
Kiel:
Sturmtief „Elli“ wurde von den Feuerwehren in Schleswig-Holstein insgesamt gut bewältigt. Obwohl im Vorfeld vor schweren Sturmböen, Schneeverwehungen und Glätte gewarnt worden war, blieb eine flächendeckende Krisenlage aus. In vielen Regionen verlief der Unwettertag deutlich ruhiger als zunächst befürchtet.
Ein wesentlicher Grund dafür: Die Bevölkerung hat die Warnungen vorab ernst genommen. „Man hat deutlich gemerkt, dass die Menschen zuhause geblieben sind“, heißt es unter anderem von der Leitstelle Nord, die für Nordfriesland, Flensburg und Schleswig-Flensburg zuständig ist. Dort kam es nur zu wenigen kleineren Unfällen und leichten Verletzungen, schwere Schadenslagen blieben aus.
Auch im Bereich der Leitstelle Mitte (Kiel, Rendsburg-Eckernförde und Plön) verlief die Lage insgesamt eher ruhig. Zwar gerieten im Hafen in Eckernförde zwei rund 24 Meter lange Schiffe in Schwierigkeiten, nachdem sich eines losgerissen und gegen das andere gedrückt hatte. Durch das Lenzen der Schiffe konnte jedoch ein Sinken verhindert werden. Die Leitstelle Mitte blieb durchgehend im Normalbetrieb.
Für die Kreise Ostholstein, Stormarn und Herzogtum Lauenburg meldete die Leitstelle Süd ebenfalls eine entspannte Einsatzlage. Ein besonderer Vorfall ereignete sich in Oldenburg in Holstein, wo eine heftige Sturmböe einen Rüstwagen der Feuerwehr während eines Einsatzes in den Straßengraben drückte, verletzt wurde dabei aber niemand.Auch aus Lübeck und Neumünster wurden keine besonderen Schadenslagen gemeldet.
Am stärksten gefordert waren die Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Bereich der Leitstelle West (Kreise Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg und Segeberg). Dort kam es vor allem durch Schneeverwehungen, Glätte und Schneelasten zu einem deutlichen Anstieg der Einsätze. Besonders auffällig war der Anstieg bei den Feuerwehren: Statt der üblichen rund 22 Einsätze an einem Freitag wurden diesmal 100 gezählt – mehr als das Vierfache. Trotzdem blieb auch dort eine großflächige Notlage aus. Die Leitstelle hatte vorsorglich ihre Kapazitäten deutlich erhöht, konnte aber bereits am Nachmittag des 9. Januar wieder in den Regelbetrieb zurückkehren.
Die Leitstellen und Feuerwehren sind sich einig: Die frühzeitigen Warnungen, die gute Vorbereitung und die umsichtige Reaktion der Bevölkerung haben entscheidend dazu beigetragen, dass „Elli“ glimpflich verlief.
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Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein |
Quellenangaben
| Textquelle: | Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein, übermittelt durch news aktuell |
| Quelle: | https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12/6193715 |
Häufige Fragen
Wie hat Sturmtief 'Elli' die Feuerwehren in Schleswig-Holstein betroffen?
Die Feuerwehren konnten 'Elli' insgesamt gut bewältigen, da eine flächendeckende Krisenlage ausblieb und die Einsätze in vielen Regionen deutlich geringer waren als erwartet.
Warum blieb die Lage in vielen Regionen ruhig?
Die Bevölkerung hat die Warnungen ernst genommen und blieb größtenteils zuhause, was zu weniger Unfällen und Verletzungen führte.
Gab es besondere Vorfälle während des Sturms?
Ja, in Eckernförde gerieten zwei Schiffe in Schwierigkeiten, konnten jedoch durch schnelles Handeln der Feuerwehr vor dem Sinken bewahrt werden.
Wie viele Einsätze verzeichnete die Feuerwehr in der Leitstelle West?
In der Leitstelle West wurden an einem Freitag statt der üblichen 22 Einsätze rund 100 Einsätze gezählt, hauptsächlich aufgrund von Schneeverwehungen und Glätte.
Wie reagierten die Leitstellen auf die Situation?
Die Leitstellen erhöhten vorsorglich ihre Kapazitäten, konnten jedoch bereits am Nachmittag des 9. Januar wieder in den Regelbetrieb zurückkehren.
Welche Rolle spielten die frühzeitigen Warnungen?
Die frühzeitigen Warnungen trugen entscheidend dazu bei, dass die Bevölkerung vorbereitet war und die Gefahren minimiert wurden.
Gab es Verletzte während des Sturms?
Trotz einiger Vorfälle blieben schwere Verletzungen aus, und die meisten Einsätze verliefen ohne Personenschäden.
Wie war die Lage in Lübeck und Neumünster?
In Lübeck und Neumünster wurden keine besonderen Schadenslagen gemeldet, was die insgesamt ruhige Lage unterstreicht.
Was passierte mit dem Rüstwagen in Oldenburg in Holstein?
Ein Rüstwagen wurde von einer heftigen Sturmböe in den Straßengraben gedrückt, jedoch wurde niemand verletzt.
Wer kann für weitere Informationen kontaktiert werden?
Für Rückfragen steht Mareike Dahms vom Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein zur Verfügung, erreichbar telefonisch oder per E-Mail.
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