Pflege in Thüringen braucht Entscheidungen – Margit Benkenstein fordert beim Neujahrsempfang mehr Tempo von / Politik und Behörden

Pflege in Thüringen braucht Entscheidungen – Margit Benkenstein fordert beim Neujahrsempfang mehr Tempo von / Politik und Behörden

Thüringen:

Beim Neujahrsempfang des bpa Thüringen hat die Landesvorsitzende Margit Benkenstein in Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Pflegekassen und Verbänden deutlich gemacht: „Die Situation in Thüringen ist ernst. Pflegeplätze verschwinden, betroffene Familien haben häufiger als früher Probleme, einen ambulanten Dienst zu finden. Das ist kein Zukunftsszenario, das ist Realität“, sagte Benkenstein. „Wer jetzt noch vertagt, nimmt eine Unterversorgung billigend in Kauf.“

Wie zuvor bpa Präsident Bernd Meurer übte sie Kritik an den Eckpunkten des sogenannten Zukunftspaktes Pflege: „Die --Arbeitsgruppe verschiebt die Lösung massiver Probleme durch Prüfaufträge auf die kommenden Jahre“.

Als größte Hemmschuhe für den notwendigen Ausbau der Versorgungsstrukturen bezeichnet Benkenstein unklare Refinanzierungen, schleppende Zahlungen der Kostenträger, mangelnde und zu viel Regulatorik sowie den Personalmangel. Diese Themen würden in den Eckpunkten maximal benannt, aber nicht wirksam angegangen. Schleppende Bearbeitung von Sozialhilfeanträgen und ausbleibende Zahlungen durch die Kommunen gefährdeten die Liquidität vieler Einrichtungen.

Besonders deutlich wurde Benkenstein beim Thema Fachkräfte. „Seit Jahren wächst die Pflege in Thüringen nur noch durch ausländische Mitarbeitende. Ohne sie bricht das System zusammen“, sagte sie. Anerkennungsverfahren, Ausländerbehörden und Verwaltung müssten endlich schneller und pragmatischer werden. „Wir brauchen Tempo, keine Formulare.“

Benkenstein verwies auf die Pflegeausbildung im Freistaat, etwa an der apm-Pflegeschule in mit vielen Auszubildenden aus Vietnam, Indien und anderen Drittstaaten. „Diese jungen Menschen sichern die Pflege von morgen. Wenn wir sie durch Bürokratie verlieren, verspielen wir unsere eigene Zukunft“, warnte sie. Ihr Appell an Landesregierung, Bund und Kommunen: „Wer Versorgungssicherheit in der Pflege will, muss sie möglich machen.“

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Newsroom: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
Pressekontakt: Für Rückfragen: Thomas Engemann
Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle

Tel.: +49 361 653 86 88
www.bpa.de

Quellenangaben

Textquelle: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/17920/6193236
Siehe auch:  Fernsehfilm über Willy Brandt: Matthias Brandt und Matti Geschonneck arbeiten an "Metro 36"

Häufige Fragen

Was sind die Hauptprobleme in der Pflege in Thüringen?

Die Pflege in Thüringen leidet unter einem Mangel an Pflegeplätzen, Schwierigkeiten bei der Suche nach ambulanten Diensten und unklaren Refinanzierungen.

Wer hat beim Neujahrsempfang die Probleme in der Pflege angesprochen?

Margit Benkenstein, die Landesvorsitzende des bpa Thüringen, hat die Herausforderungen in der Pflege deutlich gemacht.

Was kritisiert Margit Benkenstein am Zukunftspakt Pflege?

Sie kritisiert, dass die Bund-Länder-Arbeitsgruppe Lösungen für massive Probleme auf die kommenden Jahre verschiebt, anstatt sie sofort anzugehen.

Welche Faktoren hemmen den Ausbau der Versorgungsstrukturen?

Zu den größten Hemmnissen zählen unklare Refinanzierungen, schleppende Zahlungen der Kostenträger, mangelnde Digitalisierung und Personalmangel.

Wie beeinflusst der Fachkräftemangel die Pflege in Thüringen?

Der Fachkräftemangel führt dazu, dass die Pflege in Thüringen fast ausschließlich durch ausländische Mitarbeitende wächst, was das System gefährdet.

Was fordert Benkenstein bezüglich der Anerkennungsverfahren für ausländische Fachkräfte?

Sie fordert schnellere und pragmatischere Anerkennungsverfahren, um die bürokratischen Hürden für ausländische Fachkräfte abzubauen.

Wie sieht die Pflegeausbildung in Thüringen aus?

Die Pflegeausbildung in Thüringen, beispielsweise an der apm-Pflegeschule in Erfurt, zieht viele Auszubildende aus Vietnam, Indien und anderen Drittstaaten an.

Warum ist die Digitalisierung in der Pflege wichtig?

Eine bessere Digitalisierung könnte helfen, die Effizienz zu steigern und die Herausforderungen in der Pflege schneller zu bewältigen.

Was ist der Appell von Benkenstein an die Politik?

Sie appelliert an die Landesregierung, den Bund und die Kommunen, die Versorgungssicherheit in der Pflege zu gewährleisten und bürokratische Hürden abzubauen.

Wie kann die Liquidität von Pflegeeinrichtungen gefährdet werden?

Die schleppende Bearbeitung von Sozialhilfeanträgen und ausbleibende Zahlungen durch die Kommunen gefährden die Liquidität vieler Pflegeeinrichtungen.

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