
Schwabach:
Am frühen Samstagmorgen (10.01.2026) kam es bei einer Person im psychischen Ausnahmezustand im Wendelsteiner Gemeindeteil Kleinschwarzenlohe (Lkrs. Roth) zu einem Einsatz des Spezialeinsatzkommandos der Polizei. Als der 25-jährige Mann die Beamten mit einer augenscheinlichen Schusswaffe und einem Messer bedrohte, mussten die Einsatzkräfte von der Schusswaffe Gebrauch machen. Der Mann wurde hierbei lebensgefährlich verletzt und musste zur medizinsichen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Eine Angehörige des jungen Mannes in der Porschestraße meldete sich gegen 04:15 Uhr über den Polizeinotruf. Sie gab an, dass sie gerade im telefonischen Kontakt mit dem 25-Jährigen (deutsch) sei. Dieser befände sich in einem psychischen Ausnahmezustand und habe ihr gegenüber immer wieder Suizid angekündigt. Während des Telefonats seien mehrfach Schussgeräusche wahrnehmbar gewesen.
Aufgrund der Mitteilung begaben sich mehrere Polizeistreifen zum Einsatzort und sperrten den Bereich ab. Auf Grund der Erkenntnisse über eine mögliche Schusswaffe zog die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken außerdem Einsatzkräfte des Spezialeinsatzkommandos hinzu.
In der Folgezeit versuchten sowohl die Angehörigen als auch Beamte der polizeilichen Verhandlungsgruppe, den 25-Jährigen zu beruhigen und diesen dazu zu bewegen, das Haus unbewaffnet zu verlassen.
Gegen 07:00 Uhr betraten Beamte des Spezialeinsatzkommandos das Wohnhaus, um diesen Bereich zu sichern. Auch zu diesem Zeitpunkt war die Zielsetzung der Polizei weiterhin, kommunikativ auf den Mann einzuwirken. Allerdings kam der 25-Jährige den Einsatzkräften im Erdgeschoss des Hauses kurz darauf mit einer augenscheinlichen Schusswaffe und einem Messer in den Händen entgegen. Nachdem er auf die Aufforderung, die Waffen abzulegen, nicht reagierte, kam es zum polizeilichen Schusswaffengebrauch. Der Mann erlitt hierbei lebensgefährliche Verletzungen im Oberkörperbereich, die unmittelbar von einem bereits vor Ort befindlichen Notarzt erstversorgt wurden. Zwischenzeitlich befindet sich der Mann in einem Klinikum.
Nach aktuellem Ermittlungsstand geht das Polizeipräsidium Mittelfranken davon aus, dass die Schussabgaben der Einsatzkräfte in einer Notwehrsituation erfolgten. Neben Beamten mittelfränkischer Kriminaldienststellen nahmen am Einsatzort auch Beamte des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) ihre Ermittlungen auf. Die Untersuchungen zur Prüfung der Rechtmäßigkeit des polizeilichen Schusswaffengebrauchs werden – wie in derartigen Fällen üblich – aus Neutralitätsgründen durch das Bayerische Landeskriminalamt geführt. Alle Maßnahmen werden dabei in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth getroffen.
Erstellt durch: Michael Konrad
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Quellenangaben
| Textquelle: | Polizeipräsidium Mittelfranken, übermittelt durch news aktuell |
| Quelle: | https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6013/6193688 |
Häufige Fragen
Was geschah in Kleinschwarzenlohe am 10.01.2026?
Ein 25-jähriger Mann in psychischem Ausnahmezustand bedrohte Polizeibeamte mit einer Schusswaffe und einem Messer, was zu einem Einsatz des Spezialeinsatzkommandos führte.
Warum wurde das Spezialeinsatzkommando (SEK) hinzugezogen?
Das SEK wurde aufgrund der Bedrohungslage durch eine mögliche Schusswaffe und der Meldung über Suizidankündigungen des Mannes hinzugezogen.
Wie reagierte die Polizei auf die Situation?
Die Polizei versuchte zunächst, den Mann durch Kommunikation zu beruhigen und ihn dazu zu bewegen, unbewaffnet das Haus zu verlassen.
Was passierte, als der Mann die Polizei konfrontierte?
Der Mann trat mit einer Schusswaffe und einem Messer auf die Beamten zu, woraufhin die Polizei von der Schusswaffe Gebrauch machte.
Wie wurde der Mann nach dem Schusswaffengebrauch versorgt?
Der Mann erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde sofort von einem Notarzt vor Ort erstversorgt und ins Krankenhaus gebracht.
Was wird über die Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs gesagt?
Das Polizeipräsidium Mittelfranken geht davon aus, dass der Schusswaffengebrauch in einer Notwehrsituation erfolgte.
Wer führt die Ermittlungen zum Vorfall?
Die Ermittlungen zur Prüfung der Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs werden vom Bayerischen Landeskriminalamt (BLKA) durchgeführt.
Wie kann die Pressestelle der Polizei kontaktiert werden?
Die Pressestelle ist telefonisch unter +49 (0)911 2112 1030 oder per E-Mail unter pp-mfr.pressestelle@polizei.bayern.de erreichbar.
Wann sind die Bürozeiten der Pressestelle?
Die Bürozeiten sind Montag bis Donnerstag von 07:00 bis 16:00 Uhr, Freitag von 07:00 bis 15:00 Uhr und Sonntag von 11:00 bis 14:00 Uhr.
Wo kann ich weitere Informationen finden?
Weitere Informationen sind auf der Webseite des Polizeipräsidiums Mittelfranken unter http://ots.de/P4TQ8h verfügbar.
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