
Berlin () – Die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Tanja Machalet (SPD), hat sich der Forderung nach Einführung einer Zuckersteuer angeschlossen. „Ich unterstütze das“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben) mit Blick auf einen entsprechenden Vorstoß des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU).
„Wenn wir bei der Prävention vorankommen wollen, dann brauchen wir Steuern auf Produkte, die nachgewiesenermaßen schädlich sind, also auf Alkohol, Tabak und Zucker“, so Machalet.
„Dabei muss sichergestellt sein, dass die Einnahmen nicht im allgemeinen Haushalt versickern, sondern tatsächlich für Prävention verwendet werden. Wir müssen bei der Prävention irgendwann vor die Welle kommen.“
Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Janosch Dahmen, hält die Einführung einer Zuckersteuer für gesundheitspolitisch überfällig.
„Wir wissen seit Jahren, dass übermäßiger Zuckerkonsum maßgeblich zu Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Adipositas beiträgt – und damit Milliardenkosten im Gesundheitssystem verursacht“, sagte er den Zeitungen.
„Trotzdem tragen bislang fast ausschließlich die Versicherten die Folgen, während die Hersteller hochverzuckerter Produkte ihre Gewinne behalten“, so Dahmen. „Erst verdienen Konzerne daran, Kinder und Erwachsene mit billigem Zucker krank zu machen – und anschließend verdient die Pharmaindustrie Milliarden daran, die Folgen mit teuren Medikamenten und Abnehmspritzen zu behandeln. Das ist ein System, das Krankheit belohnt statt Gesundheit schützt.“
Günther hatte für das erste Quartal des kommenden Jahres eine Bundesratsinitiative angekündigt.
Mitte Oktober hatte sich bereits Schleswig-Holsteins Landtag für eine Herstellerabgabe auf besonders zuckerhaltige Soft- und Energy-Drinks ausgesprochen, auch in der damaligen Ampel-Koalition im Bund gab es Diskussionen darüber.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Weihnachtsmänner (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?
Tanja Machalet, Daniel Günther, Janosch Dahmen
Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
SPD, CDU, Grüne-Bundestagsfraktion, Schleswig-Holstein, Ampel-Koalition.
Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?
Nicht erwähnt
An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Schleswig-Holstein.
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
Tanja Machalet (SPD), Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, unterstützt die Einführung einer Zuckersteuer zur Prävention von Krankheiten, während Janosch Dahmen (Grüne) die Maßnahme als überfällig bezeichnet, um die gesundheitlichen und finanziellen Folgen übermäßigen Zuckerkonsums zu bekämpfen.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Auslöser für die Diskussion um die Einführung einer Zuckersteuer ist die gestiegene Besorgnis über die gesundheitlichen Folgen von übermäßigem Zuckerkonsum, der mit Krankheiten wie Diabetes und Adipositas in Verbindung gebracht wird. Der Vorstoß kam insbesondere von Tanja Machalet (SPD) und Daniel Günther (CDU) in dem Bestreben, durch steuerliche Maßnahmen präventiv gegen diese gesundheitlichen Probleme vorzugehen und die finanziellen Belastungen im Gesundheitssystem zu senken.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Im Artikel wird berichtet, dass Tanja Machalet von der SPD und Janosch Dahmen von den Grünen die Einführung einer Zuckersteuer unterstützen, um gesundheitliche Probleme durch übermäßigen Zuckerkonsum zu bekämpfen. Beide fordern, dass die Einnahmen aus dieser Steuer gezielt für Präventionsmaßnahmen genutzt werden, um langfristig die Gesundheitskosten zu senken.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: Zunahme von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas, Milliardenkosten im Gesundheitssystem, Versicherten tragen die Folgen, Hersteller behalten Gewinne, Krankheit wird belohnt, Kosten für teure Medikamente und Abnehmspritzen.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Tanja Machalet (SPD), zitiert. Sie unterstützt die Einführung einer Zuckersteuer und betont, dass diese Maße zur Prävention von gesundheitlichen Problemen notwendig ist. Machalet fordert zudem, dass die Einnahmen aus der Steuer für Präventionsmaßnahmen verwendet werden sollen.
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