
Berlin/Magdeburg () – NRW-CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hält den Fußballmanager Oliver Ruhnert geeignet für den angestrebten Posten im „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW). „Ein Generalsekretär muss Trainer sein, muss Scout sein, muss sich neue Spielzüge überlegen und die Schwächen des Gegners analysieren – all das kann Oliver Ruhnert“, sagte Ziemiak dem „Spiegel“.
Das BSW allerdings sei „ein viel schwierigerer Fall als Union Berlin“. Ruhnert will sich Anfang Dezember auf dem Bundesparteitag in Magdeburg zum Generalsekretär des BSW wählen lassen. Der 54-Jährige gibt dafür seine Karriere im Sport auf: Als Manager und Chefscout hat er den Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin in den vergangenen acht Jahren aus der 2. Bundesliga bis in die Champions League geführt.
Ziemiak und Ruhnert kennen und schätzen sich aus der Kommunalpolitik in Nordrhein-Westfalen, saßen zeitweise gemeinsam im Stadtrat von Iserlohn – Ziemiak für die CDU, Ruhnert für die Linke. Ziemiak nennt Ruhnert im „Spiegel“ einen „Überzeugungstäter“. Und weiter: „Oliver Ruhnert ist kein Ideologe, sondern ein rationaler Politiker, er will die Verhältnisse verbessern.“ Prestige oder Geld spielten für ihn keine Rolle. Während der Debatten im Stadtrat, so Ziemiak, habe er sich oft gefragt, „wer sind hier eigentlich die echten Sozialdemokraten“? Ruhnerts Linke oder die SPD? „Vom Herzen her ist er ein aufrichtiger Sozi.“
Er sei deswegen überrascht gewesen, dass Ruhnert damals ausgerechnet bei den Linken mitgemacht habe. Das BSW, sagte Ziemiak, sei populistisch, „eine außenpolitische Geisterfahrerin mit krassem Wagenknecht-Kult“. Das passe nicht zu Ruhnert. Beim Fußball drücke er ihm die Daumen, aber nicht in der Politik – und das, obwohl er selbst Dortmund-Fan sei und Ruhnert Anhänger sowie Mitglied des Erzrivalen Schalke.
Ruhnert ist im vergangenen Jahr zum BSW gewechselt und war im Bundestagswahlkampf als Berliner Spitzenkandidat der Partei angetreten. Das BSW verfehlte den Einzug ins Parlament knapp, scheiterte an der Fünfprozenthürde.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Oliver Ruhnert (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?
Oliver Ruhnert, Paul Ziemiak, Sahra Wagenknecht
Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?
NRW-CDU, Paul Ziemiak, Oliver Ruhnert, Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), 1. FC Union Berlin, Die Linke, SPD
Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?
Die relevanten Daten im Text beziehen sich auf den Bundesparteitag, der Anfang Dezember in Magdeburg stattfinden soll. Das genaue Datum wurde jedoch nicht erwähnt. Daher lautet die Antwort:
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An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?
Die beschriebenen Orte sind: Berlin, Magdeburg, Iserlohn.
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
Der NRW-CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hält Oliver Ruhnert für geeignet als Generalsekretär des "Bündnis Sahra Wagenknecht", trotz der Herausforderungen, die diese Position mit sich bringt, und lobt seine rationalen politischen Ansichten, die im Kontrast zu den populistischen Zielen des BSW stehen.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Hintergrund für die Nominierung von Oliver Ruhnert als Generalsekretär des "Bündnis Sahra Wagenknecht" (BSW) ist sein erfolgreicher Werdegang als Fußballmanager beim 1. FC Union Berlin, wo er das Team von der 2. Bundesliga bis zur Champions League führte. Paul Ziemiak lobt Ruhnerts Fähigkeiten in der Kommunalpolitik und sieht in ihm einen rationalen und aufrichtigen Politiker, der auch im Politikgeschäft Herausforderungen annehmen möchte. Der Schritt erfolgt nach einem gescheiterten Wahlkampf des BSW, der die Fünfprozenthürde nicht überschreiten konnte.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Im Artikel äußert NRW-CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak seine Unterstützung für Oliver Ruhnert als Generalsekretär des "Bündnis Sahra Wagenknecht", beschreibt ihn jedoch gleichzeitig als ungeeignet für die populistische Ausrichtung der neuen Partei. Ziemiak hebt hervor, dass Ruhnerts politischer Ansatz rational und auf Verbesserung ausgerichtet sei, was nicht mit dem aktuellen Kurs der BSW übereinstimme.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Ruhnert gibt seine Karriere im Sport auf, Ruhnert will sich zum Generalsekretär des BSW wählen lassen, das BSW scheiterte an der Fünfprozenthürde, Ziemiak sieht das BSW als populistisch und problematisch, Ruhnert wird in der Politik anders wahrgenommen als im Fußball.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von NRW-CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak zitiert. Er hält Oliver Ruhnert für geeignet für den Posten im "Bündnis Sahra Wagenknecht" und beschreibt ihn als "Überzeugungstäter" und rationalen Politiker, der die Verhältnisse verbessern will, wobei Prestige und Geld für ihn keine Rolle spielen.
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