächen auf Augenhöhe, enge Zusammenarbeit mit demokratischen Staaten, Ergreifen der Chance für den Multilateralismus, Bedeutung der politischen Ebene in Johannesburg, Vermeidung ideologischer Abstimmungen, Möglichkeit reibungsloser Kooperation.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Anton Hofreiter zitiert. Er fordert Bundeskanzler Friedrich Merz auf, seine Äußerungen über Brasilien zu revidieren und betont, dass Merz beim G20-Gipfel in der Verantwortung stehe, den durch seine Bemerkungen angerichteten Schaden für das internationale Ansehen Deutschlands zu begrenzen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur (Alle anzeigen)