
München () – Der Präsident des Münchner Ifo-Institut kritisiert die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit deutlichen Worten für eine zögerliche Haltung.
„Leider wird alles, was schwierig ist, auf die lange Bank geschoben. Das wird auf Dauer nicht gut gehen“, sagte Fuest der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe). Der Ökonom fügte an: „Der Bundeskanzler geht bisher in der Wirtschaftspolitik den großen Herausforderungen aus dem Weg.“ Derzeit würde versucht, vieles mit finanziellen Mittel zu lösen. „Alles mit Geld zuschütten, dafür braucht es nicht viel Mut“, sagte Fuest.
Es sei so, dass die Politik die Probleme für den privaten Sektor nicht löse, sondern sie eher noch verschärfe. Als Beispiel nannte Fuest die Rentenpolitik und mögliche künftige Steuer- und Abgabenerhöhungen. „Am Ende könnte Deutschland in eine Phase der Dauerstagnation eintreten. Es gibt keine Garantie für eine Rückkehr zum Wachstum“, warnte Fuest.
Fuest forderte in der SZ zudem, dass Deutschland angesichts eines drohenden Kriegs schnell umdenken müsse. „Wir brauchen so etwas wie eine Kriegswirtschaft in Deutschland.“ Dazu gehöre Schnelligkeit. „Jetzt müssen wir eben jene Dinge produzieren, die lange unerwünscht waren. Wir müssen umdenken, und zwar schnell“, so der Ökonom.
Aus historischen Gründen habe dieses Land noch einen großen Abstand zu solchen Themen. Deutschland sei ein pazifistisches Land. Fuest sagte weiter: „Aber Pazifismus kann man sich nur dann leisten, wenn man nicht angegriffen wird.“ Deutschland müsse eben in Verteidigung investieren, daher werde nun der Kuchen insgesamt kleiner.
Die Bürger seien aber gewohnt, dass der Staat sie von allen Übeln abschirme. Das funktioniere nicht mehr. Trotzdem seien im letzten Wahlkampf von der Politik „viele Goodies versprochen worden: die Gastronomie kriegt etwas, Mütterrente kommt, die Haltelinie für die Rentner bleibt und so weiter“. Fuest sagte: „Das ist Realitätsverweigerung.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Friedrich Merz vor Kabinettssitzung (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?
Friedrich Merz, Fuest
Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?
Ifo-Institut, Bundesregierung, Friedrich Merz, CDU, Süddeutsche Zeitung, Deutschland, Gastronomie.
Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?
Nicht erwähnt.
An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?
München, Deutschland
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
Der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, kritisiert die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz für ihre zögerliche Wirtschaftspolitik und warnt vor einer möglichen Dauerstagnation, während er eindringlich einen notwendigen Umdenkprozess in Bezug auf Verteidigungsausgaben und die Wirtschaft fordert.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Auslöser für die Kritik des Ifo-Präsidenten Fuest an der Bundesregierung ist die als zögerlich empfundene Wirtschaftspolitik unter Kanzler Friedrich Merz (CDU). Fuest bemängelt, dass wichtige wirtschaftliche Herausforderungen nicht aktiv angegangen werden und stattdessen versucht wird, Probleme durch finanzielle Mittel zu lösen. Er warnt vor einer möglichen Dauerstagnation der deutschen Wirtschaft und fordert ein schnelles Umdenken, insbesondere in Bezug auf Verteidigung und Produktion, um auf drohende Krisen vorbereitet zu sein.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, kritisiert die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz für ihre zögerliche Politik und fordert einen schnellen Kurswechsel in der Wirtschaft, insbesondere angesichts drohender internationaler Konflikte. Er warnt davor, dass das Aufschieben von Problemen und das bloße Zuschütten von finanziellen Mitteln zu einer Dauerstagnation in Deutschland führen könnte, und fordert ein Umdenken in der Verteidigungspolitik.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: dauerhafte Stagnation, verschärfte Probleme im privaten Sektor, mögliche Steuer- und Abgabenerhöhungen, großer Abstand zu notwendigen Themen, reduzierte Verteidigungskapazitäten, Realitätsverweigerung der Politik.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Präsidenten des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, zitiert. Er kritisiert die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz für ihre zögerliche Haltung in der Wirtschaftspolitik und warnt, dass Deutschland in eine Phase der Dauerstagnation eintreten könnte, wenn die Probleme nicht aktiv angegangen werden. Fuest fordert zudem ein Umdenken in der deutschen Politik, insbesondere in Bezug auf Verteidigungsinvestitionen.
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