
Berlin () – Wegen der Tariferhöhungen in der Pflege und der Inflation sind die Eigenanteile für einen Platz im Pflegeheim weiter deutlich gestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen des AOK-Bundesverbandes hervor, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.
Demnach kletterte der Betrag, den die Pflegebedürftigen im ersten Jahr des Heimaufenthalts aus der eigenen Tasche aufbringen müssen, zwischen Juni und Ende Dezember 2025 im bundesdeutschen Durchschnitt um 112 Euro auf monatlich 3.204 Euro.
Dabei gibt es zwischen den Ländern weiterhin enorme Unterschiede: Die höchsten Eigenanteile sind mit 3.528 Euro in Nordrhein-Westfalen zu zahlen, die niedrigsten mit 2.661 Euro in Sachsen-Anhalt. Im bundesweiten Schnitt kostet unter Berücksichtigung der Zahlungen der Pflegeversicherung ein Heimplatz nunmehr 5.033 Euro. Ende 2024 waren es noch 4.715 Euro.
Die Chefin des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann, forderte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf, ihre Zusage einzulösen und das Problem der steigenden Eigenanteile mit der geplanten Pflegereform in den Griff zu bekommen. „Im Rahmen der anstehenden Pflegereform muss an verschiedenen Schrauben gedreht werden, um die Eigenbeteiligung der Pflegebedürftigen in den vollstationären Einrichtungen wirksam zu begrenzen“, sagte Reimann dem RND.
Zentrales Problem sei, dass die Pflegeheim-Bewohner die Versäumnisse der Länder bei der Finanzierung der Investitionskosten ausgleichen müssten, beklagte Reimann. „Wenn die Länder hier ihren Verpflichtungen für den Bau und die Instandhaltung der Heime nachkommen würden, könnte man eine deutliche Entlastung bei den Eigenanteilen erreichen.“ Reimann verlangte zudem die Herausnahme der Ausbildungskosten aus den Eigenanteilen. Dies würde die Pflegebedürftigen um etwa eine Milliarde Euro entlasten.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Seniorin im Rollstuhl (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden im Beitrag namentlich erwähnt?
Carola Reimann, Nina Warken
Welche Institutionen, Organisationen oder Verbände kommen im Artikel vor?
AOK-Bundesverband, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU)
Zu welchem Zeitpunkt hat das beschriebene Ereignis stattgefunden?
Nicht erwähnt
An welchem Ort oder in welcher Region spielt das Geschehen?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt.
Wie lässt sich der Inhalt des Artikels in einem Satz zusammenfassen?
Die Eigenanteile für Pflegeheimplätze sind aufgrund von Tariferhöhungen und Inflation erheblich gestiegen und betragen im Durchschnitt nun 3.204 Euro monatlich, was die AOK-Chefin dazu veranlasst, eine Reform zur Entlastung der Pflegebedürftigen zu fordern.
Was war der Anlass oder Auslöser für das berichtete Ereignis?
Der Auslöser für die steigenden Eigenanteile in Pflegeheimen sind Tariferhöhungen in der Pflege sowie die Inflation. Diese Entwicklungen führen dazu, dass Pflegebedürftige im ersten Jahr ihres Heimaufenthalts deutlich höhere Kosten tragen müssen. Zudem beklagt die AOK-Chefin, dass die finanziellen Versäumnisse der Bundesländer bei Investitionen in Pflegeeinrichtungen ebenfalls zu höheren Selbstkosten für die Bewohner führen.
Wie wurde auf das Ereignis durch Politik oder Öffentlichkeit reagiert?
Im Artikel wird berichtet, dass Carola Reimann, die Chefin des AOK-Bundesverbandes, die Bundesgesundheitsministerin auffordert, das Problem der steigenden Eigenanteile in der Pflege mit der geplanten Pflegereform anzugehen. Sie kritisiert die unzureichende Finanzierung durch die Länder und fordert Maßnahmen zur Entlastung der Pflegebedürftigen, einschließlich der Herausnahme von Ausbildungskosten aus den Eigenanteilen.
Welche Folgen oder Konsequenzen werden im Beitrag thematisiert?
Hier sind die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen:
steigende Eigenanteile für Pflegeheimplätze, Anstieg um 112 Euro auf 3.204 Euro monatlich, regionale Unterschiede in den Eigenanteilen, Forderung nach Veränderungen in der Pflegereform, notwendige Entlastung der Pflegebedürftigen, Versäumnisse der Länder bei Investitionskosten, mögliche Entlastung von etwa einer Milliarde Euro durch Herausnahme der Ausbildungskosten aus den Eigenanteilen.
Liegt zu dem Thema bereits eine Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Carola Reimann, der Chefin des AOK-Bundesverbandes, zitiert. Sie fordert Bundesgesundheitsministerin Nina Warken auf, das Problem der steigenden Eigenanteile durch die geplante Pflegereform zu lösen und kritisiert die Versäumnisse der Länder bei der Finanzierung der Pflegeheimkosten. Reimann betont, dass eine Entlastung der Pflegebedürftigen nur möglich sei, wenn die Länder ihren Verpflichtungen nachkommen.
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