Patientenbeauftragter fordert bundesweites Register für Mediziner

Patientenbeauftragter fordert bundesweites Register für Mediziner

() – Der Patientenbeauftragte der fordert ein zentrales Register, in dem alle berufsrechtlichen Maßnahmen gegen Ärzte zentral erfasst werden.

„Die zwischen den Ärztekammern und den Approbationsbehörden funktioniert nicht“, sagte Stefan Schwartze dem „Spiegel“. Es brauche deshalb ein zentrales Register, das zeige, „ob da Fälle sind oder ob da keine Fälle sind“. Verstöße könnten so schneller erkannt und Patienten besser geschützt werden.

Hintergrund sind Recherchen des „Spiegel“ und des ZDF, wonach weder Ärztekammern noch Approbationsbehörden angemessen auf Fehlverhalten von Ärzten reagiert und Meldungen über auffällig gewordene Mediziner ignoriert haben sollen.

Schwartze nimmt dabei auch Bezug auf einen Fall aus , über den der „Spiegel“ und das ZDF berichten: Dort hatte ein Arzt einen gravierenden Behandlungsfehler gemacht, der bereits 2021 wegen schwerer fachlicher Mängel seine Approbation in Norwegen verloren hatte.

Die zuständige Approbationsbehörde in Stuttgart wusste von dem Entzug der Zulassung, die norwegischen Behörden hatten vor dem Arzt gewarnt. Weil neben der der Patienten aber auch das Grundrecht der Berufsfreiheit gelte, habe eine Abwägung dazu geführt, dass die deutsche Approbation bestehen geblieben sei, teilte das Regierungspräsidium in Stuttgart mit.

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Die Recherchen zeigen grundlegende Defizite im deutschen Kontrollsystem. Ärztekammern und Approbationsbehörden reagierten demnach häufig spät oder gar nicht auf Hinweise. „Ärztekammern tragen eine zentrale Verantwortung für Aufklärung, Schlichtung und Transparenz“, sagte der grüne Bundestagsabgeordnete Janosch Dahmen dem „Spiegel“. Auch wenn die Kammern „keine Approbationen entziehen können, müssen sie Hinweise ernst nehmen. Ärztliche Heilkunst beruht auf Vertrauen – und dieses Vertrauen verpflichtet zu entschlossenem Handeln, bevor weiterer Schaden entsteht“.

Approbationsbehörden aus mehreren Bundesländern haben sich der Forderung von Schwartze angeschlossen. Bei einem Treffen der Gesundheitsministerien Ende Januar soll der Vorschlag diskutiert werden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?

Stefan Schwartze, Janosch Dahmen

Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?

Ärztekammern, Approbationsbehörden, Spiegel, ZDF, Stefan Schwartze, Regierungspräsidium Stuttgart, Janosch Dahmen, Gesundheitsministerien

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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Baden-Württemberg, Stuttgart.

Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung fordert ein zentrales Register zur Dokumentation von berufsrechtlichen Maßnahmen gegen Ärzte, um patienten Sicherheit zu erhöhen, da aktuelle Systeme unzureichend auf Fehlverhalten reagieren.

Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?

Der Auslöser für die Forderung nach einem zentralen Register zur Erfassung berufsrechtlicher Maßnahmen gegen Ärzte sind Recherchen, die aufzeigen, dass Ärztekammern und Approbationsbehörden nicht angemessen auf Fehlverhalten von Ärzten reagieren. Ein konkreter Fall aus Baden-Württemberg, in dem ein Arzt trotz eines vorherigen Entzugs der Approbation in Norwegen weiterhin in Deutschland praktizieren durfte, verdeutlicht die Defizite im Kontrollsystem.

Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?

Im Artikel wird beschrieben, dass der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Schwartze, ein zentrales Register für berufsrechtliche Maßnahmen gegen Ärzte fordert, um Patienten besser zu schützen und schneller auf Fehlverhalten reagieren zu können. Die Reaktion von Politikern und Approbationsbehörden zeigt ein wachsendes Bewusstsein für die Defizite im deutschen Kontrollsystem und es besteht Einigkeit über die Notwendigkeit eines klareren Vorgehens.

Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:

Zentraler Register soll geschaffen werden, schnellere Erkennung von Verstößen, besserer Schutz der Patienten, grundlegende Defizite im Kontrollsystem, verspätete oder fehlende Reaktionen auf Hinweise, Ernstnehmen von Hinweisen durch Ärztekammern, Erforderlichkeit entschlossenen Handelns, Diskussion des Vorschlags bei einem Treffen der Gesundheitsministerien.

Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Schwartze, fordert ein zentrales Register für berufsrechtliche Maßnahmen gegen Ärzte, um die Zusammenarbeit zwischen Ärztekammern und Approbationsbehörden zu verbessern und um Verstöße schneller zu erkennen. Er betont, dass dies notwendig sei, um Patienten besser zu schützen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur
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