
Berlin () – Nach erneuten Angriffen auf Polizeibeamte und Rettungskräfte in der Silvesternacht drängen CDU und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf eine schnellere Verurteilung der Straftäter.
„Wer Retter angreift, hat den Respekt vor wirklich allem verloren“, sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnenmann der „Bild“. Was jetzt wirklich keiner mehr hören könne, seien die immer wiederkehrenden Rufe nach härteren Strafen. „Viel wichtiger sind schnelle Verfahren. Dazu müssen die sogenannten beschleunigten Verfahren in Deutschland ausgebaut werden. Die Täter müssen mit einer schnellen Verurteilung innerhalb weniger Tage rechnen.“
Ähnlich äußert sich die Polizeigewerkschaft. Bundespolizei-GdP-Chef Andreas Roßkopf sagte der Zeitung: „Es gab Hunderte von Festnahmen. Hier erwarten wir schnelle Gerichtsverfahren mit konsequenten Strafen.“ Diejenigen Kollegen, welche den Kopf hinhielten, erwarteten das. „Es geht nicht mehr nur um Böllerverbote, sondern um schwere Angriffe auf unseren Rechtsstaat.“
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, warnte unterdessen vor einer „wachsenden Verrohung in Teilen unserer Gesellschaft“. Dem müsse man „entschlossen entgegentreten“, sagte Gröhe den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).
Gröhe begrüßte den von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) vorgelegten Gesetzesentwurf, der schärfere Strafen für Angriffe auf Einsatz- und Rettungskräfte vorsieht. Es sei zudem wichtig, das Bewusstsein für die Bedeutung der Rettungskräfte zu stärken, mahnte der DRK-Präsident. Auch müsse man auf die Auswirkungen von Gewalt hinweisen. „Die Menschen, die sich rund um die Uhr an 365 Tagen für die Allgemeinheit einsetzen und dabei jeden Tag Menschenleben retten, haben den besonderen Schutz unseres Rechtsstaates wahrlich verdient“, sagte Gröhe.
Die Gewerkschaft Verdi forderte unterdessen von den öffentlichen Arbeitgebern wirksame Konzepte und bessere Ausrüstung zum Schutz der Beschäftigten. „Es ist und bleibt empörend, wenn Menschen angegriffen werden, die anderen helfen“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. „Das dürfen wir als Gesellschaft in keinem Fall hinnehmen oder gar als Berufsrisiko abtun. Einsatzkräfte retten Menschen aus Gefahrensituationen, versorgen sie medizinisch, kümmern sich um ihren Schutz – und sie verdienen daher selbst den bestmöglichen Schutz vor jeder Gewalt.“
Der Bundesvorsitzende des Arbeiter Samariter Bundes (ASB), Knut Fleckenstein, forderte derweil mit Blick auf Angriffe auf Rettungskräfte in der Silvesternacht ein Alkoholverbot beim Böllern. „Wir brauchen besser ausgestattete Rettungsdienste sowie klare Regeln beim Feuerwerk, wie zum Beispiel ein Alkoholverbot: Wer böllert, sollte nicht Alkohol trinken dürfen – bis hin zu kommunalen Böllerverboten an sensiblen Orten“, sagte Fleckenstein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).
Die Bilanz der Silvesternacht zeige, dass die Zahl der Einsätze hoch bleibe, es viele Verletzte gebe und immer wieder Angriffe auf Einsatzkräfte. „Der massive Missbrauch von Pyrotechnik muss eingedämmt werden: durch konsequentes Durchgreifen, frühe Prävention in Schulen und Stadtteilen und eine klare gesellschaftliche Haltung von jedem einzelnen von uns: Gewalt gegen diejenigen, die anderen helfen, ist tabu“, sagte Fleckenstein. „Silvester darf ein Fest bleiben – aber nicht auf Kosten derjenigen, die in dieser Nacht für die Sicherheit aller im Einsatz sind.“
Unterstützung signalisierte der ASB-Chef für den jüngst vorgelegten Gesetzesentwurf von Hubig. „Wer Rettungskräfte, Polizei oder Feuerwehr angreift, greift diejenigen an, die Menschenleben schützen wollen und statt Silvester mit ihren Freunden und ihrer Familie zu feiern, im Einsatz für die Sicherheit aller sind“, sagte Fleckenstein.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Silvester-Böller (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?
Carsten Linnenmann, Andreas Roßkopf, Hermann Gröhe, Stefanie Hubig, Christine Behle, Knut Fleckenstein
Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?
CDU, Gewerkschaft der Polizei (GdP), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Bundesjustizministerium (Stefanie Hubig, SPD), Gewerkschaft Verdi, Arbeiter Samariter Bund (ASB)
Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?
Das beschriebene Ereignis fand in der Silvesternacht statt.
An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?
Die Ereignisse finden statt in: Berlin.
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
Nach den Angriffen auf Polizeibeamte und Rettungskräfte in der Silvesternacht fordern CDU und die Gewerkschaft der Polizei schnellere Verfahren und konsequente Strafen, während der Präsident des DRK vor einer wachsenden Verrohung in der Gesellschaft warnt und einen Gesetzesentwurf für schärfere Strafen begrüßt.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Hintergrund für die beschriebenen Ereignisse sind Angriffe auf Polizeibeamte und Rettungskräfte während der Silvesternacht, die in der Gesellschaft Besorgnis über eine zunehmende Gewaltbereitschaft und eine Verrohung von Teilen der Bevölkerung ausgelöst haben. Dies führte zu Forderungen nach schnelleren Gerichtsverfahren und schärferen Strafen für die Täter.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Im Artikel wird beschrieben, dass CDU, die Gewerkschaft der Polizei und andere Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz und der Arbeiter Samariter Bund auf schnellere Gerichtsverfahren und schärfere Strafen für Angriffe auf Rettungskräfte drängen. Sie fordern zudem eine stärkere gesellschaftliche Haltung gegen Gewalt und äußern Bedenken über eine wachsende Verrohung in der Gesellschaft.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind:
schnellere Verurteilung der Straftäter, schnellere Gerichtsverfahren mit konsequenten Strafen, wachsender Verrohung in Teilen der Gesellschaft, schärfere Strafen für Angriffe auf Einsatz- und Rettungskräfte, Stärkung des Bewusstseins für die Bedeutung der Rettungskräfte, bessere Ausrüstung zum Schutz der Beschäftigten, Alkoholverbot beim Böllern, kommunale Böllerverbote an sensiblen Orten, Eindämmung des massiven Missbrauchs von Pyrotechnik, klare gesellschaftliche Haltung gegen Gewalt gegenüber Einsatzkräften.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von mehreren Personen zitiert. CDU-Generalsekretär Carsten Linnenmann betont, dass schnelle Verfahren zur Verurteilung von Tätern notwendig sind, anstatt nur nach härteren Strafen zu rufen. Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe, warnt vor einer "wachsenden Verrohung" in der Gesellschaft und fordert einen besonderen Schutz für Rettungskräfte, da diese Tag und Nacht für die Allgemeinheit im Einsatz sind.
- Euronext offen für Zusammenarbeit mit Deutscher Börse - 14. Februar 2026
- Fünf Autos nach nächtlichem Unfall in Bedburg beschädigt - 14. Februar 2026
- Feuerwehr rettet verletzten Mann nach Zugunfall in Mainz - 14. Februar 2026
