Zölle für 91 Prozent aller Waren fallen weg – Einsparungen für Unternehmen von 4 Mrd. Euro jährlich / Brossardt: „Abkommen ist klares Signal an US-Administration“

Zölle für 91 Prozent aller Waren fallen weg – Einsparungen für Unternehmen von 4 Mrd. Euro jährlich / Brossardt: „Abkommen ist klares Signal an US-Administration“

München:

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt die erfolgte Zustimmung des Rats der EU zum EU-Mercosur-Abkommen. „Angesichts der veränderten Weltlage sind Deutschland und die EU mehr denn je gefordert, neue Handels-, Rohstoff- und Investitionspartnerschaften überall auf der Welt abzuschließen. Die Handelspolitik von US-Präsident Trump belastet den gesamten Welthandel. China hat sich vom größten Vorleistungslieferanten zum knallharten Wettbewerber entwickelt. Eine internationale und global vernetzte wie Bayern bekommt das zu spüren. Schließlich erwirtschaftet fast 60 ihres Umsatzes im Ausland. Gebot der Stunde ist das Diversifizieren unserer Handelsbeziehungen, um Abhängigkeiten von einzelnen Handelspartnern zu reduzieren. Das EU-Mercosur-Abkommen ist ein wichtiger Schritt dorthin. Und es ist auch ein klares Signal an die US-Administration“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Das Mercosur-Abkommen bedeutet für auch weniger Abhängigkeit bei Rohstoffen. „Beispielsweise ist Argentinien ein wichtiger Lithium-Produzent“, erläutert Brossardt und ergänzt: „Es geht für Europa auch darum, geostrategisch Gewicht zurückzugewinnen. Mit dem Mercosur-Abkommen würde eine riesige Freihandelszone mit 780 Millionen Einwohnern entstehen. Mit dem Wegfall von Zöllen für 91 Prozent aller Waren könnten europäische Unternehmen pro Jahr etwa vier Milliarden Euro einsparen“.

Laut vbw muss Europa mit Blick auf die Aggression Russlands, die industrielle Expansion Chinas und die angespannten transatlantischen Beziehungen Einigkeit und Stärke demonstrieren. „Wir sind überzeugt, dass jedes Freihandelsabkommen unseren europäischen Wirtschaftsraum stärker macht und davon alle Branchen profitieren können. Bisher wurde das Mercosur-Abkommen öffentlich nicht besonders gut verkauft. Dabei ist das Abkommen geostrategisch maßgebend“, erläutert Brossardt abschließend.

Kontakt

Newsroom: ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e.V.
Pressekontakt: Lena Grümann
Tel. +49 (0) 89-551 78-391
E-Mail: lena.gruemann@vbw-bayern.de

Quellenangaben

Textquelle: vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/58439/6193484
Siehe auch:  Haben gescherzt: So etwas wäre das beste Szenario - WDR-Interview mit einer Bewohnerin in Caracas nach den US-Angriffen in Venezuela

Häufige Fragen

Was ist das EU-Mercosur-Abkommen?

Das EU-Mercosur-Abkommen ist ein Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten, das den Abbau von Zöllen und Handelshemmnissen zum Ziel hat.

Welche Vorteile bietet das Abkommen für europäische Unternehmen?

Das Abkommen ermöglicht den Wegfall von Zöllen für 91 Prozent aller Waren, was europäischen Unternehmen jährliche Einsparungen von etwa 4 Milliarden Euro bringt.

Wie beeinflusst das Abkommen die Handelsbeziehungen zu den USA?

Das Mercosur-Abkommen wird als Signal an die US-Administration gesehen, um die Handelsbeziehungen zu diversifizieren und Abhängigkeiten zu reduzieren.

Warum ist das Abkommen geostrategisch wichtig?

Es stärkt die wirtschaftliche Position Europas und reduziert die Abhängigkeit von bestimmten Rohstofflieferanten, insbesondere im Kontext globaler geopolitischer Spannungen.

Welche Rolle spielt Argentinien im Abkommen?

Argentinien ist ein wichtiger Lithium-Produzent, was für Europa von Bedeutung ist, um die Rohstoffversorgung zu diversifizieren.

Wie viele Menschen leben in der Freihandelszone, die durch das Abkommen entsteht?

Durch das Abkommen entsteht eine Freihandelszone mit etwa 780 Millionen Einwohnern.

Welche Branchen profitieren von dem Abkommen?

Laut vbw können alle Branchen von dem Freihandelsabkommen profitieren, da es den europäischen Wirtschaftsraum insgesamt stärkt.

Wie wird das Abkommen in der Öffentlichkeit wahrgenommen?

Bisher wurde das Mercosur-Abkommen öffentlich nicht besonders gut verkauft, obwohl es als geostrategisch maßgebend angesehen wird.

Was sind die aktuellen Herausforderungen für die bayerische Wirtschaft?

Die bayerische Wirtschaft spürt die Belastungen durch die Handelspolitik der USA, die Expansion Chinas und die geopolitischen Spannungen, insbesondere mit Russland.

Wie sieht die vbw die Zukunft der Handelsbeziehungen?

Die vbw sieht die Notwendigkeit, die Handelsbeziehungen zu diversifizieren und neue Partnerschaften zu schließen, um die wirtschaftliche Stabilität zu sichern.

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