Landtechnik-Riese unter Druck: Krone kürzt Personal

Landtechnik-Riese unter Druck: Krone kürzt Personal

Spelle () – Die Krone-Gruppe aus dem emsländischen Spelle reagiert auf die angespannte Wirtschaftslage mit deutlichen Einsparungen im Personalbereich.

„Es ist richtig, dass wir in den vergangenen zwei Jahren Zeitarbeitnehmer abgebaut haben, sowohl im Nutzfahrzeugbereich als auch in der Landtechnik. Allein hier in Spelle sind das über 450 Zeitarbeitsmitarbeiter weniger als noch in 2023“, sagte Bernard Krone, Chef des Landmaschinen- und Lkw-Trailer-Herstellers, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Wir müssen bereit sein, in schwierigen Zeiten schwierige Entscheidungen zu treffen.“

Ebenso prüfe sein Unternehmen gerade „sehr genau, ob und wie wir befristete Verträge, Studenten oder Auszubildende in der aktuellen Situation übernehmen können“, fügt Krone hinzu und bekräftigt den Handlungsdruck: „Uns soll es nicht wie anderen Unternehmen aus Nordwestdeutschland ergehen.“

Auch drastischere Schritte schließt Krone nicht aus: „Sollte sich die allgemeine Situation in den nächsten Monaten noch verschlechtern, werden wir weitere Optionen prüfen.“ Für Einheimische sei das womöglich ein „Kulturschock“, weil ein solch rigider Sparkurs bei Krone aus der jüngeren Vergangenheit nicht bekannt sei. Massenentlassungen indes seien aktuell nicht geplant.

Als Ursachen für die angespannte Situation nennt Krone neben der Konkurrenz aus China, dem Krieg in der Ukraine und den US-Zöllen bürokratische Hemmnisse und eine „Regulierungswut der EU“. Ein Grund, aus Deutschland abzuwandern, sei das aber nicht. „Da müssten noch ganz andere Dinge passieren, dass wir die Unternehmenszentrale ins Ausland verlagern.“

Die Krone-Gruppe hat ihren Sitz im emsländischen Spelle in . Als einer der führenden Hersteller für Nutzfahrzeuge und Landtechnik beschäftigt das Unternehmen weltweit mehr als 10.000 Mitarbeiter. Der Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023/2024 mehr als drei Milliarden Euro Umsatz. Seit seiner Gründung im Jahr 1906 befindet sich das Unternehmen im Besitz der Familie Krone. Bernard Krone ist seit 2020 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Holding. Der 48-Jährige führt das Familienunternehmen in vierter Generation. Alle seine Vorgänger hießen ebenfalls Bernard, beziehungsweise Bernhard.

4,8/5 (8 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bauer mit Traktor (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

Krone-Gruppe, Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), EU

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

Nicht erwähnt.

An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Spelle, Niedersachsen.

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Die Krone-Gruppe aus Spelle senkt aufgrund der angespannten Wirtschaftslage die Zahl ihrer Zeitarbeiter um über 450 und prüft weitere Einsparungen, schließt jedoch derzeit keine Massenentlassungen aus, während sie externe Einflüsse wie den Ukrainekrieg und Bürokratie kritisiert.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Auslöser für die Einsparungen bei der Krone-Gruppe ist die angespannte Wirtschaftslage, die durch Konkurrenz aus China, den Ukraine-Krieg, US-Zölle sowie bürokratische und regulatorische Herausforderungen der EU bedingt ist. Das Unternehmen muss angesichts dieser Faktoren schwierige Entscheidungen treffen, um wirtschaftlich stabil zu bleiben.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Im Artikel wird berichtet, dass die Krone-Gruppe auf die angespannte Wirtschaftslage mit Personalabbau reagiert hat, wobei über 450 Zeitarbeitsstellen abgebaut wurden. Bernard Krone äußert, dass das Unternehmen auch weitere Sparmaßnahmen in Betracht zieht, während die Politik und Medien bislang keine spezifischen Reaktionen auf diese Entwicklungen anführen.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Einsparungen im Personalbereich, Abbau von über 450 Zeitarbeitsmitarbeitern, Prüfung der Übernahme von befristeten Verträgen, Studenten und Auszubildenden, mögliche weitere Optionen bei Verschlechterung der Situation, "Kulturschock" für Einheimische, kein geplanter Massenentlassungen.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bernard Krone, dem Chef der Krone-Gruppe, zitiert. Er äußert, dass in den letzten zwei Jahren über 450 Zeitarbeitsmitarbeiter abgebaut wurden und dass das Unternehmen bereit sein muss, in schwierigen Zeiten schwierige Entscheidungen zu treffen. Zudem fügt er hinzu, dass sie in Betracht ziehen, auch befristete Verträge und Azubis zu übernehmen, je nachdem, wie sich die Situation entwickelt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur