Krischer sieht Bund bei Sanierung maroder Brücken in der Pflicht

Krischer sieht Bund bei Sanierung maroder Brücken in der Pflicht

Düsseldorf () – Kurz vor der Eröffnung der neuen Rahmedetalbrücke nördlich von Lüdenscheid hat Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) vor weiteren maroden Brücken im Land gewarnt. „Wir sind noch nicht übern Berg“, sagte Krischer dem „Westfälischen Anzeiger“ (Donnerstagausgabe) von „Ippen-Media“.

„Mit der Sperrung der Bonner Nordbrücke für Lkw und Einschränkungen an der schadhaften Wiehltalbrücke an der A4 rücken in kurzer Zeit gleich zwei entscheidende Bauwerke neu in den Fokus“, so der Landesminister.

Tatsächlich ist seit Kurzem klar: Auch diese Brücken müssen wohl saniert werden.

Krischer sieht die Bundesregierung in der Pflicht. „400 Autobahnbrücken wollte der Bund pro Jahr sanieren, ein Großteil davon in NRW. Tatsächlich wird die GmbH des Bundes dieses Jahr gerade einmal 170 schaffen“, so der Grünen-Politiker.

„Ich erwarte, dass der Bund seine Zusage einhält und die Mittel des Sondervermögens nicht nach Proporz einsetzt, sondern dort, wo der Bedarf für Sanierung und Ersatzneubauten von Brücken am größten ist.“

In einem Brief hatte sich Politiker an seinen Amtskollegen auf Bundesebene, Patrick Schnieder (CDU), gewandt. Krischer bittet in dem Schreiben darum, „schnellstmöglich die volle Funktionstüchtigkeit“ der betroffenen Brücken wiederherzustellen.

Weiter schlägt der Minister vor, zu prüfen, ob man die Bonner Brücke von langwierigen Planfeststellungsverfahren ausnehmen könne, um sie „ohne Zeitverzögerung umsetzen zu können“.

Krischer kündigte an, dass bei den Landes- und Bundesstraßen, für die man zuständig sei, wollen man „die 400 Brücken, die es am nötigsten haben, in den nächsten zehn erneuern“. Mit Geld aus dem Sondervermögen wolle man den Fokus auf die Sanierungen legen, auf modulare Bauweisen und gebündelte Vergaben setzen, um die Bauzeiten zu verkürzen.

Die Rahmedetalbrücke der A45 musste 2023 wegen Baumängeln abgerissen werden, am Montag soll das Nachfolgebauwerk für den freigegeben werden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Oliver Krischer (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:

Grüne, Westfälischen Anzeiger, Ippen-Media, Bundesregierung, Autobahn GmbH des Bundes, Patrick Schnieder, CDU.

Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?

Nicht erwähnt

An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

Düsseldorf, Lüdenscheid, Bonn, Wiehltalbrücke (an der A4).

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer warnt vor weiteren maroden Brücken im Land und fordert von der Bundesregierung eine zügige Sanierung, insbesondere in Anbetracht der aktuellen Probleme mit der Bonner Nordbrücke und der Wiehltalbrücke, während er auf die unzureichende Umsetzung der versprochenen Brückensanierungen durch den Bund hinweist.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Hintergrund des beschriebenen Ereignisses ist die eindringliche Warnung von Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) über den maroden Zustand zahlreicher Brücken im Bundesland. Dies wurde durch die bevorstehende Eröffnung der neuen Rahmedetalbrücke und die gleichzeitigen Probleme mit anderen wichtigen Brücken, wie der Bonner Nordbrücke und der Wiehltalbrücke, verstärkt. Krischer fordert die Bundesregierung auf, ihre Sanierungszusagen einzuhalten, da die tatsächlichen Sanierungen weit hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

In dem Artikel wird berichtet, dass Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) vor weiteren maroden Brücken warnt und die Bundesregierung auffordert, ihre Sanierungszusagen einzuhalten, da nur ein Bruchteil der geplanten Brückensanierungen realisiert wurde. Krischer schlägt auch vor, Planungsverfahren zu beschleunigen, um dringend benötigte Erneuerungen zügig umzusetzen.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind:

marode Brücken, Sperrung der Bonner Nordbrücke, Einschränkungen an der Wiehltalbrücke, Notwendigkeit der Sanierung weiterer Brücken, unzureichende Umsetzung der Sanierungsversprechen durch die Bundesregierung, Verzögerungen in der Funktionstüchtigkeit der betroffenen Brücken, mögliche Ausnahmen von Planfeststellungsverfahren, Erneuerung von 400 Brücken in den nächsten zehn Jahren, Fokus auf Sanierungen und verkürzte Bauzeiten.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Oliver Krischer, dem Verkehrsminister von , zitiert. Er warnt davor, dass die Brückensituation im Land weiterhin kritisch ist und fordert die Bundesregierung auf, ihre Zusagen zur Sanierung von Autobahnbrücken einzuhalten. Krischer betont, dass die Finanzierung der Sanierungen prioritär dort erfolgen sollte, wo der Bedarf am größten ist.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur
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