
Berlin:
Erst Schnee oder Regen, dann klirrende Kälte. Das ist keine gute Kombination für Menschen, die ihren Arbeitsweg zu Fuß zurücklegen. In der kalten Jahreszeit steigt die Unfallgefahr auf Fußwegen und Straßen durch Eisglätte. Mehr als 11.800 meldepflichtige Wegeunfälle von Fußgängerinnen und Fußgängern gab es im Jahr 2024, die auf rutschigen Boden aufgrund von Wasser, Regen, Schnee oder Glatteis zurückzuführen waren. Die gesetzliche Unfallversicherung sagt, wie Beschäftigte auch im Winter sicher zur Arbeit gehen.
„Das A und O ist das richtige Schuhwerk“, sagt Olaf Mewes vom Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA). „Die Sohle sollte rutschhemmend und profiliert sein. Zusätzlich helfen Überzieher aus Mikrofaser. Bei besonders vereisten Flächen können Spikes unter der Schuhsohle befestigt werden, die sich im Eis versenken.“ Wo möglich, sollten vereiste Flächen gemieden und nur geräumte und gestreute Wege genutzt werden.
Gerade an besonders kalten Tagen mit Glättegefahr sollten Beschäftigte mehr Zeit für den Weg zur Arbeit einplanen. „Wer ängstlich oder in Hektik ist, läuft unsicher. Fußgängerinnen und Fußgänger sollten daher bewusst langsamer laufen, kleinere Schritte setzen und mit dem ganzen Fuß auftreten“, so Mewes.
Reflektierend, fluoreszierend, aktiv leuchtend
In den Herbst- und Wintermonaten ist es oft noch oder schon dunkel, wenn Beschäftigte sich auf den Weg zur Arbeit oder wieder nach Hause machen. Regen und Schneetreiben tragen dazu bei, dass sich die Sicht zusätzlich verschlechtert – sowohl für die Menschen auf den Wegen als auch für jene, die im Auto sitzen. Damit Fußgängerinnen und Fußgänger von Autofahrenden gut gesehen werden, sollten sie helle Kleidung tragen. Noch besser ist es, wenn retroreflektierendes Material an der Kleidung angebracht ist. Es wirft das auftreffende Scheinwerferlicht zurück zur fahrenden Person im Auto. „Auf die Weise werden Menschen schon aus bis zu 140 Metern Entfernung gesehen, bei dunkler Kleidung erst ab 25 Metern“, so Olaf Mewes.
Fluoreszierendes Rot, Orange oder Gelb sorgen bei Tageslicht oder in der Dämmerung für eine besonders gute Sichtbarkeit auf große Entfernungen und zusätzlich für einen guten Farbkontrast.
Bei Dunkelheit und ohne äußere Lichtquellen können Anwendungen mit aktiver Beleuchtung zur besseren Sichtbarkeit beitragen. Werden LEDs (englisch: light-emitting diode) an der Kleidung angebracht, sollten Fußgängerinnen und Fußgänger darauf achten, dass diese andere Verkehrsteilnehmende nicht blenden.
Gut zu wissen: Stürzen Beschäftigte trotz aller Vorsicht auf dem Weg zur Arbeit, stehen sie unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie übernimmt die Kosten für die Heilbehandlung und gegebenenfalls die anschließende Rehabilitation. „Wichtig ist, dass Beschäftigte nach dem Sturz einen Durchgangsarzt oder eine Durchgangsärztin aufsuchen und den Arbeitgeber informieren“, so Olaf Mewes.
Welche Maßnahmen helfen, um in der Dunkelheit besser gesehen zu werden, ist auch hier (https://aug.dguv.de/verkehrssicherheit/sichtbarkeit-dunkelheit-verkehr/) zusammengefasst.
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Kontakt
| Newsroom: | ![]() |
| Pressekontakt: | Stefan Boltz
Pressesprecher E-Mail: presse@dguv.de |
Quellenangaben
| Bildquelle: | Fluoreszierende und retroreflektierende Teile auf der Kleidung bieten zusätzliche Sicherheit im Straßenverkehr. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/65320 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis. |
| Textquelle: | Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), übermittelt durch news aktuell |
| Quelle: | https://www.presseportal.de/pm/65320/6165693 |
Das richtige Schuhwerk ist entscheidend, um Rutschgefahr auf vereisten Wegen zu minimieren. Rutschhemmende und profilierte Sohlen bieten besseren Halt. Vermeiden Sie vereiste Flächen, nutzen Sie geräumte und gestreute Wege und planen Sie mehr Zeit für Ihren Weg ein, um sicherer zu laufen. Tragen Sie helle Kleidung und verwenden Sie retroreflektierende Materialien, die Licht zurückwerfen, um besser gesehen zu werden. Fluoreszierende Farben wie Rot, Orange oder Gelb sorgen für gute Sichtbarkeit bei Tageslicht und in der Dämmerung. LEDs an der Kleidung können die Sichtbarkeit erhöhen, sollten jedoch so platziert werden, dass sie andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden. Wenn Sie stürzen, sind Sie durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt, die die Kosten für Heilbehandlung und Rehabilitation übernimmt. Suchen Sie einen Durchgangsarzt auf und informieren Sie Ihren Arbeitgeber über den Vorfall. Gehen Sie langsamer, setzen Sie kleinere Schritte und treten Sie mit dem ganzen Fuß auf, um das Risiko zu minimieren. Tragen Sie warme, helle und reflektierende Kleidung, um sowohl warm zu bleiben als auch gut sichtbar zu sein. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der DGUV, die spezifische Maßnahmen zur Sichtbarkeit im Dunkeln zusammenfasst.Häufige Fragen
Warum ist das richtige Schuhwerk wichtig im Winter?
Welche Maßnahmen kann ich ergreifen, um bei Glätte sicher zu gehen?
Wie kann ich meine Sichtbarkeit im Dunkeln erhöhen?
Was sind die Vorteile von fluoreszierenden Farben?
Wie kann ich aktiv leuchtende Elemente nutzen?
Was passiert, wenn ich trotz Vorsicht stürze?
Was sollte ich nach einem Sturz tun?
Wie kann ich sicher zur Arbeit gehen, wenn es schneit?
Welche Kleidung ist am besten für den Winterweg zur Arbeit?
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