
Toronto () – Der kanadisch-amerikanische Romancier John Irving streicht aus Empörung über Trump seine Buch-Tour durch die USA.
„Aus Protest gegen den autoritären Faschisten im Weißen Haus werde ich auf meiner Lesereise dieses Mal nicht das Land besuchen, in dem ich geboren wurde – das gab es noch nie. Aber in den Händen dieses Diktators erkenne ich mein geliebtes Land nicht wieder, es ist ein totalitäres Regime. Für mich ist unbegreiflich, wie die Demokratie derart niedergetrampelt werden konnte“, sagte Irving der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).
„Es macht mir keinen Spaß, mein Land zu boykottieren, es gibt dort viele Menschen, die ich liebe. Ich vermisse mein Heimatland, gerade, wenn ein neuer Roman erscheint“, so Irving weiter. „Aber ich werde nicht hingehen. Amerikanische Journalisten können mich gern in Toronto besuchen, jeder kann über Zoom mit mir sprechen. Aber ich will ein Zeichen setzen und fahre nicht hin.“
Der Romancier wertet Trumps Politik als aggressive Ausprägung eines internationalen Rechtsrucks: „Dass der Faschismus auch in Europa ein Comeback feiert, wissen wir ja schon seit einiger Zeit. Trotzdem erschüttert es mich zu sehen, mit welchem Tempo und wie ungebremst Trumps Faschismus wuchert“, sagte der 83-Jährige und begründete sein Urteil wie folgt: „Trump weitet seine exekutiven Befugnisse in einer Weise aus, die die US-Verfassung nicht erlaubt. Die sogenannten Gesetzgeber im US-Repräsentantenhaus und im US-Senat wissen, dass er seine Befugnisse überschreitet, und sie lassen es zu. Die feigen Republikaner sind mit ihrem Schweigen mitverantwortlich. Wir leben in sehr schlechten Zeiten.“
Die Beziehungen der USA zu seiner kanadischen Wahlheimat bezeichnete der in Toronto lebende Irving als schwer beschädigt: „Im Februar, kurz nach Beginn von Trumps zweiter Amtszeit, habe ich mit meiner alten Freundin und Schriftstellerkollegin Margaret Atwood Mittag gegessen“, sagte Irving. „Ich wollte nachhaken, ob mein Eindruck stimmt: Täusche ich mich oder waren die Kanadier in ihrer Ablehnung der Vereinigten Staaten noch nie so einig wie jetzt – nicht mal während des Vietnamkriegs? Da hat sie mich nur angesehen und geantwortet: Natürlich stimmt das. Und das ist traurig. Kanadier haben nichts gegen Amerikaner. Aber jeder, dem die Demokratie am Herzen liegt, muss Donald Trump ablehnen.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Weißes Haus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?
John Irving, Donald Trump, Margaret Atwood
Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?
John Irving, Trump, Neue Osnabrücker Zeitung, US-Repräsentantenhaus, US-Senat, Republikaner, Margaret Atwood
Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?
Nicht erwähnt
An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Washington D.C. (Weißes Haus), Toronto.
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
Der kanadisch-amerikanische Autor John Irving sagt seine Buch-Tour durch die USA aus Protest gegen Trumps autoritäre Politik ab und äußert seine Besorgnis über die Erosion der Demokratie unter seiner Führung.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Auslöser für John Irvings Entscheidung, seine Buch-Tour durch die USA zu streichen, ist seine Empörung über die Politik von Donald Trump, die er als autoritär und faschistisch bezeichnet. Irving sieht dies als Teil eines globalen Rechtsrucks und kritisiert, dass die US-Verfassung unter Trumps exekutiven Befugnissen leidet. Sein Protest ist eine Reaktion auf die Gefährdung der Demokratie, die er in den USA und anderen Ländern wahrnimmt.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Im Artikel äußert John Irving, dass er aus Protest gegen Trumps autoritäre Politik seine Lesetour in den USA absagt, was er als Zeichen gegen das, was er als faschistische Tendenzen bezeichnet, versteht. Er kritisiert zudem die naive Akzeptanz seines Verhaltens durch die Republikaner und stellt fest, dass die Beziehungen zwischen Kanada und den USA durch diese Entwicklungen stark belastet sind.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:
Boykott von Irvings Buch-Tour durch die USA, Verlust der Verbindung zu seinem Heimatland, gestörte Beziehungen zwischen den USA und Kanada, Einheit der Kanadier in der Ablehnung der USA, Einschätzung einer autoritären Entwicklung unter Trump, Verantwortung der Republikaner für Trumps Handlungen, negative Auswirkungen auf das Demokratieverständnis.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Romanciers John Irving zitiert. Er äußert seine Empörung über Donald Trump und erklärt, dass er aus Protest gegen den "autoritären Faschisten" im Weißen Haus seine Buch-Tour durch die USA absage. Irving beschreibt die Situation als totalitäres Regime und betont, wie sehr ihn die Demokratie-Niedermetzelung erschüttert.
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